Spaß für Urlauber – Qual für Tiere

Animal Public fordert Tourismusunternehmen zum Handeln auf :

Schon bald beginnen die Sommerferien. Bei vielen Urlaubern stehen Attraktionen mit Wildtieren hoch im Kurs und füllen die Kassen der Veranstalter. Für die betroffenen Tiere ist das Leben als Attraktion jedoch meist eine lebenslange Qual. Zudem werden unzählige Tiere in freier Wildbahn eingefangen, um die Nachfrage zu bedienen. Elefanten werden mit Brutalität als Reittiere abgerichtet, wild gefangene Delfine in winzigen Pools gehalten und medikamentös ruhig gestellt, Tiger und Affenbabys von ihren Müttern getrennt und als Fotoobjekte missbraucht. Dies alles muss ein Ende haben! Animal Public hat sich daher gemeinsam mit zehn anderen Tier- und Artenschutzverbänden an die Reisebranche gewandt.

In einem gemeinsamen Positionspapier wurden die Reiseunternehmen aufgefordert, Delfinarien, Tiershows, Elefantenreiten und die Vermarktung von Wildfängen aus ihrem Angebot zu streichen. Denn es sind die Tourismusunternehmen, die darüber entscheiden, welche Attraktionen sie ihren Kunden anbieten. Sie tragen damit auch Verantwortung für das Wohl der Tiere.

Touristen ist oft nicht bewusst, welche Grausamkeiten sich hinter dem scheinbaren Urlaubsspaß verbergen. Zum Beispiel kaufen Delfinarien in Urlaubsländern wie Thailand, Ägypten und Tunesien aus der berüchtigten japanischen Delfinjagd in Taiji die schönsten Tiere für tausende Dollar ab, die übrigen werden getötet. „Mit großer Sorge beobachten wir, dass die Reisebranche indirekt die grausame Jagd auf Delfine mitfinanziert. Jedes Jahr sterben Hunderte von ihnen einen qualvollen Tod”, sagt David Pfender von Whale and Dolphin Conservation.

Mit ihrem Positionspapier wollen die Tierschützer der Reiseindustrie Kriterien an die Hand geben, die einen Missbrauch von Wildtieren für Touristenattraktionen verhindern und den Schutz von Wildtieren fördern. „Für Elefantenritte und dubiose Elefantencamps werden Elefanten noch immer in freier Natur eingefangen, brutal abgerichtet und ihr Leben lang in Ketten gehalten. Einige Reiseanbieter ziehen jetzt die Konsequenzen und streichen solche inakzeptablen Angebote. Doch andere machen hiermit weiterhin Geschäfte”, so Daniela Freyer von Pro Wildlife. „Wir brauchen ein grundlegendes Umdenken der Tourismusindustrie – weg von der Ausbeutung von Wildtieren, hin zu einem verantwortungsvollen Umgang. Dies fordern auch die Kunden immer mehr ein.”

Das Positionspapier der Tier- und Artenschutzverbände wurde unterzeichnet von :
Animal Public e.V.
Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Gesellschaft zur Rettung der Delfine e.V.
Meer e.V.
Menschen für Tierrechte -Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
Peta Deutschland e.V.
Pro Wildlife e.V.
Vier Pfoten Stiftung für Tierschutz
Whale and Dolphin Conservation
World Animal Protection

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