Verbände fordern Schmerz-Leidens-Obergrenze bei Tierversuchen

Gegen Tierversuche

 Anlässlich des heutigen und Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche fordern die drei bundesweiten Organisationen TASSO, Ärzte gegen Tierversuche und Bund gegen Missbrauch der Tiere mit ihrer aktuellen Kampagne „Schwimmen bis zur Verzweiflung“ ein Verbot qualvollster Tierversuche. Entgegen dem Willen der EU sind in deutschen Laboren besonders grausame Tierversuche ohne jegliche Leidensbegrenzung immer noch erlaubt.

tierversucheFoto: © Ärzte gegen Tierversuche

„So dürfen zur vorgeblichen Depressionsforschung Mäuse und Ratten mit perfiden Versuchsmethoden in den Zustand völliger Hilflosigkeit und Verzweiflung bis hin zur Selbstaufgabe getrieben werden“, erklärt Dr. Cristeta Brause, Kampagnenleiterin Tierversuche bei TASSO. Schon die Namen einiger Versuchsmethoden wie „Verzweiflungstest“ oder „Erlernte Hilflosigkeit“ lassen erahnen, was die Tiere erleiden müssen: Sie werden gezwungen, so lange zu schwimmen, bis sie vor Erschöpfung und Verzweiflung die Hoffnung auf Rettung aufgeben und ihre Schwimmbewegungen einstellen. Oder sie werden zu unvorhersehbaren Zeitpunkten über das Käfigbodengitter mit Elektroschocks traktiert, bis sie resigniert nicht mehr wegspringen und die Stromstöße nur noch über sich ergehen lassen.

„Diese und weitere extrem qualvollen Tierexperimente wie Bestrahlungen oder Vergiftungen mit Todesfolge, Organtransplantationen mit Abstoßungsreaktionen, das Hervorrufen von besonders aggressiven Tumoren oder die Immobilisation von Tieren zur Erzeugung von Magengeschwüren können nach Vorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie verboten werden, womit eine Schmerz-Leidens-Obergrenze eingeführt werden soll, ab der ein Tierversuch nicht mehr durchgeführt werden darf“, erläutert Dipl.-Biol. Silke Strittmatter, Pressesprecherin der Ärzte gegen Tierversuche. Deutschland habe jedoch im Jahr 2013 bei der Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht ein Schlupfloch genutzt, um dieses grundsätzliche Verbot schwerstbelastender Tierversuche zu umgehen.

„Damit hat Deutschland nicht nur die Chance zur Einführung einer Leidensbegrenzung für Tiere, die in Tierversuchen verwendet werden, wieder einmal vertan, sondern auch das im Grundgesetz verankerte Staatsziel Tierschutz missachtet, wie zwei Gutachten renommierter Rechtsexperten belegen“, betont Karsten Plücker vom Bund gegen Missbrauch der Tiere.

Advertisements

3 Kommentare zu “Verbände fordern Schmerz-Leidens-Obergrenze bei Tierversuchen

  1. Eine Obergrenze ist selbstverständlich ein Mindestziel.
    Ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, was in einem intelligenten Menschen vorgeht, wenn er die geschilderten Versuche durchführt.
    Ist es Hass auf alle anderen Lebewesen? Ist es völlige Empathieunfähigkeit?
    Auf jeden Fall finde ich solche Menschen wirklich gruselig. In meinen Augen sind es Psychopathen.
    Aber auch die Politiker oder Wissenschaftler, die solche Versuche immer noch erlauben, sind tun etwas sehr Grausames – und wahrscheinlich dringt es nicht einmal in ihr Bewusstsein, wie schrecklich solche Versuche sind.
    Ich kann nur hoffen, dass all diesen Menschen die Augen und Herzen geöffnet werden.
    Ob die Obergrenze durchgesetzt werden kann?
    Zur Zeit offenbar nicht.

    • Da kann ich dir nur zustimmen Natur Freundin!
      Diese Frage beschäftigt mich ebenfalls – was geht in diesen Menschen vor, wie kaltblütig muß man sein! Ich bin der Überzeugung, dass Menschen, die solche Versuche an Tieren durchführen, auch in der Lage sind, anderen Menschen Leid zuzufügen. Diese Menschen würden – mal in die 30er Jahre zurückversetzt – sicherlich auch der Vernichtung sogenannter minderwertiger Menschen zustimmen.

      Was geht in diesen Köpfen vor, wenn sie Auge in Auge z.B. einem leidenden Affen bei vollem Bewußtsein den Kopf aufsäbeln? Ebenso vollkommen unverständlich das ewige Leid in der Massentierhaltung. Wie kann jemand ein Schwein in einem Kastenstand über Monate einsperren? Das können nur emphatielose Monster sein.

      Das Interesse an der Wissenschaft kann nicht über dem Leben stehen!
      Bevor man an der Heilung vieler Krankheiten herumdoktort, sollte man eher die Ursachen dieser meist Mensch-gemachten Krankheiten erforschen. Aber da muß man gar nicht lange forschen, sondern einfach die Natur zurück in´s Leben der Menschen lassen.

      Aber was machen die Menschen? Hier mal ein klitzekleines Beispiel: Kuhmilch.
      Bei vielen Menschen verursacht dieses für kleine Kälber gedachte Getränk Magenschmerzen. Aber anstatt auf dieses für Menschen minderwertige Lebensmittel einfach zu verzichten, trinkt man eben Laktosefreie Milch. Das muß man sich mal vorstellen, da verursacht Kuhmilch im Menschenmagen Schmerzen, weil sein Magen sagt: Du verträgst keine Milch, weil diese Milch nicht für dich ist. Was macht der Mensch? Er stellt laktosefreie Milch her…..

  2. Verbrecher, welche an wehrlosen und unschuldigen Tieren solche monstroesen ‚Versuche‘ machen, gehoeren bestenfalls lebenslang hinter Ginter und schlimmstenfalls an die Wand! Da hab ich weder Empathie noch irgendein menschliches Gefuehl fuer solchen zweibeinigen Muell, der die ehrliche Wissenschaft faelscht, indem er sich in der kriminellen Gosse waelzt, Auch wenn sein Kittel Weiss ist! Es ist schaendlich und ein Zeichen primitivster Rueckstaendigkeit, wenn ein Land erst ueber solche Dinge wie ‚Schmerz-Leidens-Obergrenze‘ ueberhaupt diskutieren muss – das ist Terrorismus und Nazitum in Reinkultur, ohne wenn und aber!!! Dafuer brauch ich keinen Spucknapf, sondern geb’s denen direkt in die verbrecherische Visage. Punkt!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s