Jede Sekunde landen 313 Kilo Lebensmittel im Müll

Die Banane zu braun, das Mindesthaltbarkeitsdatum des Joghurts abgelaufen – Jahr für Jahr landen in der EU Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Auch Deutschland ist da keine Ausnahme. Eine neue Studie zeigt, dass dies nicht nur die Verbraucher betrifft und was das für die Umwelt bedeutet.

Doch nicht nur Verbraucher, sondern zum Beispiel auch der Handel entsorgen eine Menge Lebensmittel. Das hat etwa das Beispiel Frankreich gezeigt, wo die Nationalversammlung Ende Mai einen Gesetzeszusatz verabschiedet hat, der es Supermärkten verbietet, Lebensmittel wegzuwerfen. Der WWF hat nun eine Studie vorgelegt, die von der Ernte bis zum Endverbraucher aufzeigen soll, wo Lebensmittel verschwendet werden.

Laut der Studie mit dem Titel „Das große Wegwerfen“ landen Jahr für Jahr über 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Dies entspreche fast einem Drittel des aktuellen Nahrungsmittelverbrauches von 54,5 Millionen Tonnen. „Im Schnitt werfen wir jede Sekunde 313 Kilo genießbare Nahrungsmittel weg“, erklärte WWF-Ernährungsexpertin Tanja Dräger de Teran am Donnerstag in Berlin. Vermeidbar seien demnach fast zehn Millionen Tonnen Abfall, heißt es in der Untersuchung.

Laut der Umweltschutzorganisation landen zum Beispiel beim Verbraucher 7,23 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, vermeidbar seien 4,9 Millionen Tonnen. Beim Großverbraucher (damit sind etwa Kantinen oder Gastroeinrichtungen gemeint) beläuft sich der Lebensmittelabfall auf 3,4 Millionen Tonnen, vermeidbar seien 2,3 Millionen Tonnen. Im Groß- und Einzelhandel wiederum seien 2,4 von ingesamt 2,58 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall nicht nötig.

Die Umweltorganisation hat sich in der Studie aber nicht nur angeschaut, wie viele Lebensmittel jährlich in der Tonne landen, sondern welche Auswirkungen dies auf die Umwelt hat. Demnach würden umgerechnet jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche „umsonst“ bewirtschaftet, das entspreche der Fläche des Saarlandes und Mecklenburg-Vorpommerns zusammen. Zudem würden so 48 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen unnötig freigesetzt.

Quelle: Dana Schülbe/www.rp-online.de

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