Pack und Wirklichkeit

Untenstehender Text über „Pack und Wirklichkeit“ von Dr. Gunter Bleibohm wurde von Herrn Ulrich Dittmann an verschiedene Vertreter unserer Politikerkaste mit der Bitte um Erkenntnisgewinnung mit nachfolgenden Zeilen versendet und weitergeleitet:

Zur Erkenntnisgewinnung – so Sie denn vermögen, die Inhaltsschwere des untenstehenden Textes intellektuell  zu erfassen. Dies ist jedoch sehr in Zweifel zu ziehen, angesichts Ihres bisherigen an Schwachsinn grenzenden Verhaltens.

Sie, unsere gewissenlose Political-Correctness-Fetischisten-Politikerkaste,  rückgratlos und volksverdummend den Götzen Globalisierung anbetend, ruiniert mit desaströser milliardenfacher Kamikaze-Verschuldung (siehe sog. „EU-Rettungsschirme“) die Zukunft unseres Landes. Und begrüßt nun zudem mit weltentrückter Ergriffenheitsvisage, nach hier strömende illegale Asylantentouristen, die als „Flüchtlinge“, getarnt, Nike-Turnschuhe an den Füßen, Smartphone am Ohr, ins kleine, übervölkerte Deutschland fluten, um sich in der sozialen Hängematte bequem einzurichten, als wertvolle „Fachkräfte“ und „Kulturbereicherer“.

Um die Zukunft dieses Landes besorgte Bürger werden von führenden Politikern (Gabriel) hingegen als „Pack“ bezeichnet. Und von solchen Politiker-Primitivlingen werden wir „regiert“, richtiger: drangsaliert. Schämen Sie sich Gabriel & Co. . Schämen Sie sich ganz gewaltig. Vox populi, vox dei! Zu hoffen bleibt, dass das Volk dem Recht endlich Geltung verschafft!

Ulrich Dittmann / 27.08.2015

Pack und Wirklichkeit

Von Dr. Gunter Bleibohm :

Nun reist sie wieder durchs Land, von Flüchtlingsheim zu Flüchtlingsheim, die Spitze des Staates. Beileibe nicht die intellektuelle Spitze, wie es in Krisenzeiten notwendig wäre, nein, es reist die Spitze der Regierung, die gewählten Vertreter des Volkes. Aber muss man nicht sofort fragen, wen wählt das Volk, die Masse?

Das Wahlvolk gibt immer dem seine Stimme, der ihm ähnlich ist, ähnlich in Geist, Verhalten und Denken. Aber vorausschauendes, tiefes Denken ist nicht das Spezifikum der Masse. Diese Art des Denkens ist einer Minderheit vorbehalten und – man muss es deutlich aussprechen – Minderheiten im Denken werden in der Demokratie überstimmt, sind unhörbar, da geistige Tiefe nicht in Jedermanns Ohr dringt, nicht dringen kann und dringen soll. Friedrich Schiller meinte in seinem „Demetrius“: „Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen. Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“

Die Staatsspitze ist somit, so erschütternd die Diagnose auch ist, ein repräsentatives Abbild der geistigen Massenstruktur und somit regelmäßig überfordert, wenn weitschauende Entscheidungen zu treffen sind. Als Folge dieser Unfähigkeit zeigt sich die Staatsspitze dem Publikum dann unisono mit einstudierten Betroffenheitsmienen, Mitleid und Anteilnahme heuchelnden Gesichtern, Kinderköpfe streichelnd und mit ausgewählten, frisch gebadeten Asylanten Schaudialoge führend. Honecker und ihm Geistesverwandte machten es ebenso.

Das Durchschaubare ihres Tuns, das Ekelhafte ihres Handelns wird ihnen nicht bewusst. Es kann ihnen nicht bewusst werden, denn sie sind nicht die intellektuelle Spitze, sie sind gewählte Massenmenschen, allzu ähnlich den anderen, die von ihnen bei abweichender Meinung und Sicht der Dinge mit „Pack“ bezeichnet werden. Der Geist folgt aber nicht der Funktion, auch wenn sie meinen, dass ein Aufstieg in der Polithierarchie ein Aufstieg im Intellekt bedeutet. Ihre demokratischen Prinzipien, in Sonntagsreden bis zum Erbrechen beschworen, verlieren sich in solchen Situationen sofort in den Niederungen ihres Schmalspurintellekts. Wer nicht synchron zur Propagandamaschinerie der Staats- und Parteiführung marschiert, wird beschimpft, bedroht und ausgegrenzt. Man merkt es den Politakteuern überdeutlich an, dass die Orwellsche Vorausschau in ihnen unbewusst lebt. In „1984“ drückte er es folgendermaßen aus:

„In gewisser Weise ließen sich diejenigen am leichtesten von der Parteidoktrin überzeugen, die ganz außerstande waren, sie zu verstehen. Diese Menschen konnte man leicht dazu bringen, die offenkundigsten Vergewaltigungen der Wirklichkeit hinzunehmen, da sie nie ganz die Ungeheuerlichkeit des von ihnen Geforderten begriffen und überhaupt nicht genügend an politischen Fragen interessiert waren, um zu merken, was gespielt wurde. Dank ihrer Unfähigkeit zu begreifen, blieben sie ganz unbeschadet…. Welche Ansichten die Massen vertreten oder nicht vertreten, wird als belanglos angesehen. Man darf ihnen getrost geistige Freiheit einräumen, denn sie haben keinen Geist.“

Aber das Volk auf den Straßen verlangt von diesen Überforderten  Antworten, Perspektiven und eindeutige Lösungswege auf Fragen, die sich die Regierungskaste – zumindest nicht öffentlich – bisher nicht einmal gestellt hat. Denn an welcher Grenze, an welcher roten Linie, wird die ganze Mitleids-, Hilfs- und Betroffenheitswelle enden, wenn auch dem letzten Bürger bewusst wird, dass Europa nicht einer temporären Flüchtlingswelle , sondern einer Völkerwanderung gegenüber steht, deren Wucht und Ausmaß alles Bisherige vergessen lässt, die alten Gewohnheiten und Strukturen aushebelt, die grundlegend lebensverändernd sein wird? Eine Völkerwanderung übrigens, die  durch Religionskriege geschürt und verschärft wird, eine Völkerwanderung, die in den arabischen Ländern ihren Auslöser in den schwachsinnigen Demokratisierungsideen und kriminellen Kriegstreibereien eines „befreundeten“ amerikanischen Präsidenten hatte, eine Völkerwanderung, die nicht mehr zum Stillstand kommen k a n n, eine Völkerwanderung, die massiv in die Zukunft der eigenen Nachkommen eingreift.

Wer kann ernsthaft glauben, dass mit Unterbringung fliehender Syrer, Afghanen und Süd-Osteuropäern das Thema erledigt ist? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass sich weitere Massen aus Afrika und Asien auf den Weg machen werden, das Elend im Heimatland gegen weniger Elend in Europa einzutauschen? Natürlich kommen sie, alles andere ist Illusion und Europa wird langfristig diese Menschen nicht auf sein eigenes Wohlstandsniveau heben können, sondern die kommenden Massen werden Europa aus seiner heutigen Wohlstandsagonie grausam wecken. Verteilungskriege, Ghettobildungen und massive Umweltvernichtung werden die Folge sein. Die Bevölkerung wird im großen Stil systematisch gespalten werden.

Ist es nicht das Volk betrügen, wenn ignoriert wird, dass die Menschheit  in die Phase des exponentiellen Wachstums eingetreten ist, eine Phase, die es in der Erdgeschichte für ein Lebewesen vorher nicht gab? Dieses Wachstum bedeutet:

  • Nettozunahme der Erdbevölkerung pro Sekunde um 2,8 Menschen, d.h. um 80 Millionen Menschen/Jahr mit einer
  • Verringerung der Naturfläche in entsprechender Größe, um diesen Menschen Nahrung und Lebensraum zu bieten;
  • dadurch Verringerung sämtlicher Ressourcen, angefangen von Kohle, Öl, Gas, Wasser bis zu Wäldern, unbesiedelter Naturlandschaft und sauberer Atemluft, sowie die Erschöpfung der Regenerationsfähigkeit des Systems „Erde“.
  • Zunehmende Verkarstung und Ausbreitung von Wüsten, Abschmelzen der Polkappen und Gletscher durch Anstieg der globalen Temperatur, Klimawandel und fortschreitende Instabilität des Wetters mit Ernteausfällen und Hungersnöten, dadurch Wanderungsnotwendigkeiten für Mensch und Tier in „noch“ intakte Lebensräume, die dann gleichfalls kurzfristig zusammenbrechen.

Regierungen, die einer solchen Fragestellung und Perspektive, die übrigens seit den 70er Jahren durch die Wissenschaft immer vorausgesagt wurde, ausweichen, opfern durch ihre mitleidbasierte Effekthascherei und primitivste Publicityanstrengung die Interessen des eigenen Volkes, des Volkes, das sie einst zu seinem Schutz und Führung berufen hat. Die Rufe “Volksverräter“ erhalten so einen tieferen Wahrheitsgehalt, ein Wahrheitsgehalt, der die Entfremdung der Politkaste von seinem Wahlvolk nicht besser ausdrücken könnte.

Tausend Fragen zur Ökonomie, zur Verwaltung, zur logistischen Steuerung des Geschehens müssten angeschlossen werden; ich beschränke mich auf zwei exemplarische:

Wo sind in der momentanen Situation eigentlich die christlichen Kirchen, in welchem Versteck hoffen sie auf das Ende der Krise, sie, die von Beruf Mitleid und Barmherzigkeit predigen? Wo hat die katholische Kirche beispielsweise ihre leer stehenden Klöster geöffnet um Flüchtlinge unterzubringen? Wo sind die Millionenspenden der milliardenschweren Bistümer, der Kirche insgesamt, Flüchtlingselend zu lindern?

Und als letzes noch die Frage, wo denn Regierungsvertreter, Minister, Staatssekretäre und alle sonstigen hochbezahlten Politkader in ihren Privathäusern Flüchtlinge aufgenommen haben? Wer ist mit gutem Beispiel vorangegangen oder ist ihnen das nicht zumutbar, was von dem Arbeiter, dem Angestellten und der Rentnerin erwartet wird? Mittelalterliche deutsche Könige und Kaiser sind in Krisenzeiten ihrem Volk vorausgeritten, neuzeitliche Staatslenker verbergen sich dagegen in ihren hochgesicherten Villen vor ihrem Volk und fordern, was sie selber nicht zu leisten bereit sind. Soviel zum Charakterwandel der Herrschenden.

Ein Epigramm von Erich Kästner möge an dieser Stelle den Endpunkt setzen:

„Wir werden nicht daran zugrunde gehen, dass einige Zeitgenossen besonders niederträchtig sind, und nicht daran, dass andere besonders dämlich sind. Und nicht daran, dass einige von diesen und jenen mit einigen von denen identisch sind, die den Globus verwalten. Wir gehen an der seelischen Bequemlichkeit aller Beteiligten zugrunde.“

27.8.2015  Dr. Gunter Bleibohm

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2 Kommentare zu “Pack und Wirklichkeit

  1. Dr. Gunter Bleibohm legt den Finger in die Wunde.
    Er steht mit seinen Warnungen (bis auf ganz wenige Ausnahmen) ziemlich allein auf weiter Flur mit seinem tiefen Blick auf die ökologischen und sozialen Folgen des Geschehens, dass uns alle in Atem hält.

  2. Es bekommen hierzulande vermutlich mehr mit als mancher meint, dass es mit der Zuwanderung nach Deutschland nicht unbegrenzt so weitergehen kann. Mehr als zwei Drittel der Landsleute sind laut Umfrageergebnissen dagegen, und tun dies auch auf z.T. nicht erwünschten öffentlichen Veranstaltungen kund. Also so unmündig und wenig verausschauend ist der Durchschnittsbürger inzwischen wohl doch nicht mehr, selbst wenn das bei den letzten Wahlen noch anders ausgesehen haben mag. In dieser Sache zumindest. Aber es wird in der Regierung einfach zu wenig zur Kenntnis genommen bzw. wird Volkes Wille auf arrogante Weise ignoriert, vielleicht weil man selbst längst weiß, auf einem Weg zu sein, wo es kein Zurück mehr gibt.

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