Religion tötet – Teil 4

Gott in den Augen der Christenmenschen – ein Federfuchser der Urzeit

Ja, liebe Leser, allerspaetestens hier weiss ich, was mein Ex-Pastor denkt, falls er diese Zeilen lesen sollte: Ich sei hoffnungslos vom Teufel besessen! Dieser ist es auch, der Tag und Nacht in seinem Kopf herumspukt und den er mir einst geradezu graphisch an die Wand malte. Seine (und die Obsession vieler Kirchenvorsteher) ging und geht heute noch soweit, dass er den ihn umgebenden Duckmaeuschen suggeriert, der Gehoernte erfuelle ihr ganzes Dasein, speziell jene, welche Tiere verteidigen und gerne haben! So sei etwa sein Symbol der Regenbogen und er zeige sich oft in der Gestalt von Tieren! Dies ist kein Schlechtelaune-Witz, sondern eine alltaeglich gelebte Situation in reformierten Freikirchen, aber auch katholischen Gebetskreisen und unter Muslimen! Dem Teufel werden tierische Attribute zugeordnet – er hat Hoerner, Koerperhaare und einen Ziegenfuss! Dieses Fantasiegebilde ist nicht nur speziesistisch bis zum Gehtnichtmehr, sondern ebenso absurd wie die Vorstellung eines zuernenden, tobenden Gottes, welcher diesen gehoernten Teufel bekaempft und dereinst auf immer und ewig im Hoellenfeuer schmachten laesst! Ausserdem entspringt dieses krankhafte Bild der rassistischen Vorstellung, dass die Zigeuner, in deren westlichen Sprache Deubel Gott heisst, eine gehoernte Gestalt anbeten, die angeblich Teufel heisst! So kam dieses Wort in den westlichen Sprachgebrauch und entspringt einer krankhaften rassistischen Phantasie.

Aber wussten sie, dass es Zeiten gab, wo Tieren der Prozess gemacht und diese wie Menschen hingerichtet wurden – im Beisein von Praelaten und Pfaffen – und dass bei Hexenverbrennungen die Tiere stets mit den angeblichen Hexen mitverbrannt wurden – speziell Katzen! Es gab oeffentliche Hinrichtungen von Tieren, nicht bevor man ihnen Menschenkleider uebergezogen hatte! Ich selbst erlebte noch in der Schweiz, wie ein Freikirchler vor jedem parkenden Auto, an welchem er vorueberging, einen Satz in die Luft machte und anschliessend stampfend auf den Boden sprang! Ich fragte ihn, weshalb er dies tue und bekam prompt zur Antwort: Unter den Autos habe es oft versteckte Katzen – und es koenne sein, dass diese keine echten Katzen, sondern der Teufel waeren! Einst besuchte ich zur Beobachtung eine Zeitlang eine Freikirche und als dort ein Mann mit seiner Freundin (mit der er nicht verheiratet war) verkehrte, wurde er genoetigt, sich sofort trauen zu lassen und bis es soweit sei, nicht mehr in die Kirche zu kommen! Als er daraufhin wieder kam, sagte man ganz offen, diese Frau sei eine Hexe, worauf ich meinte, sie sei aber sehr nett! Daraufhin antwortete mir der zustaendige Diakon und das ist kein Scherz, er war bitter boese: ‚Du kannst nachts gerne mit ihr fliegen, wenn du willst‘! Und so erlebte ich noch viele abstruse Dinge bei Christen und Moslems, habe immer hingehoert und alles im Kopf behalten!

Was mir aber am meisten auffiel – und worueber ich zum Schluss noch eingehend zu Worte komme, ist folgende Sache, welche durchs Band weg in allen Kirchen jeder christlichen Konfession stets hartnaeckig wiederkehrt und offenbar bereits tiefe Wurzeln geschlagen hat:

Da ist doch immer wieder die Rede von den Schafen und dem guten Hirten, der sein Leben fuer sie laesst. Sagt man aber dann, dass da doch auch die Tiere dabei seien, wird mitleidig laechelnd abgewehrt: Nein, nein das sei doch nur symbolisch zu verstehen, denn nur die Menschen seien damit gemeint. Ebenso am Schluss des Lukas-Evangeliums, wo Jesus sagt: „Gehet hin und predigt das Evangelium ALLER KREATUR!“ Aber nein, das betreffe nur den Menschen, eine andere Lebensform sei da absolut nicht gemeint, heisst es da von Pfaffen und Adepten! Kehrt man die Sache aber um und sagt, dass bei der Schweineherde, in welche Jesus die Daemonen geschickt habe, zweibeinige Schweine damit gemeint seien, gibt es einen allgemeinen Kirchenaufruhr: „Auf gar keinen Fall, das war eine echte Schweineherde“. Und so machen sich diese Mega-Sekten Heinis selbst laecherlich und stellen ihre Schande sowie auch ihren krankhaften Speziesismus bloss.

Fatal hat sich dies allerdings die letzten zweitausend Jahre lang ausgewirkt, denn mittlerweile wird dieser geistesschwache Irrsinn auf der ganzen Welt gepredigt – und man sollte es nicht fuer moeglich halten – ein Grossteil der Weltbevoelkerung faellt darauf herein. Bei mir verfaengt dies inzwischen nicht mehr und ich habe allen Kirchen den Ruecken gekehrt, denn wer nicht angelogen und für dumm verkauft werden will, haelt sich von solchen Orten besser fern! Aber welch gefaehrliches Gift die Kirchen da verbreiten sieht man auch an folgendem Beispiel: Als ich einst auf dem ‚Ecorazzi‘-Blog ( http://www.ecorazzi.com/ ) einen Kommentar hinterliess wegen den grausamen und kriminellen Versuchen der US-Armee an Schweinen, da entgegnete mir doch ein Leser, dass diese ‚paar Schweine‘ doch voellig egal seien, wenn es darum ginge ‚unsere Boys‘ zu retten, Jesus habe ja auch die Daemonen in die Schweine geschickt! Dieses kriminelle Gift hat Mutter Kirche zu verantworten – und alles, was  damit absaufen wird, wenn die Menschenlast der Erdenmutter zu unertraeglich wird – und sie sich freischuettelt und sich des unliebsamen Parasiten entledigt! Denn wer hat ihn (den Menschen) denn zum Parasiten gemacht – doch jene Pharisaer und Pfaffen, die sich selbst fuer gerecht und herrlich halten, aber seit zweitausend Jahren nur im Trueben fischen und alles zur Suende erklaeren, ausser dem eigenen Schwachsinn, der eigenen Verantwortungslosigkeit und Empathielosigkeit, ohne dabei zu begreifen und wahrhaben zu wollen, dass genau diese Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit die eigentliche Sünde ist.

Solche und andere entsetzlichen Verbrechen sind fuer die heutige christliche Gesellschaft voellig normal. Jedes Organ, ob Kirche oder Staat, das zu einem solchen beispiellosen Frevel aber schweigt und ihn erlaubt und gutheisst, ist in sich selbst korrupt, dekadent und kriminell, denn diese Lebewesen haben ihr Leben nicht vom imaginaeren Grossgoetzen der christlichen Phantasieliteratur, aber offenbar gilt bei jenen Vertretern die Maxime: Alles nichtmenschliche Leben ist ja umsonst zu haben wie die Luft und das Wasser, aber ohne Geld singt man keine Messe – und da die Tiere kein Geld in der Tasche haben sind sie sowohl dem Staat als auch der Kirche scheissegal. Welch niedere Kraefte sind da am Werk!

Zweitausend Jahre Luegen und sanktionierte Ausbeutung – und heute haben wir einen halbtoten Planeten, dem es jeden Tag schlechter ergeht – sowie auch eine massakrierte und geknechtete Schoepfung und eine Menschheit, die unablaessig damit beschaeftigt ist, entsetztliche Kriege gegen Tiere und auch Menschen zu führen. Fazit: An ihren Fruechten sind sie zu erkennen!

Eure Siraganda

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3 Kommentare zu “Religion tötet – Teil 4

  1. Ja, lieber Wolodja,

    mit dem Durchlesen unseres Textes steigt in mir wieder die Erinnerung hoch – und es laeuft mir eiskalt den Ruecken hinunter (dazu laeuten hier in unserem Dorf eben die Kirchenglocken – das gibt mir noch den Rest). Allerdings tun sie dies nur jeden vierten Sonntag, denn das Tamtam macht im Bezirk die Runde, wegen mangelnder Beteiligung der Bevoelkerung (besser so).

    Einstweilen liebe und sonnige Gruesse an Dich und alle Freunde im Tierschutz – Eure Siraganda

  2. Es ist erschreckend wieviele Menschen immer noch an diesen Irrsinn von Himmel, Hölle, Gott und Teufel glauben und das in unserer doch angeblich so fortschrittlichen Zeit. Auch die Unreformierbarkeit aller Kirchen ist eine Schande. Du hast recht Siraganda: „Lasst uns die Religionen hinunterspülen!“

    Liebe Grüße
    Elke

  3. Siraganda:

    „Solche und andere entsetzlichen Verbrechen (Kükenschreddern) sind fuer die heutige christliche Gesellschaft voellig normal. Jedes Organ, ob Kirche oder Staat, das zu einem solchen beispiellosen Frevel aber schweigt und ihn erlaubt und gutheisst, ist in sich selbst korrupt, dekadent und kriminell….“
    Volle Zustimmung! Dem ist nichts hinzu zu fügen!

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