Welternährung – „Wachset und mehret Euch“

Von Manfred Schmitz :

Vor 60 Jahren musste unsere geschundene Erde schon 3 Milliarden der Gattung Homo Sapiens ertragen, heute sind es 7 Milliarden. Immer knapper werdendes sauberes Trinkwasser, schmelzende Gletscher und Polarkappen, abgeholzte Regenwälder, öl- und chemikalienverseuchte Ozeane, Seen und Flüsse, durch Jauche, Düngemittel und Pestizide vergiftete Böden und Grundwässer, leer gefischte Meere, Fischfarmen und unter ihnen ökologische Kloake, Massentierhaltung mit Tonnen von Antibiotika – eine schreckliche Bilanz, und alles für das Wachsen der Menschheit!

Wer will bestreiten, dass der Mensch der Supergau, die größtmögliche Katastrophe für diese wunderschöne (nicht aufblasbare) Erde ist? Wer kann leugnen, dass die Biorasse Mensch, die ihr eigenes Zuhause nach Schweinemanier „versaut“, als Kollektiv versagt?

Wie hirntot muss man sein, über die Ernährung der Weltbevölkerung nachzudenken, statt über ihr irrsinniges Wachstum? Offensichtlich wird die Welt von wahnsinnigen Bruchpiloten und Ignoranten gesteuert – wachsen, wachsen, wachsen – das Chaos schon im Blick. Woher nehmen diese Chaoten nur ihre irrwitzige Überzeugung und Legitimation? Die Frage ist leicht zu beantworten: Aus den Tiefen der Evolution durch reinen Zufall zum Beherrscher dieser Erde avanciert, glaubt der Mensch, er sei das Non-Plus-Ultra des Universums. Die Tragik: Selbst die Größten unter uns können ihr Denken nicht von irdischen Fesseln trennen, ein triftiger Grund für Reflektion und Bescheidenheit – wären da nicht gewisse Religionen.

Sie redeten dem Dümmling ein, er sei göttlich, von einer höheren Instanz auserwählt, die Geburt jedes einzelnen sei ein elitärer Schöpfungsakt; in einem Einzelfall habe sogar eine unbefleckte Empfängnis stattgefunden. Die daraus resultierende Hybris ist bis heute ganz wesentlich für den blinden Wachstumswahn verantwortlich: Man möchte verzweifeln: Die dünne Schicht intellektuell fähiger Menschen ist leider nicht mehrheitsfähig, und darum werden sich die Lenker dieser Erde niemals mit den ewig-gestrigen Religionen und ihren tumben Anhängern anlegen. – Masse statt Klasse: Wachset und mehret Euch!

Manfred Schmitz
Quelle: www.eifelzeitung.de

Sehr schönes Video: „Tiere und ihre außergewöhnlich besten Freunde“ :

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0 Kommentare zu “Welternährung – „Wachset und mehret Euch“

  1. Leider ist es so, dass die Menschen nicht merken, dass sie an dem Ast sägen auf dem sie sitzen. So wie es aussieht, ist wachsen und mehren die einzige Möglichkeit die Tiere und die Natur von der Herrschaft des eingebildeten, dummen, nackten Affen zu befreien. Hoffentlich geht es schnell, damit alle Leidenden und Gefolterten bald erlöst sind.

  2. Liebe Elke,
    ist Dir hinsichtlich Deiner Worte möglicherweise ein unbedachter Fehler unterlaufen? Denn so wie ich das sehe, ist Wachsen und Mehren alles andere als eine Möglichkeit, die Tiere und die Natur von der Herrschaft des eingebildeten und dummen Affen namens Mensch zu befreien. Ich nehme eher an, dass Du es gerade anders gemeint hast, als wie es da steht, nämlich dass nur eine Schrumpfung und rigorose Eindämmung dieses steten Wachsens und Vermehrens unseren Planeten Erde vor einer drohenden Apokalypse zu retten vermag.

    Oder vielleicht hast Du es auch genau so gemeint, wie Du es geschrieben hast, denn ohne Zweifel wäre es für alle leidenden und gefolterten Geschöpfe dieser Erde sicherlich die letztlich engültige „Erlösung“, sobald nämlich jener Ast, auf dem sich diese „Krone der Schöpfung“ arrogant, anmaßend und verbrecherisch niedergelassen hat, endgültig von diesen blindwütigen, törichten, nimmersatten und unbelehrbaren „Schöpfungskronen“ selbst durchgesägt ist.

    Mit lieben Grüssen an Dich – Wolodja

  3. Lieber Wolodja,
    ja, ich habe es genau so gemeint, wie ich es geschrieben haben. Es ist leider, wie ich es sehe, die einzige Möglichkeit: Die endgültige Erlösung der durch die Krone der Schöpfung gemarterten Mitlebewesen und der Natur.
    Wenn die Dornenkrone der Schöpfung immer mehr wächst und sich mehrt, bleibt irgendwann nichts mehr übrig, von dem sie selber leben könnte. Leider sehe ich bisher keine Anzeichen dafür, dass diese Richtung sich ändert oder auch nur ansatzweise etwas gebremst würde. Das Gegenteil ist der Fall. Das Motto lautet überall: Wachstum. Wenn es kein Wachstum mehr gibt, macht man entsprechende Gesetze, sei es für Wirtschaftswachstum oder für menschlichen Nachwuchs.
    Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

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