Gedankenlose Tierquälerei im Sommer – das Auto wird zur Hitzefalle

Jetzt ist der Sommer wieder da, mit Sonne, hohen Temperaturen und viel Spaß für die Menschen bei verschiedensten Aktivitäten im Freien. Da dürfen manchmal auch unsere vierbeinigen Begleiter mit ! Doch Vorsicht : Zuviel Sonne birgt Gefahren, bis hin zum Kollaps, schlimmstenfalls gar mit Todesfolge.

Beim Zurücklassen eines Hundes im Sommer bei 30 °C herrschen nach kurzer Zeit, im Inneren des abgestellten Fahrzeuges nach Messungen der technischen Sachverständigen Temperaturen von sage und schreibe 45°C – so die gutachterliche Stellungnahme von Dr. Petermann, Amtstierärztlicher Dienst Niedersachsen.

Selbst wenn ein oder zwei Fenster während der Aufheizungsperiode einen Spalt geöffnet sind, kommt es zu keiner wesentlichen Verringerung der Wärmewerte im Wageninneren. Dem normalen Bereich der Körpertemperatur eines Hundes von etwa 38°C bis 39°C steht eine Letaltemperatur ab 41,7°C gegenüber. Bei 41°C treten Funktionsstörungen am Nervensystem, bei 44°C der Tod ein. Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann eine Wärmestauung bereits bei 40°C zum Tod führen. In vielen Fällen kommt es bereits deutlich vor Erreichen dieser Körpertemperaturen zu einem tödlichen Kreislaufkollaps. Dieses andauernde Leiden im Inneren eines aufgeheizten PKW ist unzweifelhaft als strafbewehrte Qualzufügung im Sinne des Tierschutzgesetzes einzustufen.

Das heißt: Eigene Tiere im Sommer möglichst nie alleine im Auto zurücklassen; beim Kurzparken ggf. mindestens auf zwei Fensteröffnungen achten. (Durchzug)
Beim Abstellen eines Fahrzeuges im Schatten daran denken, daß die Sonne „wandert“, so daß nach oft kurzer Zeit das Auto mitsamt den Insassen in praller Sonne brüten kann.

  • Beim Feststellen eines Missstandes wie geschildert – Automarke, Farbe, KFZ-Kennzeichen, Datum, Tageszeit und beobachtete Verweildauer des Tieres im Auto, möglichst im Beisein von Zeugen notieren. Heute im Zeitalter des „Handys“, mit der Möglichkeit zu fotografieren, Fotos erstellen – zur Beweissicherung
  • Polizei benachrichtigen und – so das Tier sichtbar leidet – unter Bezugnahme auf das Tierschutzgesetz auf Öffnung des Fahrzeuges drängen.
  • Nur im Notfall, wegen möglicher Regressforderungen – und nur im Beisein von Zeugen – selbst bei der Öffnung des Fahrzeuges „Hand anlegen“.
  • Namen und Anschriften der Zeugen festhalten.
  • Strafanzeige erstatten und Strafantrag wegen Verdachts der Tierquälerei erstellen.


Ulrich Dittmann

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