Wir sind alle gleich

Die heutige Widmung an Wolodja und die Leser zeigt mein kleines Ex-Streunerchen Dédé bei allen vier Jahres- und Tageszeiten. Jetzt hat er es bei mir gut!

Bevor wir uns den ganz grossen Spezialisten im Tierreich widmen, welche dem Menschen so manches Husarenstueck voraushaben, gibt es heute nochmals breitflaechig alles, was mit Tieren zu tun hat – und zwar sind damit ALLE Tiere dieses Planeten gemeint, denn jede einzelne Spezies und jedes einzelne Tier, ob es in den Meeren, in den Fluessen oder Tuempeln schwimmt, durch die Luefte fliegt, in Wald und Feld haust, in der Wueste beheimatet ist, im Dschungel, im Eis oder in den Einrichtungen des Menschen sein Dasein fristet – jedes einzelne von ihnen verdient unsere hoechste Achtung und unseren Respekt!

Dies ist der Unterschied zwischen Artenschutz und Tierschutz. Waehrend der Artenschutz erst in Erscheinung tritt, wenn eine bestimmte Art gefaehrdet oder am Aussterben ist, nimmt sich der Tierschutz jedes einzelnen Wesens an und ihm ist am persoenlichen Wohl jedes einzelnen Geschoepfes gelegen. So etwa stellen gewisse Artenschutz-Organisationen das Wohl der gemordeten Robbenbabies kalt mit der Begruendung, sich nicht mit den Interessen der Inuits anzulegen, welche traditionellerweise nicht auf ihre jaehrlichen Fangquoten verzichten wollen, weil es ‚ihr Recht‘ ist.

Aber die Zeit der animistischen Traditionen, ebenso wie gewisser alteingesessener Religionsbraeuche ist endgueltig vorbei, denn wenn der Mensch sich weiterhin traditionellen und religioesen Blut- und Opferorgien anheimstellt, wird er den Schritt in die Neuzeit nicht schaffen – und ewiglich ein Irrlaeufer bleiben, der immer noch in einer steinzeitlichen Hoehle haust. Alles wichtige wird an ihm vorbeigehen und er wird ertrinken und verbrennen bevor ihm die ganze Tragweite der Ereignisse in seiner dumpfen Hirnschale bewusst wird! Aber heute geht es gar nicht mehr darum, mahnend den Finger zu heben und die ganze Schreckenspalette der kommenden Ereignisse auszumalen, falls der Mensch nicht spurt – und dass wegen seinem eigenen Fehlverhalten die anderen Kreaturen leiden muessten, was dann wiederum zum Nachteil des Menschen sei.

Diese Mahnzeiten sind vorbei, denn heute geschieht’s einfach – und der Uebeltaeter Mensch steht bis zum Hals im Wasser, auch wenn es NOCH wie meistens, auch hier viele Unschuldige zuerst trifft. Heute stellt uns die Natur vor ihre Tatsachen – und das Unrecht, welches da der Mensch ueber Jahrhunderte hinweg – und ganz speziell seit den letzten hundert Jahren – in den Schoss der Erde saehte, erntet er heute. Man kann nicht einfach ueber alle Mahnungen hinweg laechelnd durch die Jahrhunderte schreiten und dem Leib der Erde ihre Geschoepfe entreissen und sie auskotzen lassen, was fuer die naechsten Generationen und Jahrtausende von ihr geplant war! Sonst gibt’s eines Tages nix mehr – und dieser Tag wird auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Schafmutter mit ihrem Lamm – auch sie haben das Recht auf Leben

Fuchs und Dachs – zwei sehr stark verfolgte Wesen, die unseren ganzen Schutz brauchen

Wir muessen die ganze Natur, die Pflanzen, und vor allem alle Tiere wertschaetzen und uns fuer ihren Schutz einsetzen und stark machen, unsere Stimme erheben und dort eingreifen, wo wir es koennen! Kein einzelnes darf vor uns vergessen sein, ob es sich um den grossen Dickhaeuter in Afrika handelt, oder die zirpende Grille am Strassenrand. Ob es um ein Schwein in Intensivhaltung oder eine Maus in einem Labor geht! Sie alle sind uns nicht gleichgueltig – und wir Tierschuetzer stehen neben ihnen, wo immer dies auch sei. Oertlich moegen wir wohl getrennt sein, weil es ja meistens nicht anders geht, aber unsere Herzen schlagen mit ihnen, jedem einzelnen von ihnen – und unsere Hoffnung geht dahin, dass eines Tages alle Kaefige leer sein werden, auch wenn wir dies ziemlich sicher nicht mehr persoenlich erleben werden.

Aeffchen und Hund – zwei besonders in den Laboratorien gequaelte Tiere.
Das muss aufhoeren, sonst verliert der Mensch endgueltig seine Wuerde

Schwarzer Schwan mit Jungen

Uns allen muss stets – in jeder Minute und wenn wir Atem schoepfen bewusst sein, dass Milliarden von Tieren genau in diesem Augenblick entsetzlich leiden! Gewiss geschehen auch schreckliche Dinge in der Natur, aber am schlimmsten ist das Leiden jener Tiere, welche dem Menschen hilflos ausgeliefert sind! Dies darf dem Menschen unserer Zeit nicht gleichgueltig sein, denn sein Bewusstsein hat ein Niveau erreicht, auf welchem von ihm Empathie allen Lebewesen gegenueber erwartet werden kann und darf! Es ist ungeheuerlich, dass es in der heutigen Zeit noch Orte wie Schlachthoefe, Versuchslabors, Pelzfarmen und Stierkampfarenen und noch zahllose andere Marterhoellen gibt, wo hilf- und wehrlose, unschuldige Geschoepfe in der gemeinsten, feigsten und verbrecherischsten Weise zu Tode gebracht werden!

Eine liebevolle Mutter kuemmert sich um andere Wesen, die sie brauchen

Opossum-Mutter mit Nachwuchs

Fuer die Tiere ist der Mensch ein Terrorist und Nazi zugleich – ein Punkt, den die Staatsfuehrer nicht begreifen wollen und ihre Herzen immer noch an den Hollaendermichel verdingt haben, wo sie im tiefen Tann zu Eis erstarren und zu gluehen aufhoeren, waehrend das steinerne Herz in ihrer Brust wohl seinen teilnahmslosen Dienst versieht, aber sie zu Wesen mutieren laesst, welche die typischen ‚Emotional-Amputationen‘ aufweisen – und welches hoechstens noch zu einem sentimentalen Getue gegenueber der eigenen Spezies reicht! Jeder, der Mitgefuehl fuer – nennen wir es tapfer beim Namen – das Tier zeigt, wird emotionslos abgestraft entweder mit toedlichem Schweigen, laechelnden Mundwinkeln oder Vertroestungen auf den Sankt Nimmerleinstag. Mensch geht vor – aber nur scheinbar, denn der kapitalistische Fleischwolf gibt nicht Ruhe, bis er in die hintersten Ecken der Armut vorgedrungen ist und dort alles ausraeumt, was er noch vorfindet, bis es auch dort keine Traenen mehr gibt, da er alles Leben abzapfte und aushoehlte….!

Und hier noch ein sehr interessanter Dokumentar-Film, welcher uns 100 Tiere dieses Planeten vorstellt:

Schuetzt Mutter Erde und ihre Tiere!!!

Liebe Gruesse von Siraganda

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8 Kommentare zu “Wir sind alle gleich

  1. Lieber Wolodja,

    wie koennte ich denn etwas anderes, als Auch heute mit uns beiden zufrieden sein! Besonders gut gefaellt mir das Titelbild mit den Fotos von Animal Equality! Die sind naemlich ganz schoen auf dem Dampfer! Habe gestern recherchiert – in Italien machten die eine Grossaktion mit Stars gegen das Massaker an den Laemmern anlaesslich der verschiedenen (un)religioesen Feste! Die Fotos werden in einer unserer naechsten Tonbildschauen erscheinen! Bravo Animal Equality – ich bin stolz auf euch, denn ihr zeigt der Welt, wie es gemacht werden muss!

    Inzwischen ganz liebe Gruesse an Dich, Natur Freundin, Elke Kloos, Michael-B, Bernd Nowack und alle Freunde – eure Siraganda im Tierschutz

  2. Liebe Siraganda,

    wieder einmal ein absolut zutreffender und weiser Text und eine wunderschöne Dokumentation über einige der Tiere dieser Welt.
    Es freut mich sehr, dass du das Märchen „Das steinerne Herz“ kennst. Es ist eines meiner Lieblingsmärchen.

    • Ja, liebe Natur Freundin,

      das Maerchen vom steinernen Herzen habe ich nie mehr vergessen, seit es mir die Mutter vorlas, als ich noch ein kleines Maedchen war!

      Hier ist ein genialer Film-Ausschnitt aus einem alten Film, welche oft viel besser sind, als die neuen (das sitzt)! Genau diese Geschichte ist ein Grund mit dafuer, dass ich nicht mit dem Strom schwimme, sondern stets versuchte, nach meinem Gewissen zu handeln, welches im Herzen sitzt! Liebe Gruesse an Dich von Siraganda

  3. Siraganda:

    „Fakt ist, dass der Mensch aus diesem Planeten eine Hoelle geschaffen hat, deren Stahlklauen er mit ganzer Wucht sich selbst aussetzt! Wenn es aber ihm an den Kragen geht, dann herrscht ein allgemeiner Aufschrei und ein allgemeines Gezeter! Dass er aber bereits die anderen Spezies vor ihm in diese Hoelle expediert hat, darueber streicht er sich den vollen Bauch! Was ist dieser zweibeinige Irrgaenger nur fuer eine widerliche und sinnlose Art, die nichts besseres kann, als Leiden schaffen! Falls er sich eines Tages selbst ausrottet, dann wird Ruhe sein – vorher nicht!

    ‘Die Welt ist ueberall in Ordnung – ausser dort, wo der Mensch hinkommt mit seiner Qual’ – Friedrich Schiller“

    Sehr gut formuliert, werte Siraganda!

    • Lieber Bernd Nowack,

      es tut meinem Herzen (welches nicht aus Stein ist) sehr gut, wenn starke Menschen wie Sie, an meiner Seite stehen! Wie gut, dass nicht alle schlafen – wir sind wach!

      Liebe Gruesse an Sie von Siraganda

  4. Wieder ein klasse Beitrag von Siraganda! Ein Beitrag voller Wahrheiten und voller Mitgefühl für unsere Mitwelt. Toll!

    Hierzu passt vielleicht auch eine kleine Geschichte – oder traurige Anekdote – die ich selbst erlebt habe und die zeigt, welche Veränderungen es mit sich bringt, wenn man sich entschlossen hat, die Tür des Mitgefühls (in unserem Herzen) für unsere Mitwelt nicht mehr zu schließen.
    Ich fuhr beruflich mit dem PKW durch meine Großstadt und stand – wie so oft – im Stau einer vierspurigen Straße. Plötzlich bemerkte ich, wie etwas an meinem linken Bein hinauf krabbelte. Jeder kennt das Gefühl, wenn man sich in einem Auto befindet und dort eine Wespe rumfliegt, oder sich vor einem eine Spinne von der Sonnenblende abseilt. Normalerweise ist dann Panik angesagt. (Stadtmenschen halt!)
    Ich bemerkte, wie tatsächlich eine Spinne an meinem Bein hinauf krabbelte.So eine Art Weberknecht, nur nicht so lange Beine und einen dickeren Körper.Aber auch keine von diesen schwarzen flinken „Arachnos“.
    Früher hätte ich die totale Panik bekommen, nun jedoch hat sich mein Wesen derart gewandelt, dass ich zunächst überlegt habe,wie ich dieses Insekt am Leben erhalten kann, ohne dass Gefühl zu haben, dass es sich womöglich in meinem Auto häuslich einrichtet oder gar vermehrt und mir damit vielleicht doch eines Tages einen kleinen Schrecken einjagt.
    Ich öffnete also die Fahrertür – ich stand ja im Stau – und stellte mein Bein auf die Fahrbahn und schüttelte die Spinne ab, so dass sie auf die Fahrbahn plumpste.
    Das Bild, welches ich noch im Kopf habe war, wie die kleine Spinne nun auf den Asphalt unter mein Auto verschwand. Und plötzlich machte sich Unbehagen in mir breit und ich hatte ein richtig schlechtes Gewissen…. Den ganzen Tag….
    Ich will jetzt nicht falsch verstanden werden, dass Leben geht trotzdem weiter 😉 Aber es bringt schon große Veränderungen mit sich, wenn man sich bewusst und aus ethischen Gründen entschließt Vegetarier bzw. Veganer zu werden.
    Albert Schweitzer: Respekt vor dem Leben……….

    • Lieber Michael-B,

      danke fuer Ihr Miterleben in unseren Beitraegen! Dies erhoeht enorm den Mut und guten Willen, weiterzumachen!

      Nun zum Reich der Spinnen: es ist schon sehr anerkennenswert, dass Sie gedachten, die Spinne dadurch zu verschonen, indem Sie diese aus dem Auto gelassen haben! Natuerlich musste die Reaktion schnell erfolgen! Was dann nachher mit der Spinne passierte bleibt uns verborgen! All diese Dinge sind mir ueberall Auch schon passiert und nun habe ich hierfuer eine ideale Loesung gefunden, dh Spinnen habe ich viele bei mir zu Hause, die gehoeren inzwischen zum Haushalt, ich werde uebrigens zu spaeterer Zeit einen interessanten Aufsatz ueber meine Erlebnisse mit Spinnen schreiben! Aber mit anderen Tieren, wie Wespen oder gar Fledermaeusen kann mir das Auch passieren! Deshalb habe ich nun stets ein Glas und einen harten Karton in der Naehe – und wenn dann das Tier den Ausgang nicht selbst findet oder sich im Haus verirrt, fange ich es im Glas, lege den Karton darueber und bringe es nach draussen, wo ich einen kleinen Vorgarten habe! Mit Wespen habe ich Auch schon allerhand erlebt, werde noch ueber alles berichten, aber eins nach dem anderen, denn aus dem Reich der Tiere gibt es so viel zu berichten, dass der Tag 100 Stunden haben sollte!

      Inzwischen ganz liebe Gruesse an Dich von Siraganda

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