Unmenschlicher Umgang mit Tieren in der Massentierhaltung (Teil 1)

Tatsachen in der Massentierhaltung:

Fleisch und Wurst wachsen nicht auf Bäumen! Doch die meisten Menschen verdrängen und ignorieren, woher ihr Schnitzel kommt!

Weißt Du schon, wie lange „Nutztiere“ leben könnten, wenn die „Krone der Schöpfung“ sie so lange leben ließe?

  • Rind:
    Lebenserwartung 30 Jahre, Schlachtungsalter eines Kalbes liegt bei 3 – 5 Monaten, beim Jungrind 8 – 10 Monate, Stiere 18 – 20 Monate, Schlachtungsalter einer Milchkuh, nach durchschnittlich 2 – 3 Kälbern, liegt bei 4 – 5 Jahren
  • Gans:
    Lebenserwartung 39 Jahre
    Schlachtungsalter: wenige Monate
  • Pute:
    Lebenserwartung 15 Jahre
    Schlachtungsalter 8 – 12 Wochen
  • Huhn:
    Lebenserwartung 20 Jahre, Schlachtungsalter Legehuhn (= Suppenhuhn), wenn der Jahresdurchschnitt von 290 Eiern erzielt wird liegt bei max. 18 Monaten. Das Schlachtungsalter eines Masthuhns liegt bei 6 – 8 Wochen
  • Ente:
    Lebenserwartung 15 – 20 Jahre
    Schlachtungsalter 12 – 16 Wochen
  • Schwein:
    Lebenserwartung 21 Jahre, Schlachtungsalter 5 Monate, Zuchtschweine mit 2 Mal jährlich mind. 10 Ferkeln nach 2 – 3 Jahren
  • Schaf:
    Lebenserwartung 15 Jahre
    Schlachtungsalter eines Lammes liegt bei 6 Monaten
  • Kaninchen:
    Lebenserwartung 10 Jahre
    Schlachtungsalter 10 – 12 Wochen

Tierfabriken sind fensterlos, immer sehr weit abgelegen und hermetisch abgeriegelt: Zutritt verboten! Und doch leben in den Schuppen, Bunkern und Hallen Hunderte, oft Tausende, ja in den Legebatterien Hunderttausende von Tieren auf engstem Raum unter lebensverachtenden Bedingungen. Es sind immer junge und darum besonders bewegungsfreudige Tiere in qualvoll aufgezwungener Bewegungslosigkeit. Man hat den Tieren in ihren Boxen und Käfigen nur so viel Platz gelassen, wie ihr eigener Körper einnimmt, z. B. Legehennen eine Bodenfläche von der Größe einer ¾ A4-Seite, Kaninchen die Bodenfläche einer A4-Seite.

Nutztiere sind immer sehr kurz angekettet oder in nur körpergroße Eisenkäfige gesperrt. Dicht an dicht in endlosen Reihen nebeneinander oder in Etagen übereinander reihen sich die Käfige mit Millionen von Tieren in den Tierfabriken aneinander, d. h. millionenfaches Leid.

Die Tiere können keinen Schritt gehen und sich niemals umdrehen, sie können nur aufstehen und sich wieder hinlegen. Sie können sich nicht bewegen und sie haben nichts zu tun. Aus dieser Hölle der Bewegungslosigkeit resultieren Frust und Verzweiflung, sichtbar durch schwere Verhaltensstörungen.

Um den Stall ohne Fenster mit nur wenig Arbeit sauber zu halten, müssen die Tiere ohne Einstreu auf dem kalten und harten Spaltenboden aus Beton stehen und schlafen. Sie stehen, liegen und essen ihr ganzes Leben lang im eigenen Kot und Urin und können sich nicht sauber halten.

Nutztiere haben eine sehr feine Nase (Schweine z. B. riechen 10mal besser als Menschen) und leiden deshalb sehr unter dem unerträglichen Schmutz und Gestank. Die scharfen und stark ätzenden Ammoniakdämpfe der Gülle, auf der sie leben müssen, verursachen schrecklich schmerzende Verätzungen der Augen und Atemwege, blutige und eitrige Verätzungen an Gelenken und Haut bis tief hinein ins Muskelfleisch. Unter großen körperlichen Schmerzen müssen die Tiere zusätzlich zu ihrer Bewegungslosigkeit ihr Leben fristen, denn ein Tierarzt kostet Geld und dies würde den Profit nur schmälern!

Um Futter einzusparen, hält man Schweine, Rinder und Kälber in fensterlosen Dunkel- und Dämmerlichtställen, die nur zur Fütterungszeit zweimal täglich 20 Minuten lang hell beleuchtet werden. Die Legehenne muss gegen Ende ihrer Legeperiode aufgrund immer längerer Beleuchtungszeiten mit immer noch weniger Schlaf auskommen, damit sie mehr Futter aufnimmt und vor der Schlachtung noch möglichst viele Eier legt.

Bis auf ca. eine Stunde täglich stehen die Tiere also in völliger Dunkelheit (bei Hühnern genau umgekehrt: ca. 23 Stunden Licht am Tag) und sind die ganze Zeit über dem scharfen Dunst ihrer Ausscheidungen ausgeliefert.

Die weiblichen Zuchttiere werden durch Menschenhand vergewaltigt, niemals dürfen sie sich ihren „tierischen Ehemann“ selbst aussuchen; sie werden zu ausgemergelten Gebärmaschinen degradiert, die ohne Pause wie am Fließband befruchtet werden und Babies produzieren. Wenn die Nutztiere ihre Babies bekommen, dürfen sie nicht von der Kette oder aus dem Eisenkäfig, es ist ihnen unmöglich, ihre Babies zu liebkosen oder sie zu waschen. Man nimmt sie ihnen entweder sofort oder schon nach einigen Tagen weg. Eine Mutterkuh z. B. schreit 3 bis 4 Tage lang nach ihrem gestohlenem Kalb, bevor sie hilflos angekettet resigniert!

Die Masttiere werden mit Wachstumshornomen so manipuliert, dass sie schnellstmöglich ein sehr hohes Mastgewicht auf die Waage bringen; dabei bleiben ihre Organe und Gelenke im Wachstum oft hinten, da der restliche Fleischkörper unnatürlich schnell wächst, und so leiden mehr als die Hälfte aller Masttiere an Verkrüppelungen, Lahmheit und Herzproblemen, gebrochenen Beine, Geschwüren, Gelenkserkrankungen; ihre Organe sind unterentwickelt und verkümmert, ihr Skelett, ihre Muskeln und Sehnen sind nicht stark und tragfähig, sind nicht belastbar genug um zu laufen, weil sie in dieser Hölle der Bewegungslosigkeit nie benutzt werden konnten.

Durch Medikamente und Antibiotika, Wachstumshormone und Psychopharmaka, die dem Futter und Trinkwasser beigemischt oder vorbeugend durch Impfungen verabreicht werden, bleibt ein ausreichender Nutztier-Bestand zur Gewinnsicherung der Tierfabriken am Leben. Nutztiere werden mit geballten Ladungen an Medikamenten vollgepumpt, damit sie den Tag ihrer Schlachtung überhaupt „erleben“! Mehr als 50 % der Weltjahresproduktion von Antibiotika wird Nutztieren verabreicht!

All diese „pharmazeutischen Beigaben“ essen letztendlich wir Menschen mit, weil kein Tierkind (alle gequälten und geschlachteten Nutztiere sind Tierkinder!) diese Überdosierungen an Medikamenten bis zur Schlachtung abbauen kann. D. h. der Mensch ist ein Sondermülldepot!!

In der Massentierhaltung wird der Wunsch der Tiere nach Lebensqualität immer brutal missachtet. In der Massentierhaltung schneidet man Hühnern den Schnabel ab (beim Menschen zu vergleichen mit dem Abschneiden der Nasekuppe), schneidet Schweinen die Schwänze ab, zwickt ihnen mit einer Zange die Eckzähne ab oder reißt sie ganz aus, kastriert männliche Rinder und Ferkel (in Frankreich entfernt man weiblichen Mastschweinen ohne Betäubung die Eierstöcke) – und dies alles ohne Betäubung der Tiere!

Rund 40 Millionen Schweine, ca. 20 Millionen Rinder und mehr als 40 Millionen Legehennen werden jedes Jahr in Deutschland geschlachtet. Masthühnern, Puten, Truthähnen, Gänsen, Enten, Kaninchen, Fischen und Schalentieren ergeht es nicht besser.

Die Meere werden geplündert. Allein in einem einzigen Jahr holen die Fangflotten bis zu 100 Millionen Tonnen Fisch aus den Weltmeeren. Tonnen von sog. „Beifang“ (Fische und andere Meerestiere, die qualvoll in den Netzen verenden aber nicht vermarktet werden können) werden tot wieder über Bord geworfen oder zu Fischmehl verarbeitet. Man schätzt, dass für eine Tonne Fisch, die verkauft wird, fünf Tonnen Fisch wieder im Wasser landen. Hummer, Krabben und andere Schalentiere werden millionenfach qualvoll gezüchtet und anschließend lebend gekocht.

Übrig bleibt ein anonymes und gefühlstotes Stück Fleisch, rein von Blut und steril in Plastik verpackt, das von den Konsumenten im Supermarkt nicht mehr als Teil eines fühlenden Lebewesens identifiziert werden kann. Müssten die Verbraucher der Lebendigkeit des Tieres in seinem Gefängnis ohne Fenster oder im Schlachthof begegnen und es selbst umbringen, würden sie erstarren.

Tiere leiden nicht nur, wenn sie Schmerzen haben; es gibt auch ein seelisches Leiden. Psychische Störungen und seelisches Leid bei Tieren tritt auf, wenn das Bewegungs- und Beschäftigungsbedürfnis eines Tieres übermäßig eingeschränkt wird, was in der Massentierhaltung immer der Fall ist. Diese Hemmung der natürlichen Bedürfnisse von Tieren führt zu schweren Verhaltensstörungen; diese sind ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Unterbringung der Tiere nicht artgerecht ist.

Laut Aussagen von Verhaltensforschern sind z. B. Schweine hochintelligente, sensible Tiere (ähnlich dem Hund), die weder schmutzig sein möchten noch stumpfsinnig dahinvegetieren wollen; Schweine sitzen oft mit halbgeschlossenen Augen resigniert auf ihren Hinterbeinen und lassen den Kopf hängen, verharren im sog. „Hundesitz“. Sie haben ihre aussichtslose Situation erkannt und „trauern“, sagen Verhaltensforscher.

Fortsetzung im morgigen Beitrag ……..

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4 Kommentare zu “Unmenschlicher Umgang mit Tieren in der Massentierhaltung (Teil 1)

  1. Diese inhumane Ausbeutung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen die Schoepfung. Nur eine zweitausendjaehrige Indoktrination und Gehirnwaesche, dass der Mensch die Krone der Schoepfung und das Mass aller Dinge sei, konnte es soweit kommen lassen! Die Absegnung durch den Fanclub eines imaginaeren Gottes, der dies angeblich befohlen und erlaubt hat, gab den Rest!

    Aber die Wurzel des Grunduebels liegt nicht darin, dass der Ausbeuter von seiner Idee etwa fest ueberzeugt ist, sondern dass sie ihm dient. So dachten z. Bsp. Sklavenhalter nicht, dass die Sklaven keine Menschen sind, sondern dass es Menschen sind, die man ausnehmen kann bis zum Gehtnichtmehr! So gibt es oft gerade unter den Bauern und Schlachtern solche, die genau wissen, wie sensibel Tiere sind und wie diese fuehlen, aber das zweitausendjaehrige System der Unterdrueckung der Schoepfung durch die Bestie Mensch beguenstigt des Bauern und des Schlachters Handeln und Profit, weil er kein Gewissen hat, da dieses durch eben diese Indoktrinierung lobotomiert wurde.

    Das groesste Verbrechen kommt von jenen, welche die Macht haben und von den Kanzeln herunter einen selbstgezimmerten Heiland predigen, der allem Uebel dieser Welt Vorschub leistet, nur damit die Kassen klingeln und die dicken Baeuche gefuellt werden – denn waeren sie wirklich auf der Seite der Armen, dann waere der Spruch ‚Das Fleisch der Reichen frisst das Brot der Armen‘ fuer sie die oberste Dringlichkeit des Tages – und sie wuerden dem hungernden, auf der Strasse sterbenden Menschen jenes Brot reichen, welches heute auf dem Grund und Boden des einstigen Amazonaswaldes produziert und für das Schlachtvieh als Futter vorgesehen ist. Aber solche Vertreter eines korrupten und morbiden Systems haben ihr Gewissen schon laengst auf der Strecke gelassen, welche gepflastert ist mit den Leichen der Ausgebeuteten und zu Tode gequaelten Schoepfung. Aber nur ruhig Blut, denn da gibt es dereinst fuer die Menschheit zwei Moeglichkeiten: entweder es gibt eine Gerechtigkeit mit allem drum und dran, oder aber es gibt gar nichts! In beiden Faellen wird diesen bodenlosen Feiglingen in ihrer Todesstunde der Schweiss auf der Stirn stehen und die Sirenen der Ambulanzwagen werden heulen, denn der Mensch, der so gerne andere für sich sterben laesst, wird dann, sobald es an ihm ist die Kurve zu kratzen, der groesste Feigling sein. Und somit sage ich, dass die groesste Gerechtigkeit dieses ganzen Systems, von wem oder was auch immer in Gang gebracht, der Tod ist, der unaustauschbare, unabwendbare Tod, denn sonst wuerde die feige Bestie Mensch dafuer auch noch die Tiere austauschen und sie an seiner Stelle sterben lassen, was er ja durch die fruchtlosen und krankhaften Tierversuche auch immer wieder praktiziert, aber Fehlanzeige, denn jedem Zweibeiner schlaegt auch einmal die Stunde – und dies ist fuer mich die beruhigendste Tatsache und Gewissheit, die es gibt! Denn eine Seele, welche tagtaeglich das Elend und unabdingbare Leid der Tierwelt mitlebt, haengt nicht an einer hiesigen Bleibe – doch jene, welche fuer sich sterben und leiden lassen, die haengen dran – und bekommen letztlich das, was ihnen zusteht: DEN SCHLUSSENDLICHEN TOD, der auf sie wartet und den sie weder ein- noch ausschliessen koennen – denn im Unterschied zum imaginaeren abrahamitischen Wuergegott ist ER (der Tod) eine unausweichliche REALITAET !

  2. Siraganda:

    „Diese inhumane Ausbeutung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und gegen die Schoepfung. Nur eine zweitausendjaehrige Indoktrination und Gehirnwaesche, dass der Mensch die Krone der Schoepfung und das Mass aller Dinge sei, konnte es soweit kommen lassen! Die Absegnung durch den Fanclub eines imaginaeren Gottes, der dies angeblich befohlen und erlaubt hat, gab den Rest!“

    „So gibt es oft gerade unter den Bauern und Schlachtern solche, die genau wissen, wie sensibel Tiere sind und wie diese fuehlen, aber das zweitausendjaehrige System der Unterdrueckung der Schoepfung durch die Bestie Mensch beguenstigt des Bauern und des Schlachters Handeln und Profit, weil er kein Gewissen hat, da dieses durch eben diese Indoktrinierung lobotomiert wurde.“

    Volle Zustimmung zu allem, nicht nur zu dem von mir heraus gegriffenem!!!

    Gewissen:

    Wer im Fernsehen oder im Internet nur ein einziges mal Dokumentationen über die alltäglichen Tierqualen gesehen hat, und dann trotzdem wegschaut, ja diese Tierqualen noch durch sein persönliches Verhalten unterstützt oder gar noch diese Tierqualen in Wort und Schrift bagatellisiert oder diese Tierqualen rechtfertigt, der ist ein minderwertiges menschliches Wesen ohne Gewissen. Diese widerlichen Typen sind es gerade, die oft, wenn es um „Verbrechen“ nach bürgerlichem Gesetzbuch geht, den „Tätern“ fehlendes Gewissen vorwerfen. War doch die Gesellschaft empört über Ulli Hoeneß wegen dessen Steuerhinterziehung. Was ist aber eine Steuerhinterziehung gegen sein Wurstimperium, welches er betrieb und er sich damit zum Mittäter an den Tierqualen machte. Das wurde ihm nie angekreidet, geschweige denn wird er deshalb vor Gericht gestellt.

    • Lieber Bernd Nowack,

      Ihr Kapitel ueber das Gewissen finde ich hervorragend! Dies ist Auch ein Grund, weshalb ich mich mehr und mehr von den Massenmedien abnable, denn dahinter steckt die Ausbeuterlobby, welche den Leuten ein „gutes“ Gewissen einredet und vor allem vorzutaeuschen versucht, dass jeder von uns ganz allein dastehe! Und genau an diesem Punkte beginne ich zu zweifeln, denn ich habe je laenger je mehr das Gefuehl, dass wir gar nicht so alleine dastehen, sondern das da doch noch viele andere sind! So etwa in Frankreich – weshalb ist denn wohl die Zwangsmast der Gaense ‚in Gefahr‘ wie die sagen, oder ein Grossteil der Mastbetriebe vor dem Ruin – doch nur weil nicht mehr jeder alles kauft! Und das wollen die natuerlich nicht merken lassen, denn dann denkt sich so mancheiner, der noch am Ueberlegen ist, dass er am besten Auch nichts mehr von diesem Zeug kauft. Und deshalb wollen die eine blinde Gleichschaltung!

      Ich bin froh, dass es Menschen gibt wie Sie, Wolodja, und viele Freunde dieses Blogs, welche gemerkt haben, was da gespielt wird und es werden immer mehr! Machen wir mutig weiter!

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