Statement zu einem zweifelhaften Frontal 21-Beitrag, erst kürzlich gesendet im ZDF-Fernsehen

Wer das glaubt, was im bundesdeutschen Fernsehen zu sehen ist, der ist selber schuld. Nun gibt es aber Sendungen, da kommt man gar nicht auf die Idee, das die hinten und vorne nicht stimmen und fällt auch als kritischer Bürger darauf herein, so auf diese Sendung von Frontal 21 des ZDF, siehe den Beitrag in der Mediathek:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/460#/beitrag/video/2594696/Alleinerziehende-in-Wohnungsnot
(Beitrag von 10 Minuten Länge)

Wen dauert da nicht das Schicksal der Frau, die unverschuldet mit ihrem Kind in einem Obdachlosenheim auf 25 qm leben muß, spartanisch eingerichtet und wo die Miete ca. 1.300 Euro (!) im Monat beträgt, die ohne zu Zucken das Sozialamt trägt. 9 Monate, hieß es, wäre die Frau dort schon untergebracht, da sie keine Wohnung fände.

Dies tat dem Wohnungseigentümer B.N. leid, der eine komplett eingerichtete Wohnung derzeit leer stehen hat und deswegen dachte, ein gutes Werk zu tun, indem er seine leerstehende und komplett eingerichtete Wohnung dieser Frau anbot – und dies zu einem Mietpreis von rund 1000 Euro weniger, als wie das eine kleine Zimmer im Obdachlosenheim kostet. Da er die Adresse dieser Frau nicht kannte, schrieb er das Obdachlosenheim an und schickte dazu auch jede Menge Fotos von seiner angebotenen Wohnung per Email an jenes Obdachlosenheim. Und damit noch nicht genug, denn zugleich bot er jener wohnungssuchenden Frau auch einen Job an sowie jedwede weitere Unterstützung.

Hier einige jener Fotos, die er als Anhang seinem Schreiben beifügte:

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Die Reaktion: Erst mal Schweigen im Walde! Nach einem diesbezüglich erforderlichen Telefonat erhielt er zur Antwort, seine Email wäre irgendwie untergegangen. Daraufin rief er nochmals eine zuständige Mitarbeiterin dieses Obdachlosen-Heimes an u. schickte ihr das Ganze nochmals zu. Betretenheit! Na ja, die Frau könnte sich ja mal die Wohnung ansehen und mittels eines billigen Wochenendtickets hinfahren. Es wurde ein Samstag vereinbart. Am Freitag dann der Anruf dieser Frau, daß sie nicht kommen könne, sie hätte kein Geld in der Tasche. Hm! Für das Wochenendticket? Ach was, sie würde doch, wenn sie kommen würde, mit dem eigenen Auto kommen, ja und Internet, das hätte sie selbstverständlich auch. Sollte das die gleiche Frau sein, die in der Sendung von Frontal 21 so arm dargestellt wurde, die dringend eine Wohnung sucht?

Sie war es, und sie sagte zu, sie würde nach dem Wochenende den Wohnungsanbieter nochmals anrufen. Aber stattdessen: Kein Anruf !!! Daraufhin schrieb B.N. nochmals das Heim an, schickte weitere Fotos von einem zweiten Objekt, auch komplett eingerichtet und dazu nochmals sein Jobangebot. Einen Tag später, ein kurzer Telefonanruf der „Wohnungssuchenden“, sie hätte jetzt eine Wohnung, eine sogenannte Trägerwohnung, allerdings nur für ein Jahr befristet. Eine Trägerwohnung? Verdient da wieder ein „Sozialträger“ was dran, so wie schon das Obdachlosenheim? Paßt es derlei „Sozial“-Vereinen oder Gmbh´s also gar nicht, daß Wohnungslose richtige Wohnungen auf dem freien Markt bekommen und zahlt der Staat lieber horrende Summen für diese Träger? Scheinbar!!!

Auf seine Frage, ob denn die Wohnungslose auch das zweite Angebot mit den Fotos bekommen hätte, erhielt B.N. eine verneinende Antwort.

Aufschlußreich die Reaktion auf die Telefonate, die der Wohnungsanbieter B.N. mit dem Obdachlosenheim tätigte: Sofort kam: „Ich kann jetzt das Gespräch mit ihnen nicht annehmen, da ich einen wichtigen Anruf erwarte!“ Darauf B.N.: „Na, dann rufe ich in 10 Minuten noch einmal an!“ Die Dame: „Ja!“ Nach den 10 Minuten war eine andere Kollegin am Apparat: „Frau XXX ist nicht mehr im Hause, sie mußte dringend weg!“ B.N.: „Wann kommt sie denn wieder?“ „Heute gar nicht mehr“! Und jeglicher Versuch mit dieser Kollegin zu sprechen, mißlang gründlich. Er wurde in unwirscher Form als lästiger Anrufer abgewiesen und dies sogar sehr drastisch.

Man stelle sich vor: So wird jemand behandelt und abgewiesen, der Wohnungen für Wohnungslose anbietet, aber eben nur ein Privatmann ist und der auch nur wenig Miete für eine wunderbar eingerichtete Wohnung verlangt, eben nicht die horrenden Summen, die derartige „sozialen“ Einrichtungen kassieren. War das ganze gestellt, die rührselige Story, die Frontal 21 da brachte? Vieles deutet darauf hin, wie Besitz eines Autos einer Obdachlosen und deren Desinteresse an dieser Wohnung. Jedenfalls kam auch keine Reaktion von Frontal 21 auf des Wohnungsanbieters Telefonat mit der ZDF-Zuschauerredaktion, wo er seine Erfahrungen mitteilte. Das läßt tief blicken!

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6 Kommentare zu “Statement zu einem zweifelhaften Frontal 21-Beitrag, erst kürzlich gesendet im ZDF-Fernsehen

  1. Vielen Dank für die Schilderung dieses Falls, eines unglaublichen Falls.
    In was für einer Welt leben wir nur?
    Wir werden belogen und betrogen, nicht nur von den Medien, sondern auch noch von Sozialeinrichtungen.
    Es ist wirklich unfassbar.

  2. Daß man als Obdachlosehilfe-Verein oder als Obdachlosenhilfe-Betrieb viel Geld verdienen kann, das weiß die deutsche Öffentlichkeit spätestens seitdem damals bekannt wurde, wie der Chef eines Berliner Obdachlosenhilfe-Vereins, Harald Ehlert, in Saus und Braus lebte, mit Maserati als Dienstauto des Obdachlosenhilfevereins, einem eigenen Schloß, Banketten die leicht mal 20.000 Euro kosteten für edlen Chamapgner, Hummer und Kaviar, siehe dazu diesen Blogbeitrag:

    http://barrynoa.blogspot.de/2010/09/deutsche-realitaten.html

    In obigem Beitrag aber eine Merkwürdigkeit aus jetziger Zeit, eigentlich eine kleine Angelegenheit, aber typisch! Typisch auch der Frontal21-Beitrag dazu, der verschwieg, daß so ein 25 qm-Zimmer für 2 Personen in diesem Obdachlosenheim 40 Euro und mehr am Tag kostet, sich die Anbieter eine goldene Nase verdienen und der Steuerzahler dies bezahlen muß, denn die Kosten trägt so gut wie immer das Sozialamt. Es sind dieselben Sozialämter, die Hartz-IV-Empfängern jeden Cent vorrechnen, von angeblich zu hoher Miete bei normalen Wohnungen, die dann das Amt nicht trägt und der Hartz-IV-Empfänger das selbst tragen muß, wohlgemerkt bei Mieten die rund 1000 Euro niedriger liegen, als bei so einem kargen kleinen Zimmer in einem Obdachlosenheim.

    • Zitat von B. Nowack:
      „Es sind dieselben Sozialämter, die Hartz-IV-Empfängern jeden Cent vorrechnen, von angeblich zu hoher Miete bei normalen Wohnungen, die dann das Amt nicht trägt und der Hartz-IV-Empfänger das selbst tragen muß, wohlgemerkt bei Mieten die rund 1000 Euro niedriger liegen, als bei so einem kargen kleinen Zimmer in einem Obdachlosenheim.“

      Diese Worte kann ich nur bestätigen und fett unterstreichen: Seit bereits schon vielen Jahren zahle ich für meine 63 qm grosse Wohnung eine Miete inklusive der Betriebskosten von nur 296.- Euro, was angesichts der Wohnfläche letztlich und eigentlich eine sehr preiswerte und daher auch keine übermäßig hohe Miete ist.

      Aber nun sollte niemand denken, dass während meines HartzIV-Einkommens diese Unterkunftskosten in voller Höhe vom Arbeitsamt und somit vom Väterchen Staat übernommen wurden. Nein, keineswegs, denn diese Miete wurde auf die mir als HartzIV-Empfänger zustehenden 45 qm berechnet, so dass ich Monat für Monat von meinen HartzIV-Kröten zur Miete noch runde 100.- Euro hinzulegen musste.

      Wie schizophren: Hätte ich in all den Jahren eine Wohnung mit weniger als 45 Quadratmetern Wohnraum bewohnt, die jedoch beispielsweise runde 400.- Euro Miete gekostet hätte, so wäre diese Miete vom Väterchen Staat ohne mit der Wimper zu zucken in voller Höhe übernommen worden.

      Daher ist es auch skandalös: Bei sogenannten „Sozial-Schmarotzern“ erweist sich Väterchen Sozial-Staat sehr, sehr sparsam und nicht sonderlich hilfsbereit, während auf der anderen Seite jene Obdachlosenhilfe-Vereine und Betriebe dank der Sozialämter den grossen Reibach machen und beispielsweise für ein nur 25 qm grosses Zimmer monatlich über 1200 Euro abkassieren.
      Oh weh, all diese „bösen“ HartzIV- und auch Sozialhilfeempfänger, die sich nicht schämen, dem gebeutelten Steuerzahler in die Taschen zu greifen! Wenn aber gänzlich andere Typen den Steuerzahler ausplündern und zwecks Profitgier horrende Summen vom Väterchen Staat einheimsen, dann scheint dies alles vermutlich rechtens und völlig in Ordnung zu sein. Oder?

      • Hallo Wolodja,

        deine Wohnkosten müssten deinem Jobcenter eigentlich zeigen, dass du deiner Pflicht zu wirtschaftlichem Verhalten nachkommst. Falls man das dort nicht erkennt, und deinen Ausführungen ist das zu entnehmen, solltest du versuchen, es davon zu überzeugen. Das könnte folgendermaßen geschehen:

        Du besorgst dir über einen gewissen Zeitraum Wohnungsangebote. Dazu musst du keine Vermieter anschreiben. Dazu reichen schon kostenlose Anzeigenblättchen oder Internetrecherchen zum Wohnungsmarkt in deiner Region. Du suchst gezielt nach Wohnungen mit maximal 45 qm.
        Du schreibst dann deinem Jobcenter, dass du beabsichtigst, eine neue Bleibe zu suchen, die den Kriterien des Jobcenters hinsichtlich der Fläche entspricht. Als Anlage führst du die recherchierten Wohnungen an und die nach dem Umzug zu erwartenden Kosten. Diese Kosten stellst du in Beziehung zu deinen jetzigen vollständigen Kosten.
        Dann erklärst du kurz deinem Jobcenter, falls man dort nicht von selbst drauf kommt, dass die jetzige Situation selbst dann, wenn sie deine Kosten vollständig übernehmen, für den Steuerzahler wesentlich günstiger ist, dass also ein Umzug in eine teurere Wohnung eigentlich eine Pflichtverletzung deinerseits darstellen würde, nämlich eine Verletzung deiner Pflicht zu wirtschaftlichem Verhalten.

        In den fachlichen Hinweisen der Agentur für Arbeit für die §§ 31, 31a und 31b des SGB II (im Internet als PDF-Datei) findest du unter „3.2 Unwirtschaftliches Verhalten“ folgenden Hinweis: „Unwirtschaftliches Verhalten im Sinne der unter § 31 Abs. 2 Nr. 2 genannten Pflichtverletzung liegt dann vor, wenn eine leistungsberechtigte Person unter Berücksichtigung der ihr durch die Allgemeinheit gewährten Hilfe bei allen oder einzelnen ihrer Handlungen jede wirtschaftlich vernünftige Betrachtungsweise vermissen
        lässt und dadurch weitere Hilfebedürftigkeit auslöst.“

        Ein Umzug in eine kleinere aber teurere Wohnung wäre meiner Meinung nach unwirtschaftliches Verhalten im Sinne des SGB II, denn du würdest durch die höheren Wohnkosten weitere Hilfebedürftigkeit auslösen. Indem das Jobcenter das von dir verlangt, verlangt es von dir eine Pflichtverletzung, denn es lässt selbst jede wirtschaftlich vernünftige Betrachtungsweise vermissen.

        Auf jeden Fall solltest du gegen den nächsten Bewilligungsbescheid oder Änderungsbescheid Widerspruch einlegen und verlangen, dass man deine Kosten der Unterkunft vollständig übernimmt. Als Begründung kann der Hinweis dienen, dass eine kleinere Wohnung teurer wäre und ein Umzug somit eine Pflichtverletzung darstellen würde. Letztlich ist die vollständige Übernahme der Kosten der Unterkunft für die Gesamtfläche deiner Wohnung die wirtschaftlichere Lösung. Falls man diesem Widerspruch nicht abhilft, solltest du gegen den Widerspruchsbescheid klagen. In deiner Nähe gibt es bestimmt auch Beratungsstellen für Hartz-4-Bezieher, die dir weiterhelfen können.

        Angesichts der von dir geschilderten Situation dürfte einem Erfolg für dich nichts im Wege stehen.

        Liebe Grüße

      • Gut gemeint, aber da hast Du sicherlich einiges überlesen und nicht beachtet, denn meine Zeit als HartzIV-Empfänger ist seit Oktober 2014 für immer und ewig begraben und seither erhalte ich eine „gigantische“ Altersrente.
        Aber auch dementsprechend erforderliche Sozial-Hilfeleistungen zu erhalten ist angesichts meiner jüngsten Erfahrungen mit dem Sozialamt ein nicht weniger schwieriger Hürdenlauf, so dass man des „Betteln-Müssens“ irgendwann müde und überdrüssig wird.
        MfG – Wolodja

  3. Wo gibt´s denn sowas? Ein Chef von einem Berliner Obdachlosenhilfeverein kassiert 35.000 Euro Monatsgehalt, kriegt einen Maserati als Dienstwagen, da werden 5000 Euro im Monat für Delikatessen ausgegeben und die armen deutschen Obdachlosen in Berlin die campieren auf der Strasse, wie ich selbst gesehen habe. Solche Vereine kassieren für so ein lausiges kleines Zimmer über 1000 Euro Miete im Monat? Wo leben wir denn? Dass es so schlimm aussieht in Deutschland, das habe ich nicht geahnt. Noch was! Da stimmt doch was nicht mit dieser kubanischen Frau Schmoldt in dem ZDF-Beitrag. Wie kann eine Obdachlose, die Mietschulden hat, deshalb aus der Wohnung raus geschmissen wurde, ein Auto und Internet haben? Das hätte doch der Gerichtsvollzieher gepfändet. 9 Monate war die in dem Obdachlosenheim, so sagte die ZDF-Sprecherin in dem Film und gerade dann wo ihr eine tolle billige Wohnung angeboten wird, da hat die plötzlich so eine Trägerwohnung? Wo leben wir bloss. Da können wir bloss froh sein, wenn wir gute Rente und Witwerrente dazu kriegen und mit diesen Aemtern nichts zu tun haben brauchen.

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