Der unmenschliche Umgang mit Tieren in der Massentierhaltung (Teil 2)

Lebend-Tiertransporte: Horrorfahrten in den Tod

Irgendwann öffnet sich der Käfig und die Nutztiere, die sich in der Dunkelheit ihrer Bewegungslosigkeit nie bewegen durften, sollen plötzlich laufen! Sie haben Angst vor der Sonne, die sie nicht kennen; die Augen tun ihnen weh, weil das Licht so grell in ihre eitrigen und geschwollenen Augen scheint. Ihre Muskeln, Sehnen und Knochen sind schwach und untrainiert; Muskeln und Sehnen reißen, Knochen brechen. Es wird im Akkord gearbeitet; man hat keine Zeit für verletzte Tiere. Doch mit Stöcken und Elektroschocks prügelt man solange auf die panischen Tiere ein, bis sie sich mit letzter Kraft auf den LKW zerren. Die Fahrt in den sicheren Tod.

250 Millionen Schlachttiere überqueren jedes Jahr europäische Grenzen, bis sie an einem Schlachthof in Österreich, irgendwo in Europa oder fürs Schächten in moslemische Länder völlig erschöpft oder halbtot ankommen. Per LKW, Bahn, Schiff oder Flugzeug. Die verzweifelten Tiere werden oft wochenlang bei extremer Hitze oder Kälte und drangvoller Beengtheit zusammengepfercht. Sie werden nicht gefüttert und oft nicht einmal mit Wasser versorgt. Jedes Jahr sterben Millionen Schlachttiere beim Transport in die Schlachthäuser. Sie verrecken an Hitzeschlag, ersticken, verdursten, erfrieren qualvoll oder werden von den anderen zu Tode getrampelt. Eine Erlösung von den unsagbaren Schmerzen und Qualen durch Notschlachtung gibt es nicht, denn Geld gibt es nur für lebende Tiere. Profit ist alles, Lebensqualität ist nichts!

Massenmord im Akkord

Auch im Schlachthaus ist Zeit Geld und die Arbeiter gehen äußerst unsanft mit den Tieren um; viele Tiere sind schwer verletzt von der Fahrt und können nicht mehr aufstehen. Diese schwer verletzten Tiere schlägt man noch mehr, bis sie sich endlich mit letzter Kraft weiterzerren; man treibt sie mit Gewalt in die Schlachthallen, weil sie aufgrund der Schreie ihrer Artgenossen, die vor ihnen geschlachtet werden, Todesangst haben weiterzugehen. Oft müssen die Schlachttiere stundenlang, häufig sogar einen ganzen Tag auf ihre Tötung warten, während sie all das blutige Gemetzel miterleben müssen, was da vor ihnen den anderen Tieren passiert.

Rinder, Pferde und Schafe werden mit dem Bolzenschuß-Apparat, Schweine und Geflügel durch einen Stromschlag meist unsachgemäß betäubt, sodass der Großteil der Schlachttiere aus ihrer Betäubung wieder erwacht. Bei vollem Bewusstsein schneidet man Rindern Ohren und Gliedmaßen ab und schneidet ihnen unter angstvollem Gebrüll in Todespanik die Kehlen durch. Schweine und Geflügel kommen in siedend heißes Wasser, damit sie Borsten und Federn verlieren. Die armseligen Tiere werden bei vollem Bewusstsein verbrüht und gekocht und ertrinken gleichzeitig in der siedend heißen Brühe.

Jeder, der dieses System mit seinem Fleischkonsum unterstützt, ist mitverantwortlich für diese industrielle Tierquälerei und Tierausbeutung. Denn: Wer diese Folter und diese Verbrechen toleriert, der foltert selbst!

Du meinst, Fleisch essen und Umweltschutz vertragen sich?

Großer Irrtum, denn für die Umwelt ist die Massentierhaltung ein unerträgliches Übel, für das kommende Generationen noch bitter werden bezahlen müssen. So ist z. B. die Fleischindustrie der größte Einzelverschmutzer unserer Gewässer und verbraucht mehr Wasser als jede andere Industrie. Zur Herstellung von 1 kg Fleisch werden 20 kg Getreide an Tiere verfüttert. Um dieses Getreide anbauen zu können, werden Wälder abgeholzt und vernichtet, die der Mensch aber zum Atmen braucht. In jeder Sekunde wird eine Waldfläche in der Größe eines Fußballfeldes in Weide- oder Ackerland für Tierfabriken umgewandelt. Hundert oder mehr Bäume könnten darauf wachsen, wobei ein einziger Baum für 60 bis 70 Menschen die Luft zum Atmen erzeugt.

Land: Etwa 80 % der landwirtschaftlichen Fläche der Industrieländer wird dafür genutzt, Tiere zu züchten. Auf 1 Hektar Land können 22,5 Tonnen Kartoffeln angebaut werden, auf der gleichen Fläche können aber nur 185 kg Rindfleisch produziert werden.

Rodung: 350.000 km² Regenwald werden jedes Jahr vernichtet, um darauf Tiere für unseren Verzehr zu züchten. Somit werden für nur einen Hamburger aus Regenwald-Rindern ca. 50 m² Land gerodet.

Wasserverschmutzung: Die Fleischindustrie ist der größte Hauptverursacher der Wasserverschmutzung. Auf jeden Bürger entfallen jährlich 3 Tonnen Gülle. Ergebnis der industriellen Massentierhaltung mit schlimmen Folgen für unsere Umwelt: Die Felder und Wiesen werden überdüngt, unser Grundwasser vergiftet, die Weltmeere kippen. Rund 30 % des Waldsterbens in den Niederlanden sind auf ammoniakhaltige Gülle zurückzuführen. In Deutschland und Österreich sieht es nicht viel besser aus.

Alleine in den USA produzieren die Tiere, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden, 130 mal mehr Exkremente als die ganze Weltbevölkerung zusammen: 39 Tonnen in jeder Sekunde! Eine typische Schweinefarm produziert täglich soviel Gülle, wie eine Stadt mit 12.000 Einwohnern. Gülle ist nicht wie früher Dünger für den Boden zur Sicherung der Ernte. Nein, heute dienen Wiesen und Felder als Entsorgungsstationen und Sondermülldepots für den Sondermüll Gülle!

Wasser: Die Fleischindustrie ist der größte Wasserverbraucher weltweit. Es werden 20.000 Liter Wasser benötigt, um 1 kg Fleisch herzustellen, aber nur 50 Liter Wasser für 1 kg Weizen. Die verbrauchte Wassermenge für 5 kg Fleisch entspricht dem durchschnittlichen Jahreswasserverbrauch von 2 Personen. Die Produktion eines einzigen Hamburgers verbraucht gleich viel Wasser wie man für 17mal ausgiebig duschen braucht.

Energie: Mehr als 1/3 der gesamten Rohmaterialien und des fossilen Brennstoffes in den USA werden für die Aufzucht von Nutztieren verbraucht. Die Produktion eines einzigen Hamburgers verbraucht gleich viel fossilen Brennstoff wie ein Kleinwagen für eine Fahrt von 32 km.

Teure Burger: 1995 hat das World-Watch-Institute errechnet, dass ein einziger Hamburger umgerechnet € 180,- kosten müsste, wenn man sämtliche Umweltbelastungen bei der Fleischproduktion, die Rodung von Regenwald zur Schaffung von Weideflächen und die Folgeprobleme beispielsweise durch den Müll mit einrechnet. Egal, wo Menschen ihren Hamburger, ihr Bratwürstchen oder ihre Hähnchenkeule in sich hineinstopfen: Sie unterstützen an jedem Imbiss, an jeder Schlachter-Theke, in jedem Fast-Food-Laden die Ausbeutung und Ermordung von empfindsamen Lebewesen.

Dass ein Hamburger aber letztlich doch nur etwa € 2,- kostet, „verdanken“ wir den staatlichen Subventionen für die tierquälerische Fleischindustrie, welche aus unseren Steuergeldern finanziert werden. Muss doch das Fleisch an den Mann und an die Frau gebracht werden, da es sonst als eigentliches Abfallprodukt der Milchindustrie wiederum als unangenehmer Sondermüll übrig bleiben würde!

Aber auch für die menschliche Gesundheit ist der Fleischverzehr alles andere als zuträglich, enthält Fleisch doch übermäßig Fett und Cholesterin, dafür aber keinerlei Kohlehydrate, Ballaststoffe oder Vitamine. Menschen, die tierische Produkte verzehren, tragen ein 10mal höheres Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben, und ein um 40 % höheres Krebsrisiko. Doch auch das Risiko für andere Krankheiten ist höher, so z. B. für Schlaganfall, Herzinfarkt, Fettleibigkeit, Diabetes, Arteriosklerose, Neurodermitis (auch für folgende Generationen), Arthritis und Impotenz.

Früher war der Sonntagsbraten einmal pro Woche etwas ganz besonderes; heute hingegen hat die Aufnahme von tierischem Eiweiß in Form von Fleisch, Wurst und Milchprodukten ein beängstigend großes Ausmaß angenommen. Die Folgen, die sich aus der täglichen Übersäuerung des menschlichen Körpers ergeben, wirken sich u. a. in den stark ansteigenden Zahlen der heutzutage üblichen Zivilisationskrankheiten aus. Dazu stecken im Fleisch auch noch geballte Ladungen chemischer Mittel, die die Tiere im Futter mitschlucken müssen, damit sie den Tag ihrer Schlachtung überhaupt „erleben“. Das alles essen wir im Schnitzel und in der Wurstsemmel mit: Der Mensch ist ein Sondermülldepot! Wir essen chemischen Restmüll und das Elend der Tiere.

Das meiste Soja und Getreide werden in der 3. Welt angepflanzt, um sie an unsere Nutztiere zu verfüttern und 50 % der Welt-Getreideernte wird an Masttiere verfüttert. 1 kg Rindfleisch „frisst“ 20 kg Getreide. Oder anders ausgedrückt: Mit der Sojaernte eines Hektars in Brasilien könnte der Eiweißbedarf von 5000 Menschen gedeckt werden. Dieselbe Menge zu Fleisch „veredelt“ ernährt in Europa oder den USA aber nur 191 Menschen. Rund 90 % der Pflanzennahrung, mit der Nutztiere gemästet werden, gehen also somit verloren, so lange unsere Ernährung über den blutigen Umweg Fleisch stattfindet!

Kein Mensch auf der Welt müsste mehr Hunger leiden, würde man diese Verschwendung beenden. Der Hunger in der 3. Welt wird durch die Ernährung in den Industrie-Nationen erzeugt und gefördert. Beinahe alle Entwicklungsländer sind bei der Weltbank, geführt von den Industrienationen, hoch verschuldet. Geld für die Rückzahlungen gibt es nicht, aber es gibt fruchtbares Land für Weideflächen und für den Anbau von Soja und Getreide, welches als Kreditrückzahlung in den Westen exportiert wird. So nimmt man den Menschen in der 3. Welt ihre Nahrung und ihre Existenz und stürzt sie noch tiefer in Hunger und Abhängigkeit vom Westen. Und diesbezüglich ist und bleibt unser Fleischkonsum hauptverantwortlich für die Ausbeutung und den Hunger in den Ländern der 3. Welt!  800 Millionen Menschen weltweit leiden an Hunger und Unterernährung.

Es gibt keinen einzigen vernünftigen Grund, Tiere zu essen, außer einen, der alles andere als vernünftig ist, nämlich: IGNORANZ, MANGELNDES MITGEFÜHL UND PURER EGOISMUS !!!

Aber es gibt viele Gründe für eine vegane oder vegetarische Lebensweise und der wichtigste Grund, fortan kein Fleisch mehr zu essen, ist und bleibt immer der, dass man letztlich kein Tierleid sowie auch keinen verbrecherischen Massenmord mehr unterstützt und in Auftrag gibt!

Quelle: http://www.tierschutzaktiv.at

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4 Kommentare zu “Der unmenschliche Umgang mit Tieren in der Massentierhaltung (Teil 2)

  1. Schon die gesetzlich erlaubten Horrorfahrten in den Tod zeugen vom kriminellen Gehirn der verantwortlichen, oder besser gesagt unverantwortlichen Stellen! Auf Flaggen, deren Nationen dies erlauben, spucke ich!

    • Ich weiß das alles und doch dreht sich mir immer von Neuem der Magen um, wenn ich von diesen Grausamkeiten lese.

      Ich wünsche mir ein sofortiges Ende all dieser Gewalt und dann Gerechtigkeit und Frieden für alle Lebewesen.
      Ich tue, was ich kann, um das zu erreichen.

  2. Dieser Beitrag erinnert mich an den Film „Earthlings“. Die Worte dieses Beitrages sind ebenso stark, berührend und zugleich unerträglich. Wer das liest und ein Herz hat, MUSS die entsprechenden Konsequenzen ziehen.
    Dieser Beitrag muß tausendfach weitergeleitet werden!

  3. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es ist kaum auszuhalten und doch müssen wir mutig weiter machen in der Hoffnung, dass diese Machenschaften bald ein Ende haben.

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