Siraganda: Wer hat denn an der Uhr gedreht? (4)

Ganz spezielle Primitivlinge der Gattung Mensch, welche mit der ihnen zugemessenen kostbaren Zeit nichts vernuenftiges anzufangen vermoegen, froenen wohlbekannten grausamen ‚Sportarten‘ wie dem Hahnenkampf, Hundekampf, Baerenhatz, Stierkampf oder der Jagd! Diese letzteren sehen sich als ‚Heger‘ und ‚Pfleger‘ der Natur, da ja, nachdem die Beutejaeger alle ausgerottet sind, der Mensch angeblich das ‚Gleichgewicht in der Natur‘ halten muss. Dass es aber bei diesem ganz speziellen feigen Blutsport hauptsaechlich um Trophaenjagd und das Vergnuegen am Toeten geht, wie mir schon so manch ein eifriger Jaeger versicherte, und die Waldtiere extra gefuettert werden, zwecks erstens Anlocken und zweitens intensiverer Vermehrung ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Was es nun mit diesem angeblichen ‚Gleichgewicht‘ auf sich hat, darauf werde ich gleich zu sprechen kommen. Besonders grausam ist die Jagd zu Pferd, wo die sogenannte ‚Chasse à Cours‘ eine ganz besonders feige Variante des Zutodehetzens des Opfers stellt. Ich weiss nur, dass der Mensch die gesamte Natur total aus dem Gleichgewicht gebracht hat und dadurch die verschiedenen Spezies nicht mehr leben koennen, wie es fuer sie vorgegeben war. Es gibt aber heute Moeglichkeiten, den Tieren Tabletten und Spritzen zu verabreichen, damit sie sich nicht vermehren koennen, also ist das Argument der ‚Uebervoelkerung‘ einer Gattung hier unbegruendet, denn uebervoelkert ist der Planet hoechstens durch eine Gattung: den Menschen.

Somit ist der Taeter Mensch die einzige mir bekannte Spezies, welche zum Spass toetet, wobei z.B. das Ausgraben bestimmter Tiere, wie Fuechse, Dachse und Waschbaeren zum Feigsten und Verwerflichsten gehoert, was sich der zweibeinige Parasit zu Schulden kommen laesst. In die Wohnung eines Lebewesens eindringen, um es abzuschlachten – und dazu schwingt die Kirche den Wedel – ist die schaendlichste Untat unter der Sonne. Dieser Frevel, begangen von einem Wesen, welches sich fuer das intelligenteste auf Erden haelt, gibt Zeugnis vom Charakterlumpen Mensch, der mit Jagdhornschall und kirchlichem Hubertus-Klimbimborium als Monster durch die Lande zieht und dem nichts heilig ist, wie unten stehendes Bild uns graphisch vor Augen fuehrt:


Dass aber nicht alle Menschen so sind, dafuer stehen, stellvertretend fuer viele, die beiden nachstehenden Persoenlichkeiten, welche beide seit Jahren unermuedlich fuer die Tiere ihre Stimme erheben – und beide sind sehr aktive Mitglieder in der http://www.league.org.uk/ – der Liga gegen grausamen Sport!

Es gibt wohl keine wichtige Tierschutz-Organisation, bei welcher diese beiden grossen Maenner nicht vertreten waeren und ich moechte ihnen beiden dafuer ein herzliches Dankeschoen sagen! Diesen Dank kann man schwerlich in Worte fassen, denn wenn einem warm ums Herz wird, wenn man an einen bestimmten Menschen denkt, so ist das Liebe, Dankbarkeit und Liebe – und immer dann bin ich sehr froh, denn ich habe in mir drin die Gewissheit, dass meine Gefuehle fuer den Echtmenschen noch nicht erloschen sind! Und dies bedeutet einen Ansporn fuer mich, unverzagt weiterzumachen und die Flinte nicht ins Korn zu werfen!


Die Libelle:

Der Jahresrhythmus der Libellen wird durch ihr „Doppelleben“ im Wasser und an Land bestimmt. Wie das Jahr für die einzelne Libelle aussieht ist von Art zu Art unterschiedlich. Manche Arten überwintern als Ei, die meisten als Larve im Gewässer. Nur zwei Arten, die als Winterlibellen bezeichnet werden, überstehen den Winter als Flugform. Aber alle Libellen durchlaufen in ihrer Entwicklung die gleichen Stadien: Ei – Prolarve – Larve – Libelle.

Die Art der Eiablage ist von Art zu Art unterschiedlich. So legen einige Arten ihre Eier im Tandem ab, bei anderen werden die Weibchen von den Männchern dabei „bewacht“ oder sie legen sie alleine ab.

Bei den Unterordnungen der Groß- und Kleinlibellen ist hin zu den höher entwickelten Familien (Prachtlibellen – Schlanklibellen bzw. Edellibellen – Segellibellen) die Tendenz festzustellen, dass das Weibchen gemeinsam mit dem Männchen seine Eier ablegt. Bei den Großlibellen scheint der Trend der Evolution von der sitzenden zur fliegenden Eiablage zu gehen. Beide Tendenzen bedeuten einen verbesserten Schutz der Eier legenden Weibchen vor möglichen Feinden. Außerdem hat die Begleitung durch das angekoppelte Männchen den Vorteil, dass das Weibchen vor weiteren Partner suchenden Männchen „geschützt“ ist.

Ganz besondere Aufmerksamkeit verdient die Paarung der Libellen:

Vor der Paarung muss das Männchen seinen Begattungsapparat zunächst mit Sperma füllen, da dieser nicht mit der männlichen Genitalöffnung verbunden ist. Zu Beginn der Paarung bilden Männchen und Weibchen dann eine Paarungskette – dabei greift das Männchen das Weibchen mit der Zange aus seinen Hinterleibsanhängen am Kopf (bei den Großlibellen) bzw. an der Vorderbrust (bei den Kleinlibellen). Die Hinterleibsanhänge der Libellenmännchen sind hierfür genau an den Körper des artgleichen Weibchens angepasst, so dass sie genau in die entsprechenden Vertiefungen und Vorsprünge passen.

Dies nennt man das „Schloss und Schlüssel Prinzip“. Das Weibchen biegt sich daraufhin nach vorne und berührt mit seiner Geschlechtsöffnung den Samenbehälter des Männchens. Dabei bilden die beiden Libellen das sogenannte „Paarungsrad“. Diese herzförmige Figur wird im französischen etwas romantischer als „Coeur d’Amour“ (Herz der Liebe) bezeichnet.

Siehe auch: „Jahres- und Lebensrhytmus der Libellen“ auf bund.net


Und hier als Zugabe noch ein sehr gelungenes Bild,
welches viele bekannte vegetarische und vegane Persoenlichkeiten zeigt!
Kennt Ihr sie alle?

Liebe Gruesse von Siraganda

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16 Kommentare zu “Siraganda: Wer hat denn an der Uhr gedreht? (4)

  1. Lieber Wolodja,

    Auch heute bin ich wieder froh, bei Dir auf dem Blog etwas zum Tierschutz beisteuern zu koennen, denn der geistige Schatz, welcher bei mir noch vergraben liegt ist doch sehr beachtlich – und noch viele Tiere, zwei- und vierbeinige, die ganze Natur moechte noch gehoert werden! Wie weit wir damit kommen, wird die Zukunft zeigen. Ich bin mir zwar sicher, dass es welche gibt, die mehr leisten als ich – aber ebenso sicher Weiss ich, dass es welche gibt, welche in ihrem Leben fuer Tier und Natur gar nichts leisten. Also lieber ein kleiner stetiger Schritt in die richtige Richtung, als ein Leben lang auf der Stelle treten! Und dabei bist Du lieber Wolodja, mir eine grosse moralische Stuetze, Die Zeit laeuft, sie bleibt nicht stehn – und gemeinsam fuer die Tiere durch die Zeit zu gehn ist doch sehr viel zuversichtlicher, als diesen denkwuerdigen Gang alleine zu gehen!

    Ich danke Auch allen Freunden, welche diesem Blog die Treue halten und immer wieder Kommentare aufsetzen – dies ist eine wahre Bereicherung fuer die Tiere und uns alle!

    Liebe Gruesse an alle von Eurer Siraganda im Tierschutz

    • Liebe Siraganda,
      danke für Deinen Kommentar, in dem Du allerdings etwas vergessen hast, was ich hiermit nachholen möchte, denn auch Dir gebührt viel Anerkennung dafür, dass Du diesem Blog die Treue hälst und andererseits sind und bleiben selbstverständlich auch alle Deine Beiträge eine wahre Bereicherung für diesen Tierschutzblog und alle seine Leser!
      MfG – Wolodja

  2. Siraganda: „…denn uebervoelkert ist der Planet hoechstens durch eine Gattung: den Menschen!“

    Das ist unumstrittene Wahrheit, wird aber vom Großteil der Menschen (auch vieler Tierschützer) ignoriert, mit fatalen Folgen!

  3. Wunderbar, Siraganda, daß Du auf Libellen hinweist! Da kann ich mitreden, bin ein Libellenfan, sowohl theoretisch, wie praktisch, letzteres durch „meine“ Libellen, die meinen Gartenteich bereichern, sogar die seltenen Grünen Keiljungfern:

    http://barrynoa.blogspot.de/2012/10/rettung-von-zwei-libellen.html
    http://barrynoa.blogspot.de/2013/06/die-grune-keiljungfer-und-das.html
    http://barrynoa.blogspot.de/2014/11/warwick-goble-1862-1943-libellenzauber.html
    http://barrynoa.blogspot.de/2012/05/badegast-im-gartenteich.html

    • Lieber Bernd,
      ganz herzlichen Dank fuer die wunderbaren Hinweise! Habe eben Deinen Blog besucht und viele Kostbarkeiten entdeckt – Auch das Bild von Warwick Goble, von dem ich eine spezielle Bildersammlung runtergeladen habe! Das Zitat von Heinz Erhardt ist sehr schoen – er war Auch ein Tierschuetzer!

      Die handzahmen Libellen sehe ich in dieser Weise das allererste Mal – da sollte wirklich jeder mal bei Dir reinschauen, denn das lohnt sich!

      Liebe Gruesse an Dich von Siraganda im Tierschutz

  4. Sag mal, Siraganda, ging es Dir auch so wie mir, daß Dir als Kind/Jugendliche durch den großartig populär schreibenden Entomologen Jean-Henri Fabre, die Welt der Insekten erst so richtig ans Herz gelegt wurde? Für mich war dieses kleine Büchlein (http://barrynoa.blogspot.de/2009/04/bn-und-jean-henri-fabre.html) von Fabre wie eine Erleuchtung und ich bedauerte es, daß ich als damals 14jähriger Jugendlicher kein französisch lesen konnte und ich nur auf ein paar wenige deutsche Übersetzungen seiner Bücher angewiesen war. Es war tatsächlich so, daß ich erst nach Lektüre dieses kleinen Büchleins mich für Insekten interessierte und mich für Hummeln, Grillen und Heupferdchen (die mochte ich besonders und sie waren in meiner Heimat damals stark verbreitet, was jetzt nicht mehr der Fall ist) auch emotional einnahm und immer noch einnimmt.

    Erst vor ein paar Tagen freute ich mich, daß die seit vielen Jahren in meinem alten Sessel auf der Terrasse heimische Hummel wieder da war, den Winter gut überstanden hatte. Ein Besucher, mit dem ich auf der Terrasse saß, ein angeblicher Tierfreund (nur Hundefreund!), der war über die Hummel erschrocken und wollte sie durch Schlagen einer Zeitung wegscheuchen und konnte gar nicht verstehen, daß ich darüber verärgert war und ich ihm das verbot. Besonders regte ihn auf, daß ich folgendes sinngemäß zu ihm sagte: „Die Hummel hat hier ihr zuhause, Du und Dein Hund seid nur zu Gast hier!“ Solche Schmalspur-Tierfreunde muß man klar in die Schranken verweisen.

    Was ich bei vielen Beiträgen und Kommentaren vermisse, das sind persönliche Erlebnisse mit Tieren. Also mich und bestimmt auch viele andere Leser sprechen persönliche Erlebnisse mehr an, als wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Texte aus zweiter Hand, das wirkt immer zu theoretisch. Also in Bezug auf Deinen, ansonsten sehr fundierten Libellentext, hätte ich gern mehr über Deine in Deinem Ort, Deinem Garten, Deiner Landschaft, lebenden Libellen erfahren, welche Arten dort leben und was Du für Erlebnisse mit Ihnen hattest. Ist es nicht so, daß erst persönliche Kontakte zu Tieren einen emotional für Tiere interessieren? Ehrlich gesagt, hätte ich nie mich groß für Pinselkäfer interessiert, aber durch den gebänderten Pinselkäfer, den ich erst gar nicht bestimmen konnte, den ich in meinem Garten fand, da wurde mein Interesse geweckt, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2012/05/ein-unbekanntes-insekt-auf-der-blute.html und http://barrynoa.blogspot.de/2012/05/ein-gebanderter-pinselkafer-auf-der.html

    Persönliche Berichte und Fotos sind sehr rar, nicht nur von Dir, Siraganda, auch von Wolfgang und anderen Mitstreitern hier. Warum? Ist es die Scheu mit Banalitäten aufzuwarten? Das würde mich nicht stören, auch wenn es „nur“ ein nicht seltener Admiral ist, dem man begegnet, siehe z.B.: http://barrynoa.blogspot.de/2013/08/besuch-eines-admirals.html , das ist mir wert es anderen mitzuteilen. Die Hemmungen persönliches mit Tieren hier in Wolodjas Blog mitzuteilen ist groß, scheint mir! Also ich würde mich über derartige Berichte unbd Fotos mehr freuen, als über Berichte aus zweiter Hand, so würde mich schon sehr interessieren, was die Hühner die ganze Zeit für ein Leben geführt haben, nachdem Du Sie auf dem Weihnachtsmarkt freigekauft hattest. Auch könnte doch jeder mal berichten, was „seine“ Insekten so machen. Es hat doch nun fast jeder Tierfreund ein kleines Insektenhotel, mindestens am Fenster sogar im 5. Stock, angebracht und mich würde schon interessieren, wer da eingezogen ist, ob auch nur Wildbienen, wie bei mir (http://barrynoa.blogspot.de/2014/04/mein-kleines-insektenhotel.html) oder welche anderen Insekten.

    Zurück zu Deinem wunderbar fundiert geschriebenem Libellen-Vortrag, siehe: https://wolodja51.wordpress.com/2016/04/17/siraganda-wer-hat-denn-an-der-uhr-gedreht-3/#comments, da habe ich eine Frage/Anmerkung zu.

    Siraganda: „Bei den Großlibellen scheint der Trend der Evolution von der sitzenden zur fliegenden Eiablage zu gehen. Beide Tendenzen bedeuten einen verbesserten Schutz der Eier legenden Weibchen vor möglichen Feinden.“

    Meinst Du, daß es ein Vorteil für die Libellen ist, von der sitzenden zur fliegenden Eiablage zu gehen, dies eine Verbesserung durch die Evolution ist? Also ich habe schon ein paar mal beobachtet, daß gerade dann die Libellen Opfer von Freßfeinden wurden. Waren diese meine Beobachtungen Ausnahmen? Du scheinst mir da mehr in der Materie bewandert zu sein, also ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

    Gruß, Gruß!

    • Hallo Bernd,
      vielen Dank für Deinen umfangreichen und teilweise auch etwas kritischen Kommentar betreffs des Mangels an persönlichen Fotos und Erlebnissen mit Tieren hier in diesem Blog. Lasse mich hierzu bitte nur eines anmerken:

      Selbstverständlich findet man in Deinem Blog vielerlei Beiträge über Deine ganz persönlichen Erlebnisse und auch Erfahrungen mit Tieren. Auch diesbezügliches Fotomaterial ist in Deinem Blog reichlich vorhanden. In meinem Blog hingegen bin ich weniger bestrebt und darauf ausgerichtet, die Leser auf meine persönlichen Erlebnisse und Begegnungen mit Tieren aufmerksam zu machen, sondern vorrangig Aufklärung zu betreiben, die Menschen wachzurütteln und die Verbrechen der Spezies Mensch gegenüber der Tierwelt anzuprangern und unter Anklage zu stellen. Und in diesem Sinne sind mir auch stets Beiträge, Artikel und andere geistreiche Abhandlungen hinsichtlich tierschutzrelevanter Thematik aus sogenannter „zweiter Hand“ herzlich willkommen. Und in diesem Zusammenhang würde ich den Tieren und dem Tierschutz-Gedanken ganz sicherlich auch alles andere als einen guten Dienst erweisen, wenn ich die vielen unbedingt lesenswerten und wichtigen Artikel grossartiger Tierfreunde und Tierrechtler dank meines Blogs nicht aufnehmen und somit weiterverbreiten würde.

      Kurzum: Unsere beiden Blogs sind inhaltlich und auch von ihrer Zielsetzung her eben nicht ein und dasselbe. Während Du viel Wert darauf legst, in Deinem Blog viel Persönliches über Dich selbst, über Deine Hobbys und Interessen und letztlich auch über Deine ganz persönlichen Erlebnisse mit Tieren zu berichten, ist mein Blog leider weniger bunt und vielfältig und letztlich vordergründig ein Blog, der „Für die Freiheit und das Leben aller Tiere“ plädiert. Die Spinne an meiner Wand, der Spatz in meinem Garten oder auch meine Nicky, die auf einer Wiese ein Mäuschen zu fangen versucht oder beim Sichtbarwerden einer Katze umgehend aus ihrer Fassung gerät – dies alles wäre natürlich auch einmal einen Beitrag mit dazugehörigen Fotos wert, aber solange der Ordner auf meiner Festplatte mit vielen darin gespeicherten und wichtigen Tierschutz-Artikeln aus allen seinen Nähten platzt, müssen derartig persönliche Beiträge und Berichte leider ins Wartezimmer geschickt werden.

      Mit lieben Grüssen an Dich – Wolodja

  5. Lieber Bernd,

    mal zuerst ganz herzlichen Dank fuer Deinen sehr ausfuehrlichen und liebevoll zusammengestellten Text, auf den ich teilweise direkt und teilweise in spaeteren Sonntags-Berichten eingehen moechte! Und damit alle angesprochenen Dinge zu ihrem Recht kommen, muss ich da wiederum mein Antwortschreiben etwas gliedern:

    Zuerst mal zum Thema Insekten: Es ist wahr, ich bin ein grosser Insektenfreund und mir haben es vor allem die Spinnen angetan, mit welchen ich mein Haus teile! Dies sind naemlich sehr ordnungsliebende und hoch interessante Tiere, welche meine Kenntnisse ueber die Insektenwelt sehr gesteigert haben! Ich werde in einem zukuenftigen Vortrag ausfuehrlich darueber berichten – und Auch ueber alle anderen Tiere, welche mein Leben teilen, denn der dritte Teil meines oben begonnenen Vortrages ist ja noch im Kommen, dann wirst Du alles ueber meinen Sieben-Voelker-Staat erfahren! Bezueglich der Libellen hatte ich letzten Sommer ein sehr beeindruckendes Erlebnis! Ich fand naemlich eine wunderbar in allen Farben schillernde tote Libelle auf dem Trottoir, hob sie auf und legte sie bei mir nieder (dies tat ich ja seinerzeit Auch mit einer Taube, die dann aber bei meiner Rueckkehr munter herumspazierte und also gar nicht tot war). Darueber existiert auf dem Wolodja-Blog ein Vortrag von mir und Auch ueber meine Maeuse, welche der liebe Wolodja bei naechster Gelegenheit sicher Dir zuliebe verlinken wird. Nun wieder zur toten Libelle! Also nach einer Stunde musste ich sie in die Erde legen, denn der ganze wunderbare Farbenregen war erloschen und sie war kohlrabenschwarz! Wir haben in den hiesigen Gewaessern auch ganz spezielle kleine blaue Libellen, sehr schoen anzusehn! Ueberigens Libellen sind immer gefaehrdet, denn sie haben ja keinen Stachel, um sich zu wehren, aber die groesste Gefahr kommt vom Durchgangsverkehr, dessen Wind so manche Insekten unter die Raeder fegt – Schmetterlinge genauso wie Bienen etc.

    Mit einem unlieben Nachbarn hatte ich ein aehnliches Erlebnis bezueglich einer Hummel, der diese einfach zertreten hatte, nachdem er sie grob von der Schulter seiner Frau wischte! Ich sagte ihm offen, dass dieses Tier Auch gerne gelebt haette und dass ich ihn nicht moege, inzwischen sprechen wir eh nicht mehr miteinander! Mein anderer direkter Nachbar, welcher mir ja den Garten bepflanzt, hat ein Bienenhaus dort, worueber ich frueher schon berichtet hatte!

    Und nun zu den Vortraegen: also da Du einer der wenigen bist, welche sich interessiert ZEIGEN, ueber das was geschrieben wird, kann ich natuerlich in Zukunft schon vermehrt ueber mich persoenlich und mein ‚tierreiches Umfeld‘ berichten, aber wie Wolodja bereits gesagt hat, ist dieser Blog vor allem ein Tierschutz-Blog, so wie Du ja Auch ein Tierschuetzer bist und wie Du vielleicht bereits gemerkt hast, habe ich nun, weil sehr viel Material ansteht, jeden Vortrag in mehrere Kapitel eingeteilt, damit noch mehr zur Sprache kommt, als bisher!

    Wichtig ist jedenfalls das Unterkapitel ‚Tierschutz allgemein‘! Dann kommen die ‚Rainbow Warriors‘, also bekannte Tierschuetzer, welche wir vorstellen, hier koennte ich allerdings bei meinen zukuenftigen Aufsaetzen abwechslungsweise was Persoenliches bringen, wenn Dir das gefaellt, denn in Ermangelung der Reaktion von anderen Lesern, nehme ich eben halt auf denjenigen Ruecksicht, der sich meldet, und das bist ja dann Du! Hier habe ich noch eine Frage an Dich: Ich habe einen Bericht geplant ueber Huehnervoegel und haette Dir gerne ein paar Zeilen gewidmet mit einem Foto von Dir mit der Henne! Bist Du damit einverstanden? Was mich ebenfalls sehr betroffen hatte, war das sehr traurige Erlebnis mit Deiner Taube – darueber moechte ich Auch ein paar Worte schreiben! Aber ich kann nicht alles auf einmal machen und Geduld ist angesagt, denn ich habe eine Datei von abertausenden von Unterlagen und Bildern, alle sehr wichtig – aber es kommt! Aber beim Schreiben ist es wie mit der Malerei: es sollte nicht nach bestimmten Dingen gedraengt werden, denn ich muss schreiben, was mich im jeweiligen Moment des Schreibens am meisten selbst draengt, egal um welches wichtige Anliegen es sich handelt, denn wenn ich mich gedraengt fuehle, wird es eben weniger gut, deshalb ist es ratsamer, den richtigen Moment abzuwarten, was den Vorteil hat, dass jederzeit was noch aktuelleres eingefuegt werden kann, wie zb jetzt das mit der Taube, was vorher noch nicht auf dem Plan war!

    Und dann habe ich eben ein spezielles Kapitel den sogenannten Spezialisten im Tierreich eingeraeumt, welches Dir besonders gut gefaellt – und das ich weiterfuehren werde, denn dort kommen noch erstaunliche Dinge! Der kleine Bonus am Schluss erlaubt es mir jeweils, noch irgendwas aufzusetzen, das ebenfalls der Muehe wert ist, gesagt zu werden und sonst nirgendwo untergebracht wird! Also ich bin gespannt darauf, von Dir zu hoeren und sende Dir inzwischen ganz liebe Gruesse aus Frankreich!

  6. Siraganda: „Aber beim Schreiben ist es wie mit der Malerei: es sollte nicht nach bestimmten Dingen gedraengt werden, denn ich muss schreiben, was mich im jeweiligen Moment des Schreibens am meisten selbst draengt, egal um welches wichtige Anliegen es sich handelt, denn wenn ich mich gedraengt fuehle, wird es eben weniger gut, deshalb ist es ratsamer, den richtigen Moment abzuwarten, was den Vorteil hat, dass jederzeit was noch aktuelleres eingefuegt werden kann, wie zb jetzt das mit der Taube, was vorher noch nicht auf dem Plan war!“

    Auf keinen Fall will ich Dich drängen, schreib wann Du in der richtigen Stimmung bist. Trotzdem freue ich mich, daß Du das mit den Hühnern nicht vergessen hast und ich bin auch auf die anderen Beiträge gespannt. Das Foto von mir mit einem Huhn von mir, das darfst Du verwenden, erteile Dir die Genehmigung. Sehr richtig, das Du das anfragst, denn ohne Genehmigung kann eine Bildverwendung teuer werden, wenn eine Abmahnung kommen sollte. Aber mit diesem Kommentar hier von mir, da bist Du auf der sicheren Seite.

    So jetzt werde ich mir die beiden Links mit Deiner Maus und Deiner Taube zu Gemüte führen! Zum ausführlichen Schreiben fehlt mir derzeit die Zeit, Wolfgang weiß was ich alles zur Zeit am Halse habe. Auch wenn es nicht negative Dinge sind, so halten sie mich aber vom Schreiben, auch meines eigenes Blogs ab.

    Liebe Grüße
    Bernd

  7. Die beiden Links „zu Gemüte führen“, schrieb ich eben in meinem Kommentar! Beide Geschichten gingen wirklich ans Gemüt und empfehle jedem Leser hier, die beiden Links aufzurufen! Daß es genug Menschen mit einem Herzen aus Stein gibt, dies zeigten die Taubenjäger in der damaligen Schweiz, wie sie Siraganda beschrieb. Aber auch in der Gegenwart gibt es genug minderwertige Menschen, die sogar den Tod von Tieren amüsant finden und sich über den Tod einer Taube lustig machen. Menschlicher Abschaum!

    Aus der Einleitung des Buches:
    “Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka”

    “In Gedanken hielt Herman eine Lobrede auf die Maus, die ein Stück ihres Lebens mit ihm geteilt hatte und seinetwegen aus der Welt geschieden war. “Was wissen sie schon, all diese Gelehrten, diese Philosophen, die Führer der Welt, über dich und deinesgleichen? Sie haben sich eingeredet, der Mensch, der schlimmste Übeltäter unter allen Lebewesen, sei die Krone der Schöpfung. Alle anderen Kreaturen seien nur erschaffen worden, um ihm Nahrung und Pelze zu liefern, um gequält und ausgerottet zu werden. Ihnen gegenüber sind alle Menschen Nazis; für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.”

    Isaac Bashevis Singer, (1904-1991) “The Letter Writer”

  8. Lieber Bernd,

    vielen Dank fuer Deine Worte und das gruene Licht fuer das Foto und die kommende Widmung! Freue mich drauf!

    Bis dann alles Liebe – Siraganda

  9. Liebe Siraganda, bestimmt hattest Du meine beiden Fragen in meinem Kommentar vom 23. April 2016, 9.08 Uhr, überlesen. Ich bringe Sie deshalb noch einmal an, da mich das wirklich interessiert.

    Sag mal, Siraganda, ging es Dir auch so wie mir, daß Dir als Kind/Jugendliche durch den großartig populär schreibenden Entomologen Jean-Henri Fabre, die Welt der Insekten erst so richtig ans Herz gelegt wurde? Für mich war dieses kleine Büchlein (http://barrynoa.blogspot.de/2009/04/bn-und-jean-henri-fabre.html) von Fabre wie eine Erleuchtung und ich bedauerte es, daß ich als damals 14jähriger Jugendlicher kein französisch lesen konnte und ich nur auf ein paar wenige deutsche Übersetzungen seiner Bücher angewiesen war.

    Zurück zu Deinem wunderbar fundiert geschriebenem Libellen-Vortrag, siehe: https://wolodja51.wordpress.com/2016/04/17/siraganda-wer-hat-denn-an-der-uhr-gedreht-3/#comments, da habe ich eine Frage/Anmerkung zu.
    Siraganda: „Bei den Großlibellen scheint der Trend der Evolution von der sitzenden zur fliegenden Eiablage zu gehen. Beide Tendenzen bedeuten einen verbesserten Schutz der Eier legenden Weibchen vor möglichen Feinden.“
    Meinst Du, daß es ein Vorteil für die Libellen ist, von der sitzenden zur fliegenden Eiablage zu gehen, dies eine Verbesserung durch die Evolution ist? Also ich habe schon ein paar mal beobachtet, daß gerade dann die Libellen Opfer von Freßfeinden wurden. Waren diese meine Beobachtungen Ausnahmen? Du scheinst mir da mehr in der Materie bewandert zu sein, also ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

    Viele liebe Grüße

    von Bernd

  10. Lieber Bernd,
    einmal mehr vielen Dank fuer Deine Zeilen!
    Bezueglich Jean-Henri Fabre, dessen Name ich schon frueher gehoert hatte, muss ich gestehen, dass ich mich mit ihm noch nicht zu intensiv befasst hatte, habe dies aber nun nachgeholt! Sicherlich ist er ein sehr vorzueglicher und interessanter Wissenschaftler, Schriftsteller und Paedagoge, es ist mir irgendwie, dass ich in fruehen Jahren ebenfalls von ihm hoerte, da ja das Haus, in welchem ich gross wurde, voller Buecher war, bis unters Dach, da ja meine Tante Schriftstellerin und Dichterin war! So zirkulierten natuerlich zahllose Natur- und Tierschriften in unserer Familie und es kann gut sein, dass ich sein Buch in Haenden hielt – genauso wie Auch andere! Ich habe uebrigens heute noch die Totalausgabe des Werkes ‚Brehms Tierleben‘, welches natuerlich nach unseren heutigen Massstaeben nicht mehr zum Aktuellsten gehoert, aber doch ziemlich alt ist, ich nehme an, so an die hundert Jahre, ich muesste mal darin nachschauen!

    Die Insekten nahe gebracht hat mir eine andere Persoenlichkeit, und zwar die Malerin Sulamith Wuelfling, von der ich als Kind sehr viele Karten hatte, ich habe da noch andere Kinderbuecher und die sind Auch voll von solchen Bildern! Den Zugang zu den anderen Tieren brachte mir dann der Roman ‚Heimatlos‘ von Hector Malot! Davon habe ich Auch noch eine Ausgabe aus meiner Kindheit! Und natuerlich ‚Moi mein Mio‘ und ‚Die Brueder Loewenherz‘ von Astrid Lindgren!

    Bezueglich der Libellen ist es meines Wissens so, dass sie auf alle moeglichen Arten ihre Eier ablegen, wobei diejenige am meisten Schutz bietet, wo das Weibchen die Eier unter Wasser ablegt oder sitzend, wobei das Maennchen auf das Weibchen aufpasst.

    Nun noch was zu den kommenden Vortraegen! Ich tue mein bestes, die Sonntage so gestaltungsreich wie moeglich zu bringen, aber alles geht der Reihe nach, wie in Paris! Ich darf jetzt bereits ankuendigen, dass mit der Nr. 14 oder 15 das Reich der Huehnervoegel zur Sprache kommen wird, und dann (wenn alles klappt – ich bin kein Zauberer, waere schoen, denn dann wuerde ich zuerst alle Metzger und Vivisektoren wegzaubern) also wenn alles klappt wird dann eine Serie an die Reihe kommen ueber Huehner-Truten-Enten-Gaense und ihr Leiden und Leben, in dieser Reihe wirst auch Du dann vorkommen sowie Auch meine Huehner bei Chantal, Chantal selbst und Auch die anderen Tiere, die sie bei sich aufgenommen hat! Bis Numero 12 stehen die Vorträge bereits und Vortrag Nr. 13 ist eine Einführung zum Thema über den Tierschutz in Frankreich. So, jetzt hoffe ich, dass alles klar ist und sonst einfach wieder schreiben!

    Inzwischen ganz liebe Gruesse an Dich. Morgen kommt Chantal eine halbe Stunde zu mir, um das Notwendige zu besprechen, aber wir sollten auch verstehen, dass sie mit all den Huehnern, Ziegen, Schafen, Hunden, Pferden, Kuehen, Katzen und anderen Tieren wirklich nicht viel Zeit für weniger wichtige Belange zur Verfügug hat.

  11. Lieber Bernd,
    meine Tante ist Traegerin des grossen Schillerpreises, ihren Namen wird Dir Wolodja persoenlich mitteilen, weil ich Weiss, dass sie es nicht gerne gehabt haette, dass ich sie durchs Internet ziehe! Sie war sehr bescheiden und wehrte sich stets gegen jegliches Aushaengen nach aussen! Sie bat mich sogar einmal, ich solle sie in einem an jemanden geschriebenen Brief nicht erwaehnen! Ausserdem moechte ich mich wiederum nicht mit ihrer Beruehmtheit bruesten. Ihr Werk und mein Auftritt auf diesem Blog sollten nicht in Zusamenhang gebracht werden, denn da bin ich doch einige Nummern kleiner als sie!

    Bis bald und liebe Gruesse von Siraganda

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