Die letzte Bitte

Von Daniela Böhm

Diese Geschichte ist tatsächlich geschehen.
Der einzige Unterschied zwischen Fiktion und Realität ist die Sichtweise, aus der sie erzählt wird.

Die letzte Bitte

Draußen ist es noch dunkel, als mich der Bauer herausführt. Es ist nicht das erste Mal, dass einige von uns um diese Zeit geholt werden. Im Stall entsteht eine große Unruhe, denn diejenigen, die fortkamen, kehrten niemals zurück. Der Bauer treibt mich mit einem Stock an, weil ich eine kleine Rampe hinauf soll. Ich tue es widerwillig. Ich möchte nicht fort und mein Leib ist schwer mit meinem Kleinen unter dem Herzen. Drei andere Kühe folgen mir in diesen Kasten. Wir werden mit Stricken festgebunden und dann höre ich einen lauten Schlag. Ich erschrecke. Der Lichtschein aus dem Stall ist verschwunden. Ein letztes Mal dringen die Stimme des Bauern und die Rufe meiner Schwestern zu mir. Es sind Rufe der Trauer. Auch ich werde sie vermissen. Plötzlich höre ich merkwürdige Geräusche und der Boden beginnt zu wackeln. Mein Kleines bewegt sich. Es ist erschrocken, ich kann es fühlen. Wenn der Mond einmal leer und wieder voll geworden ist, wird es in diese Welt kommen.

Wir haben Angst. Wir prallen aneinander, weil dieser Kasten ständig hin- und herschaukelt. Es gibt ein paar kleine Öffnungen, und als es zu dämmern beginnt, blicke ich hinaus. Ich sehe Felder und Wiesen, spüre den Luftzug an meinen Nüstern und höre den Gesang der Vögel. Doch bald verändert sich alles und ich sehe nur noch Häuser. Wohin werden wir gebracht? Kommen wir in einen anderen Stall? Ich hoffe es, denn ich bin müde und möchte mich hinlegen. Ich mache mir Sorgen um mein Kleines. Die Aufregung tut ihm nicht gut.

Vier Mal war ich schon Mutter. Doch jedes Mal wurde mir mein Kind nach ein paar Stunden entrissen. Und immer war ich wochenlang verzweifelt. Ich hoffe, dass es dieses eine Mal anders sein wird und mein Kleines bei mir bleibt.

Plötzlich bewegt sich der Kasten nicht mehr. Draußen ist es bereits heller Tag und ich blicke durch die Öffnung, um zu sehen, wo wir sind. Im selben Augenblick rieche und fühle ich etwas. Es ist etwas Furchtbares. Ein alles durchdringendes Grauen. Und Blut. Es ist von meinesgleichen. In mir breitet sich Angst aus. Was hat das zu bedeuten?

Es dauert nicht lange und dann öffnet sich unser Kasten. Zwei Männer kommen hinein und binden uns los. Immer wieder sausen ihre Stöcke auf uns hinab. Ich wehre mich nicht, denn ich hoffe, dass ich mich bald hinlegen kann. Ich folge den anderen und den Schlägen der Männer und auf einmal sehe ich viele von uns. Ich gehe durch geöffnete Eisenstangen und höre ein klackendes Geräusch.

Plötzlich weiß ich es: Ich komme nicht in einen anderen Stall, in dem ich mein Kleines zur Welt bringen kann. Ich werde keine Felder mehr sehen oder das kühle Gras fühlen. Ich werde nie wieder Sonnenstrahlen auf meinem Fell spüren und den Mond nicht mehr anblicken, wenn er dick und rund am Himmel hängt. Und es wird keinen Sommer mehr geben – für mich. Diese Zeit im Jahr, in der ich nicht angebunden im Stall stand. Ich stoße einen lauten Ruf aus. Wenn ich sterbe, wird auch mein Kleines sterben. Das darf nicht sein.

Es hat diese Welt noch nicht gesehen. All die Wunder des Lebens. Den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang. Die unzähligen Sterne am Himmel. Das Rauschen des Regens und das dumpfe Grollen der Gewitter, die ihm vorausgehen. Das Gezwitscher der Vögel und das Plätschern der Flüsse. Die bunten Bäume im Herbst und die Eiszapfen an der Stalltüre, wenn der Winter ins Land gezogen ist. Es muss leben. Verzweifelt bleibe ich stehen.

Ich bin die Letzte in einer langen Reihe. Wohin werden wir geführt? Ich schaue mich um, aber ich sehe nur die anderen vor mir und neben mir, durch eine Eisenstange getrennt. Ich blicke in die Augen eines Bruders. Er spürt das Gleiche. Das Grauen. Die Männer sind grob. Immer wieder gehen sie durch die Reihen und treiben die anderen an. Aber niemand von uns will weitergehen in diese furchterfüllte Ungewissheit. Trotzdem bewegen sich alle zögerlich vorwärts. Ich höre klagende Rufe. Ein Mann hält etwas in den Händen – es ist kein Stock (den sogenannten „Elektrotreiber“). Aber wenn er jemanden von uns damit berührt, geht es ein Stück voran.

Mein Kleines wird immer unruhiger. Es bewegt sich ständig. Ich versuche es zu besänftigen, während ich verzweifelt nach einem Ausweg suche. Vielleicht gibt es eine andere Öffnung, an den Eisenstangen entlang. Ich gehe langsam vorwärts, aber meine Hoffnung versiegt. Es gibt keinen Ausweg.Das kann nicht sein. Mein Kleines muss leben. Ich bleibe stehen und dann lege ich mich hin. Ich bin so müde. Aber ich beginne zu rufen. Die Männer werden mich verstehen. Sie werden meinen Leib sehen und wissen, dass dort neues Leben wächst. Sie werden uns nichts tun.

Jetzt kommt einer der Männer zu mir. Er hält etwas in der Hand, das wie ein Stock aussieht. Ich blicke ihn an, aber er scheint durch mich hindurchzusehen. Bitte, lass uns leben. Der Mann berührt mich mit diesem Gegenstand in seiner Hand und plötzlich fährt ein Schmerz durch meinen Körper. Ich brülle auf und mein Kleines strampelt verzweifelt. Es kommt noch ein Mann mit einem Stock. Er schlägt mir auf den Kopf. Bitte, lass uns leben. Ich stehe nicht auf. Ich will, dass mein Kleines leben kann. Es darf nicht sterben. Die Männer müssen das doch verstehen?

Wieder berührt mich etwas und erneut spüre ich diesen Schmerz in jeder Faser meines Körpers. Ich rufe immer mehr, so laut ich kann. Bitte, lasst uns leben. Jetzt spüre ich auch Schmerzen in meinem Leib, weil das Kleine so um sich schlägt. Es hat große Angst. Ich will es beruhigen, aber ich kann nicht. Ich fürchte mich doch genauso. Wieder versuche ich einen der Männer anzublicken und stoße einen verzweifelten Ruf aus. Er schlägt mit seinem Stock auf mich ein. Jetzt kommt ein dritter Mann. Er sieht mich an. Er schlägt oder berührt mich nicht. Ich sehe, wie sein Blick über meinen Körper gleitet. Er hat es gesehen. Das Leben in mir. Bitte, lass uns leben.

An seinem Blick erkenne ich, dass er meine Bitte nicht erfüllen wird. Er geht fort. Die Männer haben aufgehört, mir wehzutun. Ein Luftzug streift mein Fell und ich hebe den Kopf. Ich sehe ein Stück Himmel mit ein paar tanzenden Wolken. Dann blicke ich den Mann an, der zurückgekehrt ist und einen großen Gegenstand in seinen Händen hält. Ich weiß, dass es keine Hoffnung mehr gibt. Ich habe es in seinen Augen gesehen. Ich senke den Kopf und denke an mein Kleines. Ich möchte es beschützen. Noch einmal blicke ich in die Augen des Mannes. Nimm mein Leben, aber bitte, lass mein Kleines leben.

Dies ist eine wahre Geschichte, die sich tagtäglich überall auf der Welt in dieser oder einer ähnlichen Form wiederholt. Es sind fühlende Individuen, werdende Mütter, die dieses Martyrium erleiden müssen, genauso wie das ungeborene Leben in ihrem Leib. Allein in Deutschland sterben jährlich ca.180.000 ungeborene Kälber. Sie müssen den Tod ihrer Mutter miterleben und ersticken anschließend qualvoll. Bis zu einer halben Stunde kann dieses Ersticken dauern. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Die meisten Bauern lassen ihre Kühe nicht untersuchen, bevor sie zur Schlachtung geschickt werden. Oftmals sind die Bauern keinesfalls unwissend, denn auch hochträchtige Kühe kommen zum Schlachthof.

Für hochträchtige Kühe (ab dem dritten Trimester) gilt eigentlich seit letztem Jahr ein Transportverbot. Es gibt leider Bauern, die es missachten (eine Kuh wird nach Gewicht bezahlt) und sobald das Tier auf dem Gelände des jeweiligen Schlachthofes ankommt, gilt das Seuchenschutzgesetz, d. h., das Tier kann nicht zurückgeschickt werden.

Die Schlachtung trächtiger Kühe ist eines der finstersten Kapitel der Milchindustrie.

Selbst wenn ich noch alles Mögliche an menschlicher Interpretation oder Ausdrucksform in dieser Geschichte streichen würde – es bleibt die Realität: Ein Lebewesen in Todesangst um sein eigenes Leben und das seines Kleinen.

„Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will.“

Dieser Satz von Albert Schweizer passt auch zu dieser Tragödie, die das Wesen Mensch dem Wesen Tier antut.

Zur Info:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article143994758/Schlachten-traechtiger-Kuehe-soll-verboten-werden.html

Bitte unterstütze auch diesen Aufruf:
http://www.peta.de/schlachtung-schwangerer-kuehe#.Vpf4STa6KT8

Und noch eine Bitte: Verzichten Sie auf den Konsum von Fleisch und Milchprodukten. Die Milchindustrie fördert die Fleischindustrie, da eine Kuh kalben muss, um Milch zu geben. Dadurch entsteht eine „Überproduktion“ an Kalbfleisch. Es ist Muttermilch – für das Kälbchen der Kuh bestimmt, welches sie in herkömmlichen Betrieben nicht einmal einen Tag lang behalten darf. Stellen Sie sich vor, man würde einer menschlichen Mutter so etwas antun und ihre Milch einer anderen Art geben. Verrückt? Verrückt ist das, was der Mensch den Tieren antut.

Copyright (c) Daniela Böhm
http://www.danielaböhm.com

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9 Kommentare zu “Die letzte Bitte

    • Liebe Daniela, ist man über das schreckliche Leid der gesamten Tierwelt informiert, dann kann man kaum noch Mitleid mit all den Menschen empfinden, die es alltäglich verschulden und zu verantworten haben, denn sie
      haben keins verdient. Ich wünschte, allen Tierquälern würde das gleiche geschehen, was den Tieren geschieht!

  1. Eine sehr traurige Geschichte über das alltägliche Grauen für die Tiere.
    Wenn ich nur könnte, ich würde diese Not sofort beenden.
    Was sind wir Menschen nur für gefühllose Monster!

  2. Was kann man tun dagegen, ich unterschreibe ständig Petitionen: Ich weiß von einer Freundin (Tierärztin Veterinäramt) dasssie oft vor Ostern Dienst machen muß bezüglich des Schächtens von Schafen unter Anwesenheit des Tierarztes.

    Was also kann ich /wir tun, alleine auf Fleisch und Milchprodukte zu verzichten, macht für mich keinen Sinn da ich es eh seit Jahren mache, durch Mithilfe auf einem Bauernhof..
    WAAAS tun, Kommentare und Entrüstung helfen den Kühen Schweinen Schafen Hunden nicht. Meine finanziellen Unterstützung entsprechender Vereine beruhigt auch nicht mein Gewissen aufgrund des gezeigten Materials.
    Ich erwarte Antwort und möglichst bald. Margit Glaeser

    • Werte Frau Gläser,
      Ihre berechtigte und auch sehr verständliche Frage, was wir gegen das alltägliche Leid und Elend unserer Mitgeschöpfe – außer all den Dingen und Aktivitäten, die wir als Tierfreunde ohnehin schon tätigen – denn noch mehr tun könnten und tun sollten, das ist und bleibt eine Frage, die auch mich und viele andere Tierschützer ständig beschäftigt und umtreibt und uns allen die Kehle zuschnürt, weil es auf diese Frage weder eine unser Gewissen beruhigende Antwort noch erfolgsversprechende Patent-Rezepte gibt.

      So ist und bleibt es verdammt schwer und nahezu unmöglich, den vielen gewissen – und empathielosen Tierquälern, Tiermördern, Tierausbeutern und auch Fleischkonsumenten jenes Handwerk zu legen, welches letztlich verbrecherischer, schamloser, unmenschlicher und schändlicher Natur ist. Und deswegen gehören diese unverzeihlichen Verbrechen des Menschen gegenüber der Tierwelt auch immer wieder neu und unablässig auf die Anklagebank gezerrt und an den öffentlichen Pranger gestellt.

      Und in diesem Sinne ist es ganz gewiss weder sinn – noch zwecklos, nach wie vor Petitionen zu unterzeichnen und in Kommentaren seiner Entrüstung und auch seinem Mitgefühl Ausdruck zu verleihen, denn damit bekennen wir, auf welcher Seite wir stehen und wem unsere Stimme gehört, nämlich den Schwächsten der Schwachen, die sich weder wehren noch selbst für sich sprechen können und daher jeden Tag neu unserer Stimme und Solidarität bedürftig sind. Und sobald bei dem einen oder anderen unserer Mitmenschen dank unseres tierliebenden Engagements ein Nach – und auch Umdenken erfolgt und daraus ein zukünftig verantwortungsbewussteres Denken und Handeln resultiert, dann war unser Plädoyer für die Freiheit und die grundlegenden Rechte der Tiere ganz gewiss weder gänzlich umsonst noch vergebens.

      Das immense, schreckliche und allgegenwärtige Tierleid rund um unseren Globus lähmt unsere Kräfte, unsere Hoffnungen und stürzt viele Menschen, die ebenso denken und fühlen wie Sie, oftmals in abgrundtiefe Verzweiflung und Hilflosigkeit. Aber leider können und dürfen wir Tierschützer weder einem Schlächter im Schlachthof noch einem Fleischfresser und den vielen anderen Tierausbeutern und Tierquälern die Hände abhacken, so dass sich all dieser menschliche Abschaum hinfort nicht mehr an unschuldigen, leidensfähigen und wehrlosen Tieren vergreifen kann. Aber eines können und sollten wir Tierfreunde unentwegt tun, zumal es uns unser Gewissen auch als Pflicht auferlegt, nämlich unentwegt für die Tiere Partei zu ergreifen und alle Schandtaten des Menschen betreffs seines Umgangs mit Tieren als das zu brandmarken, was sie sind, nämlich: unverzeihliche und niemals wieder gutzumachende Verbrechen und Greueltaten jener „Krone der Schöpfung“ gegenüber ihren Mitgeschöpfen.

      Und letztlich gilt – und dies ist mein gutgemeinter Rat an Sie: Geben Sie sich nicht selbst die Schuld am schrecklichen Leid und Elend der Tiere, denn schuld an diesem unermesslichen Tierleid sind ganz gewiss weniger wir Tierfreunde und Tierschützer, sondern viel mehr all jene, die den Schutz und die Würde der Tiere achtlos und eiskalt ignorierend in Grund und Boden stampfen. Und weil wir Freunde der Tiere sind, können all jene widerwärtigen Typen, die anbetend dem Götzen ihrer Gewinnmaximierung, dem Götzen ihres erbärmlichen Egoismus und ihres fraßsüchtigen Bäuchleins zu Füßen liegen und daher arrogant meinen und glauben, dass Tiere „doch nur Tiere“ sein würden und der Mensch deswegen weit über ihnen stehen würde, keineswegs ebenso unsere Freunde sein.

      Und so schliesst sich der Kreis, denn wenn es auf Ihre Frage auch keine ausreichende und zufriedenstellende Antwort gibt, so wissen wir dennoch, wo wir hingehören, namlich an die Seite der gemarterten, drangsalierten und zu Tode gequälten Tiere. Und dies zu wissen, ist gut so und motiviert uns, unsere Hände und auch unsere mitfühlenden Herzen trotz uns bedrängender Fragen nicht etwa resignierend in den Schoß zu legen, sondern uns nach wie vor für die versklavte und ruchlos ausgebeutete Tierwelt einzubringen und stark zu machen. In diesem Sinne Ihnen täglich neue Kraft und alles Gute wünschend – Ihr W. Herrmann

    • Liebe Margit!

      Vielleicht zur Ergänzung zu dem was Dir Wolfgang schrieb!

      Mich wundert, daß Tierschützer nicht in die Politik gehen, in eine Partei gehen, dort ein Mandat anstreben, z.B. als Bundestagsabgeordneter, denn dort werden doch die Gesetze gemacht, die über Wohl und Wehe der Tiere entscheiden. Stattdessen privatisieren die Tierschützer und wundern sich, daß sich nichts ändert.

      Wenn man meint, der Bundestag könnte dem fleischfressenden Volk nicht seine Wurst und sein Fleisch gehörig „versalzen“, der solle sich bloß mal anschauen was der Bundestag schon alles gegen den erklärten Willen des Volkes durchgedrückt hat, jetzt soll z.B. der 500-Euro-Schein abgeschafft werden, Barzahlung nur noch bis 5.000 Euro gestattet werden, alles Vorstufen zur Abschaffung des Bargelds, damit hin zum gläsernen Bürger und wenn der Euro zusammenkracht, dann geht es allen Leuten so wie in Griechenland, daß die Konten gesperrt sind, die Leute ihr Geld verlieren wenn es auf der Bank lag, wohingegen diejenigen, die ihr Geld unter dem Kopfkissen hatten, damit über die Runden kamen.

      Nein, die könnten machen was sie wollen, das Volk, besonders das deutsche würde sich alles gefallen lassen und warum dann nicht z.B. höchste Steuern auf tierische Produkte, wie man das bei Tabak macht, damit den Leuten der Bissen Fleisch im Halse stecken bleibt, weil er wahnsinnig teuer ist, oder Milch 5 mal so teuer machen, durch Besteuerung, wie Sojamilch, ein Ei: 2 Euro und, und, und!

      Alles möglich, nur das entscheiden die Politiker und in die Politik da gehen nur Interessenvertreter für alles mögliche, nur Tierschützer sieht man nicht. Auch jetzt, wo die neue Partei die AfD große Chancen hat, in die Parlamente zu kommen, da sind alle möglichen Leute drin, nur Tierschützer nicht, die wursteln lieber privat rum und erreichen dadurch nichts. Man kann die Tierschützer in etwa mit der großen Gruppe der Arbeitslosen vergleichen, auch die gehen in keine Partei, sind nicht im Bundestag vertreten und wundern sich, daß sie zu kurz kommen. Ganz anders die Lehrer, die gehen in die Politik und das zahlt sich aus, wie man weiß, denn Beschäftigte im öffentlichen Dienst werden mal nie zu den Bedürftigen unserer Gesellschaft zählen, ganz im Gegenteil.

      Alles Gute für Dich, Margit und bitte mal wieder hier melden, denn solche Tierfreunde, wie Du, werden hier gern gesehen!

      • @Bernd
        wieder mal ein klasse Kommentar, der meine Zustimmung findet. Und in der Tat sehe ich es genauso, dass es kaum einen Tierschützer im Bundestag gibt. Es wäre aber auch illusorisch zu glauben, wenn ein oder zwei ernsthafte Tierschützer dort zu finden wären, dass diese einen Einfluß auf die Politik hätten. Was ich eher zu glauben in der Lage wäre, wenn es eine Tierschutzpartei geben würde, welche im Bundestag säße. Hier könnten einige Veränderungen angestoßen werden.
        Wenn die – nach deiner Meinung nach – große Gruppe von Tierschützern, die so groß wie das Arbeitslosenheer sein soll, sich in einer Partei zusammenschließen würde, dann wäre das schon eine Macht. Leider bleiben solche Gedankenspiele nur bloße Träumereien, da – wie wir wissen – der Mensch an sich nicht bereit ist Kompromisse einzugehen, weil insbesondere in der Tierschutzszene die Ansichten ziemlich weit auseinander driften.
        Und auch auf diesem Blog haben wir schon oft genug erfahren müssen, dass das Ziel – den Tieren Rechte zuzusprechen und die Ausbeutung dieser geschundenen Kreaturen zu beenden – letztlich daran scheitert, weil jeder seine eigenen Präferenzen pflegt und (notwendige) Abweichungen davon in keinem Fall zulassen will. Und somit werden wichtige Allianzen nicht eingegangen.
        Das Nachsehen haben die Tiere und die Hoffnung einer Vertretung ihrer Rechte ist nicht in Aussicht.
        Nichtmal unter uns Tierschützer……..

        Margit Glaeser:
        [WAAAS tun, Kommentare und Entrüstung helfen den Kühen Schweinen Schafen Hunden nicht. Meine finanziellen Unterstützung entsprechender Vereine beruhigt auch nicht mein Gewissen aufgrund des gezeigten Materials.
        Ich erwarte Antwort und möglichst bald.]

        Persönlich bin ich der Meinung, dass jeder ernsthafte Tierschützer sich einer Allianz bzw. Partei anschließen sollte und weitere Menschen davon überzeugen sollte, dies ebenfalls zu tun.

        Denn wie Bernd Nowack schon richtig beschrieben hat: [Wenn man meint, der Bundestag könnte dem fleischfressenden Volk nicht seine Wurst und sein Fleisch gehörig “versalzen”, der solle sich bloß mal anschauen was der Bundestag schon alles gegen den erklärten Willen des Volkes durchgedrückt hat………besonders das deutsche würde sich alles gefallen lassen und warum dann nicht z.B. höchste Steuern auf tierische Produkte, wie man das bei Tabak macht, damit den Leuten der Bissen Fleisch im Halse stecken bleibt, weil er wahnsinnig teuer ist, oder Milch 5 mal so teuer machen, durch Besteuerung, wie Sojamilch, ein Ei: 2 Euro und, und, und!]

  3. Wolfgang Hermann:

    „Aber leider können und dürfen wir Tierschützer weder einem Schlächter im Schlachthof noch einem Fleischfresser und den vielen anderen Tierausbeutern und Tierquälern die Hände abhacken, so dass sich all dieser menschliche Abschaum hinfort nicht mehr an unschuldigen, leidensfähigen und wehrlosen Tieren vergreifen kann.“

    Der große Freund der Amis, das ist Saudi-Arabien! Dort werden Dieben die Hände abgehackt, angeblichen Gegnern des Islam 1000 Peitschenhiebe verordnet und Frauen die angeblich Ehebruch begangen haben, die werden gesteinigt, Das ist der reale Islam, dort wo er die alleinige Herrschaft übernommen hat, und nicht der den uns unsere Politiker schmackhaft machen wollen, in Deutschland, wo der Islam noch nicht die alleinige Macht hat und sich deshalb zahm gibt, allerdings auf Schächten, Beschneidung und Kopftuch nicht verzichten will, sich nicht dem Gastland anpassen will.

    Du hast recht, Wolfgang, wenn Du von menschlichem Abschaum sprichst von den Tierausbeutern und den Tierquälern. Man wünschte ihnen Strafen, die ihren Taten entsprechen, so müßte ein Schweinehalter genau so lange in einer engen Bucht eingesperrt werden, wie er sie seinen Tieren zumutet. Dito ähnliches bei ähnlichen Verbrechen gegen die Tiere. Das wäre Gerechtigkeit, aber nicht das, was jetzt dafür gilt, daß z.B. Schwarzfahrer oder Steuerhinterzieher usw, ins Gefängnis kommen, aber Tier-KZ-Besitzer geachtete Bürger sind.

  4. Herr Wolodja, da stimme ich Ihnen zu wenn Sie das schreiben: „all dieser menschliche Abschaum hinfort nicht mehr an unschuldigen, leidensfähigen und wehrlosen Tieren vergreifen kann.”
    Solche sind tatsächlich menschlicher Abschaum, Ganz, ganz widerliche Typen! Aber was soll man gegen die machen? Ich habe keine Ahnung und bin ratlos!

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