Wer hat denn an der Uhr gedreht – Folge 6

Untertitel:
Tierschutz in Israel – Teil 2


Da ja die allermeisten Tiere ihren Muettern bereits im zarten Kindesalter entrissen werden, so sollte der Mensch, der die Ursache dieses ganzen Elendes ist, voll engagiert in die Rolle der Tiermutter schluepfen und seine adoptierten Kinder schuetzen, fuehren und leiten, wie uns dies auf obigem Bild Robert Duncan wunderschoen vor Augen fuehrt. Mich jedenfalls inspiriert so ein Bild voll und ganz – und ich moechte nur allzugern die Rolle der den Tieren fehlenden Mama uebernehmen! In meinem Leben habe ich mir die zu meinem Lebensweg und Umfeld passenden Spezies ausgesucht und habe diese Verpflichtung uebernommen – bis zum natuerlichen Tode entweder des meinen oder dem des adoptierten Tieres. Bezueglich der Beziehung zwischen Mensch und Tier ist die hoechste Eigenschaft des Menschen die Treue, die er gegenueber den Tieren an den Tag legen muss, denn auf diese Weise vertrauen ihm die Tiere ihr Leben an! Wenn der Mensch dieses Vertrauensverhaeltnis bricht – und die Tiere nur ins Vertrauen zieht, um sie besser ausbeuten zu koennen, so bricht er ein wichtiges Naturgesetz, denn selbst die Eingeborenenvoelker der verschiedenen Kontinente, wie etwa die Indianer (heute nicht mehr, heute ist ihre koerperlich-seelisch-geistige Grundlage durch den weissen Mann zerstoert), die Massai, die Maori oder die Aboriginals Australiens (alles Volksgruppen, welche durch das Eindringen des weissen Stoerenfriedes aus dem Gleichgewicht geraten sind), also all diese Volksgruppen haben zu frueheren Zeiten ihre Tiere gleichwertig respektiert und haben es bei Bedarf vorgezogen, ein Tier zu jagen oder es einem Beutejaeger abzujagen, als ihre persoenlich von ihnen aufgezogenen Tiere zu toeten. Dies ist heute noch bei den Massai der Fall, wenn es um ihre Rinder geht.

Das Toeten des selbstgezogenen Tieres ist ein Zeichen der moralisch-ethischen Dekadenz des Abendlandes. Dies ist kein Fortschritt, sondern ein Rueckschritt! Dies heisst nun aber nicht, dass jeder seine Flinte von der Wand nehmen soll, um in den Wald zu rennen, um zu jagen! Ganz und gar nicht, denn diese Zeiten sind laengst vorbei, denn heute braucht in unseren Breitengraden keiner mehr auf die Jagd zu gehen, um sein Ueberleben zu sichern! Dies gilt, oder vielmehr galt hoechstens fuer gewisse Voelker in bestimmen Zonen, wie etwa der Wueste, dem hohen Norden, oder Gebieten, in denen eine Ueberwinterung mit Gemuesen, Nuessen und Fruechten nicht moeglich ist, oder eher war, denn auch in Alaska gibt es heute Einkaufszentren – und die Saudis werden sich in dieser Beziehung auch nicht lumpen lassen! Wenn heute einer jagt, so dient diese (die Jagd) nur zwei Zwecken: der Trophaenjagd und der Tierquaelerei, und genau fuer die letztere hatten die eingeborenen Naturvoelker ganz und gar kein Verstaendnis, worauf wir zu einem spaeteren Zeitpunkt noch zurueckkommen werden! Oder kann sich einer einen Maori oder Aboriginal vorstellen, der einen Stierkampf organisiert und durchfuehrt! Da braucht man sich wirklich nicht lange zu fragen, wer denn von den beiden, der Eingeborene oder der sogenannte zivilisierte Europaer der Wilde ist!!!


 Nun geht es aber in unserem zweiten Teil unter ‚Rainbow-Warriors‘ zurueck nach Israel, wo uns das obige wunderschoene Bild bereits willkommen heisst, denn das Kibbutz Amirim am See Genezareth ist das erste vegane Dorf der Welt. Seine Bewohner waren urspruenglich Ueberlebende des Holocausts und entschieden sich kurzerhand bei ihrer Ankunft im Gelobten Land – jeder Form des Holocaustes eine Absage zu erteilen und in keiner Form zu toeten, denn der Tod der Tiere erinnerte sie sofort an den eigenen Leidensweg und es erwuchs eine noch nie dagewesene Empathie fuer alles Lebendige! Das heutige Oberhaupt dieses gewaltfreien Dorfes ist Frau Dr. Anva Ohn-Bar – wir sehen sie auf dem nachfolgenden Foto im Kreise ihrer Familie und Freunde und wuenschen ihr und dem ganzen Dorf Alles-Alles Gute auf dem weiteren Lebensweg mit einem herzlichen Dankeschoen!

Unser herzlicher Empfang in Amirim bildet sozusagen den Auftakt zu unserer weiteren Spurensuche nach Israels Tierrechtlern, denn wir haben noch einen langen, interessanten und erfreulichen Weg vor uns, denn unsere Reise hat ja erst mit Gary Yourofsky angefangen. Und nachdem wir in Amirim kurz verweilten, wenden wir uns im heutigen Teil fuenf ganz wunderbaren Tierrechtlern zu, ohne die die Welt viel aermer waere.

Zuerst moechte ich allen Lesern nochmals Zvika Tamuz in Erinnerung rufen – und sein Sanktuarium fuer Pferde, Esel und andere Tiere. Wir widmeten ihm seinerzeit einen Aufsatz in ‚Menschen mit Herz und Verstand‘, aber die neuen Leser sollten ihn auch kennenlernen! Seine Webseite: http://www.eng.pegasus-Israel.org

Das untenstehende Video zeigt uns das Pegasus-Sanktuarium und Zvika Tamuz bei der Arbeit und Fuersorge fuer seine geretteten Esel! Der Sprecher erzaehlt, dass noch heute die Arbeitstiere im Nahen Osten sehr stark ausgebeutet und gequaelt werden! Zvika sagt, dass Esel auch weinen, wenn sie leiden, aber vor allem innerlich leiden! Jeden Tag wird er gerufen, um gequaelte Esel abzuholen! Zuerst weint auch er, dann laedt er die Tiere auf den Wagen! Diese, obwohl sie vorher oft sehr misshandelt wurden, begreifen sofort, dass sie gerettet werden – und schlagen und beissen nicht, sondern lassen sich willig fuehren, denn sie wissen, dass dies ihre Rettung bedeutet!

Drei grossartige Tierrechtler in Israel :

Diese beiden sehr aktiven Tierschuetzer sind ueberall zur Stelle, wo Tiere sie brauchen! Ihr nimmermueder Einsatz bei Demos, Vortraegen, Rettungen, Hegen und Pflegen sucht seinesgleichen. Sie gehoeren zur jungen Generation Israels und wissen, wie man die Menschen inspiriert, welche sich nicht lange bitten lassen, wie wir in einem sehr anschaulichen Video gleich sehen werden! Zu ihnen gesellt sich in einer sehr denkwuerdigen Ansprache Dr. Assaf Harduf:

Das nachfolgende sehr lehrreiche und denkwuerdige Video ist nur in englischer Untertitelung verfuegbar, aber ich will hier fuer den lieben Leser das wichtigste uebersetzen, man kann sich aber auch voll und ganz von den Bildern beeindrucken lassen, welche fuer sich sprechen! Es handelt sich hier um die groesste Tierschutz-Kundgebung in Israel, bei der Tausende von Tierschuetzern zusammenkamen! Wir sehen Ori Shavit und Dr. Assaf Harduf bei den entsprechenden Ansprachen, wo beide sehr intensiv das Wort fuer die gequaelten Tiere ergreifen! Sie fuehren uns den ganzen Horror und die Ausbeutung der hilflosen Kreatur vor Augen! Zu diesem Zwecke hat Dr. Harduf die Augen verbunden, damit wir ohne Ansehen der Kreatur fuer diese Empathie zu empfinden lernen. Er sagt, dass der Mensch mit besaenftigenden Ausdruecken all jenen Schrecken verkauft, die das Leiden der Tiere verursacht, vom Steak zur Kleidung, vom Medikament zum Eintritts-Ticket im Zirkus usw. und dass alles auf diesem Tierleid aufgebaut ist. Ori Shavit erinnert an die schrecklichen Ungerechtigkeiten, die wir den Tieren antun und unser schreckliches Fehlverhalten im Umgang mit der Schoepfung. Sie sagt, wir sollen denen, die schwaecher sind als wir Gerechtigkeit zukommen lassen – und sie nicht ausbeuten. Es liegt bei jedem einzelnen von uns, ob er ein Tier zerstoeren will, oder ein Tier retten will!

Und zum Abschluss fuer den heutigen Vortrag
hier noch das absolute Must-See eines jeden Tierschuetzers:
Die Rede von Melanie Joy zum Thema Carnismus, deutsch untertitelt:

Eure Siraganda im Tierschutz
Fortsetzung folgt………

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3 Kommentare zu “Wer hat denn an der Uhr gedreht – Folge 6

  1. Vielen Dank, liebe Siraganda, für diesen wunderschönen Beitrag!
    Es wird sehr viel Gutes auch für die israelische Gesellschaft bewirken, wenn immer weniger Tiere nicht mehr gequält und getötet werden.
    Ich kann nur hoffen, dass diese Bewegung auch dazu führen wird, dass das grauenhafte betäubungslose Schächten endlich beendet wird.

    • Liebe Natur Freundin,
      es kommen in den naechsten Folgen noch ein paar grandiose Ueberraschungen, darauf darfst Du Dich die ganze Woche freuen!

      Inzwischen viele liebe Gruesse an Dich von Siraganda

  2. Lieber Wolodja, liebe Freunde,

    da unser Israel-Programm vollgepackt ist mit hervorragenden Personen und Aktivitaeten, so bringe ich hier im Kommentar wieder einen weiteren hervorragenden israelischen Tierrechtler, der vorwiegend in Afrika taetig ist: Ofir Drori!

    Ich uebersetze das nachfolgende Video sinngemaess:
    Mein Name ist Ofir Drori! Ich bin der Gruender-Praesident von LAGA (Last Great Ape). Wir kaempfen gegen das organisierte Verbrechen an Wildtieren und sorgen dafuer, dass die entsprechenden Gesetze eingehalten werden in ganz Zentralafrika. Das Jahr des Gorilla ist fuer uns sehr wichtig. Die Korruption in den afrikanischen Regierungen fuehrt zur Ausrottung des Gorilla und anderer Spezies. Im Jahr des Gorilla moechten wir nicht nur informieren, sondern Auch ganz besonders aktiv tätig werden. Wenn die ganz oben platzierten Politiker Schuld sind an der Ausrottung des Gorilla, so braucht dies sehr viel politische Macht, um diese zu bekaempfen. Unser Ziel ist nicht, dass die illegalen Haendler hinter Gitter kommen. Und das ist nicht immer leicht. Beispielsweise sind viele Hochplazierte, welche nette Reden fuehren, selbst Haendler von Elefanten- und Gorillafleisch! Und dies sind die grossen Herausforderungen! Wir haben hier eine Krise und die Situation fuer Gorillas wird nicht besser. Waehrend der vergangenen Jahre haben wir verschiedene Methoden ausprobiert. Erziehung, Sensibilisierung der Gemeinden und Regierungskonferenzen, doch dies alles hat uns nicht weitergefuehrt. In Kamerun haben wir unser Rhino verloren und werden wahrscheinlich Auch unsere Loewen verlieren und die Situation fuer die Grossaffen verschlechtert sich mehr und mehr. In anderen Laendern ist die Situation fuer die Grossaffen noch schlechter. Wenn wir die Grossaffen retten wollen, muessen wir statt der Konferenzen was ganz anderes tun: Weniger Reden und mehr Handeln!

    Und hier ein faszinierendes Video, welches Ofir Drori bei der Rettung eines Gorilla-Babies zeigt:

    Liebe Gruesse an alle – Eure Siraganda im Tierschutz

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