Offene Briefe an Bundespräsidenten Gauck

Wo und wann Gauck auch immer seine Reden schwingt: Stets ist „Freiheit“ sein Thema, eine Freiheit allerdings, die mehr auf die Freiheit von Wirtschaft und Politik zugeschnitten ist und der sich Gauck & Co. verschrieben haben. Und nun hat Gauck als „Vater des Landes“ am 20. Juni, zum nationalen Gedenktag für Vertriebene, erneut zugeschlagen und an die Bürger dieses Landes seine „freiheitliche“ Stimme erhoben.

Original-Ton Gauck :
“Vor 70 Jahren hat ein armes und zerstörtes Deutschland Millionen Flüchtlinge zu integrieren vermocht. Warum sollte ein wirtschaftlich erfolgreiches und politisch stabiles Deutschland nicht fähig sein, in gegenwärtigen Herausforderungen die Chancen von morgen zu erkennen?“, fragte Gauck und forderte den “Deutsch-Michel” auf, “nach den Erfahrungen mit Flucht und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg großherziger gegenüber Flüchtlingen zu sein“.

Offene Briefe an Bundespräsidenten Gauck zu dessen Rede anlässlich des Flüchtlingstages am 20.06.2015 :

Offener Brief von Prof. Dr. Karl-Heinz Kuhlmann, Pastor i.R. :

Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Der kurze Ausschnitt,  den das Erste Deutsche Fernsehen heute um 20 Uhr aus Ihrer Rede brachte, zeigt mir leider, daß Sie „Äpfel mit Birnen“ vergleichen. Ist es Ihnen denn nicht klar, daß 1945 Deutsche zu Deutschen kamen? Insofern ist ein wesentlicher Teil Ihrer Aussagen geradezu absurd, wobei Ihre Eloquenz zu höchster Peinlichkeit gerät. Sie werden tatsächlich zu einem Märchenerzähler. Als Teilnehmer an einem Hungermarsch aus Hinterpommern im Alter von 11 Jahren, der heute 81 Jahre alt ist, verschlägt es mir die Sprache, einen solchen Unsinn von Ihnen zu hören. Meine Eltern haben als Deutsche aus Pommern mit anderen Deutschen aus Danzig, Ostpreußen, Schlesien, dem Sudetenland und anderen Teilen des Ostens Deutschland wieder aufgebaut.

Damit wir uns nicht  falsch verstehen. Mich jammert das Elend dieser heutigen Flüchtlinge, und die Politik, von der Sie ein Teil sind, täte gut daran, mehr für sie zu tun, damit sie in ihren Heimatländern verbleiben können. Dabei können Sie der Hilfe der Bundesbürger sicher sein, auch der meinen. Aber bitte verschonen Sie uns mit „Kanzelreden“, die der „Predigttext“ nicht hergibt. Ein bißchen mehr Exegese täte Ihnen gut, aber der Urtext war Ihnen im Studium ja sowieso nicht richtig vertraut, wie ich in einer ihrer Biographien lesen konnte. Das alles schreibt Ihnen ein alter Pastor, zu dem der damals Elfjährige später geworden ist.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. em. Dr. Karl-Heinz Kuhlmann, Pastor i.R.
 
Offener Brief von Herrn Ulrich Dittmann:

Dem oben stehenden Schreiben von Prof. Dr. Karl-Heinz Kuhlmann, Pastor i.R. ist absolut beizupflichten. Ergänzend hierzu eine weitere offene Meinungsäußerung.
(Siehe auch hier: „Gauck – Deutschland muss mehr für Flüchtlinge tun“)

Als “Flüchtlinge” getarnt, Nike-Turnschuhe an den Füßen, Smartphone am Ohr, fluten illegale Asylanten hierher, um sich in der sozialen Hängematte bequem einzurichten. Und prompt verklärt sich glücklich, ob dieser Geschehnisse, das gram-zerfurchte Antlitz unseres Bundespräsidenten und er blökt mit geübter, pastoraler Wichtigkeit seine Willkommens-Weisheiten über die gleichgeschalteten Staats-Fernsehkanäle von ARD und ZDF – die vom Michl-Bürger zwangsfinanziert werden.
 
Gauck und all die, die pharisäerhaft verlangen, man müsse (noch) mehr Asylanten aufnehmen, sind zu fragen wie viele Migranten sie denn selbst  persönlich, edel und gut, mit selbst aufgesetztem Heiligenschein, schon bei sich aufgenommen haben?!
Dies insbesondere an die Adresse all unserer  Möchte-gern-gut-sein-Politikerclique gerichtet, die warm und bräsig auf des Steuerzahlers Kosten im Elfenbeinturm  thront – Wasser predigend, aber Wein saufend. (Stichwort: ständige Diätenerhöhungen)
 
Es ist eine Frechheit des Bundespräsidenten diese Einwanderer aus aller Welt gar mit deutschen Flüchtlingen, die nach dem Krieg mit Nichts in den Westen geflohen sind, zu vergleichen. Dagegen verwehre ich mich entschieden, auch im Namen meiner Eltern und allen Flüchtlingen, die Deutschland nach dem Krieg wieder aus Trümmern aufgebaut haben.
Und dieser von unseren Eltern schwer erarbeitete Wohlstand wird von der heutigen Politikergeneration nun mit vollen Händen verschleudert. Siehe auch endlose, gigantische Zahlungen, resultierend aus einer gescheiterten Europa- und Euro-Politik, die von uns Steuerzahlern zu schleppen ist. So verzockt man Deutschlands Zukunft.
 
Schämen Sie sich, schämen Sie sich ganz gewaltig. All das Verhalten ist nur noch ekelerregend, Herr Gauck. Versuchen Sie endlich in Ihren Gehirnwindungen zu speichern, dass Deutsch-Michl es leid ist, überall als dummer Zahlochse angesehen zu werden.
 
Zu Ihrer Wissenserweiterung sollten Sie sich in diesem Zusammenhang auch den aktuellen Welt-Artikel von Henryk Broder zu Gemüte führen: „Warum wir den Griechen unseren Dank schulden“
 
Ulrich Dittmann / 22.06.2015

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2 Kommentare zu “Offene Briefe an Bundespräsidenten Gauck

  1. Bravo Sie sprechen mir (uns, unserer Familie, unserem großen Freundes- und Bekannten- und großem Kollegenkreis, übrigens alles intelligente Leute) aus der
    Seele, diesem Märchenerzähler, Herrn Gauck sollte man seine öffentlichen Auftritte untersagen. Wie kommt er dazu uns weiss machen zu wollen, Deutschland sei ein Einwanderungsland. Es reicht..

  2. Ich habe überhaupt nichts dagegen, Menschen aufzunehmen, die WIRKLICH vor Krieg und Verfolgung flüchten, aber auf keinen Fall Leute, die aus wirtschaftlichen Gründen fliehen
    Mir ist wohl bewusst, dass Armut und Arbeitslosigkeit für den Einzelnen sehr schlimm sind. Wenn wir aber jeden Menschen aus diesen Gründen aufnehmen wollten, dann müssten wir uns bereiterklären, mindestens 1 Milliarden Menschen aufzunehmen. Das sieht wohl selbst Herr Gauck ein, dass das nicht möglich ist.

    Ich frage mich auch die ganze Zeit, warum nicht superreiche Länder wie Saudi-Arabien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate etc. Flüchtlinge aufnehmen können.
    Für diese Länder wäre es doch ein Leichtes, gute Unterkünfte zu bauen, die Leute mit allem Nötigen (Essen, Kleidung) zu versorgen und für eine grundlegende Schulbildung zu sorgen. Sie könnten ja sogar Arbeitsplätze bieten, denn der Bauboom und überhaupt das Wirtschaftswachstum halten ja weiter an.

    Ich wohne in Hamburg und hier ist mittlerweile überhaupt kein Platz mehr für die Unterbringung der vielen Asylsuchenden. Es werden schon auf Parkplätzen Zelte aufgebaut. Es gibt einfach keine Flächen mehr, auf denen man noch Container hinstellen könnte. Und wie stellt man sich das WEITER vor? Die Leute können doch nicht jahre – oder jahrzehntelang in Containern leben. Wo sollen sie alle wohnen? Die Mieten sind in den letzten Jahren kräftig gestiegen, es gibt kaum noch Sozialwohnungen und auch keinen Platz mehr für den Wohnungsneubau.

    Es wird also „verdichtet“, was bedeutet, dass die Reste an Natur zerstört werden. Das zerstört Lebensqualität. Haben wir darauf nicht auch ein Recht? Ach ja, die Stadtteile der Reichen (Blankenese, Eppendorf) sind bisher verschont geblieben, denn diese Leute können teure Rechtsanwälte bezahlen, die jede Lücke finden, um die Belegung mit Asylsuchenden zu verhindern.

    Doch es gibt weitere Probleme: Es müssen massenweise Deutschkurse angeboten werden.
    Und es müssen erhebliche Menschenmengen – vor allem junge Männer! – integriert werden. Das geht alles nicht mit einem Fingerschnippen, das kostet eine erhebliche Menge Geld, von der Unterbringung und Versorgung gar nicht zu reden.
    Ich kann aus eigener beruflicher Anschauung sagen, dass schon jetzt nicht genügend Geld für die BEREITS VORHANDENEN sozialen Notwendigkeiten vorhanden ist (z.B. Besetzung der Jugendämter, Inklusion in den Schulen).
    Wie will man dann diese Massen an Asylsuchenden finanziell unterstützten?

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