Tierversuche: Betrachtet mit den Augen der Versuchsobjekte

Mit den Augen eines Affen :

Ich schreie vor Angst und Panik, aber ich bin in einem Gerät festgeschnallt und niemand kommt, um mir zu helfen. Mein Kopf ist an dem Metallbolzen angeschraubt, der mir vor ein paar Wochen auf dem Schädel geschraubt worden war. Das Metallding verursacht ständige Kopfschmerzen. Ich kann meinen Kopf nicht bewegen und muss einen Bildschirm anstarren. Darauf werden irgendwelche Muster gezeigt. Jeden Tag über Monate immer wieder. Ich begriff: Wenn sich zwei Muster gleichen, muss ich einen Hebel drücken. Ich habe einen Schlauch im Mund. Wenn ich den Hebel „richtig“ drücke, kommt aus dem Schlauch ein Tropfen Saft in meinen Mund. Ich will diesen Saft! Ich bin sehr durstig, denn in meinem Käfig gibt es meist nichts zu trinken. Nach mehreren Stunden des Angeschnalltseins werde ich zurück in den Käfig gebracht. Diesmal habe ich mich nicht gewehrt und habe die Hebel schnell gedrückt. Ich will schlafen. Und vergessen.

Mit den Augen eines Hundes :

Sie kamen und holten mich aus meinem Käfig. Ich wurde festgehalten und etwas langes dünnes wurde mir in den Mund geschoben. Ich wollte das nicht und wehrte mich, aber das lange Ding wurde mir tief in den Hals gestoßen. Es war kein Futter, aber ich musste würgen und schlucken. Ich fühlte das lange Ding tief in meinem Körper und es war ein unangenehmes Gefühl. Jeden Tag wurde ich aus meinem Käfig geholt, um mir einen Schlauch bis in den Magen zu schieben und mir irgendwas hinein zu injizieren. Was sie mir in den Magen taten, machte mich krank. Mir war schlecht, ich hatte fürchterliche Bauchschmerzen. Wenn mir mein Essen hingestellt wurde, wollte ich es gar nicht essen, weil mir so schlecht war. Wenn ich doch etwas aß, kam es gleich danach wieder hoch. Nach vielen Monaten wurde ich zum letzten Mal aus meinem Käfig geholt. Sie scherten mein Vorderbein. Eine scharfe Nadel bohrte sich in meine Vene und ich konnte eine kalte Flüssigkeit darin spüren. Dann wurde ich müde. Ich erinnerte mich an den Geruch meiner Mutter und wünschte mir, ich könnte noch einmal mit ihr zusammen sein.

Mit den Augen eines Kaninchens:

Ich kauerte in der hintersten Ecke meines Käfigs, als die grobe Hand kam, um mich zu greifen. Mein Kopf wurde durch ein Loch in einem Kasten gesteckt. Mein Körper war in dem Kasten, aus dem nur mein Kopf guckte. Ich blickte mich um. Links und rechts waren lange Reihen von Kästen mit anderen von uns drin. Ein Mensch kam auf mich zu, ich hatte Angst und versuchte mich aus dem Kasten zu zwängen, aber ich saß fest. Ich wollte fliehen, aber konnte nicht. Der Mensch zog meine Augenlider auseinander tropfte etwas hinein. Erst sah ich alles nur noch verschwommen. Dann fühlte ich einen stechenden, brennenden Schmerz in meinem Auge. Es tat so weh und ich konnte fast gar nichts mehr sehen. Ich wollte mit meinen Pfoten den Schmerz ausreiben, aber es ging nicht. Meine Pfoten waren in dem Kasten und mein Kopf draußen. Ich zappelte und versuchte wieder und wieder irgendwie mit meinen Pfoten an das schmerzende Auge zu kommen. Umsonst. Dann kamen sie, guckten meine schmerzenden Augen an und steckten mich wieder in den kalten Metallkäfig. Ich war allein, hatte Angst und es war kalt. Ich hoffte, dass sie nicht zurückkommen, aber sie kamen und es war das letzte Mal.

Mit den Augen einer Maus:

Eine grobe Hand kam. Ich rannte durch den winzigen Käfig, aber es gab kein Entkommen. Die Hand packte mich im Nacken, drehte mich auf den Rücken. Ich schrie, aber niemand half mir. Eine riesige Nadel bohrte sich in meinen Bauch. Es tat so weh. Die Hand setzte mich in den Käfig zurück. Das war vor drei Tagen. Seitdem geht es mir schlechter und schlechter. Mir ist übel und schwindelig, meine Sinne verschwimmen. Ich kann meine Beine nicht mehr bewegen. Das Atmen fällt mir zunehmend schwer. Ich will atmen und laufen, aber kann nicht. Ich kriege keine Luft. Panik! Mein Körper wird langsam gelähmt. Die anderen in meinem Käfig liegen reglos da. Ich denke, sie sind tot. Ich japse nach Luft. Noch ein verzweifelter Atemzug, ein letzter….

Quelle: http://www.aerzte-gegen-tierversuche

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Ein Kommentar zu “Tierversuche: Betrachtet mit den Augen der Versuchsobjekte

  1. Dies alles geschieht nicht in meinem Namen und nicht mit meiner Einwilligung.
    Ich glaube sogar, dass sehr viele Menschen, die Mehrheit, diese Grausamkeiten nicht wollen.
    Aber leider gibt es sog. Wissenschaftler, die für ein sehr gutes Einkommen und für ihre Karriere bereit sind, ALLES zu tun, buchstäblich über Leichen zu gehen.
    Wie können sie nur so blind und taub für die Leiden dieser unschuldigen Tiere sein?

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