"Gesinnungsterror" angeblich "radikaler Tierversuchsgegner" ???

Journalist Wulf Rüskamp bezeichnet den Kampf gegen Tierversuche als „Gesinnungsterror“ und schreibt einen blamablen Artikel, der sein Unwissen offenlegt. Siehe seinen Artikel auf www.badische-zeitung.de

Zu diesem Artikel nachfolgender Kommentar von Prof. Dr. Hamper :

Tierversuchsbasierte „Forschung“, insbesondere im Bereich der sogenannten Grundlagen„forschung“, ist nur allzu häufig „Neugierforschung“. Es wird geforscht, weil man etwas wissen will, ohne zu wissen, wofür sich dieses Wissen eventuell später einmal eignen oder nutzen lassen wird. Häufig enden entsprechende Publikationen mit dem Satz: „Weitere Versuche sind notwendig, um die Ergebnisse besser zu verstehen“.

Herausspringen tut für den „Forscher“ aber immerhin meistens eine Publikation. Je nach Renommée des wissenschaftlichen Journals, in dem publiziert wurde, wird die „Forschung“ dann z. B. als „herausragend“ oder gar als „Weltspitze“ eingeordnet. Über die praktische Nutzanwendung der „Forschung“ sagt das jedoch nichts aus. Ergebnisse aus Tierversuchen sind, wenn überhaupt, dann nur sehr bedingt auf den Menschen übertragbar. Das ist z. B. bei pharmakologisch wirksamen Substanzen („Medikamente“) in zahllosen Fällen bewiesen. Aber das Diktat der Universitäten und wissenschaftlichen Institute lautet nun mal: „Wer schreibt (publiziert), der bleibt.“ Und dazu sind Tierversuche ein probates Mittel.

Also wird experimentiert. Es ist besonders verwerflich, Primaten als uns am nächsten stehende leidensfähige Mitlebewesen (wie auch andere Tiere) zu „Forschungs“zwecken zu mißbrauchen. Die Versuche sind in der Regel mit Schmerzen, häufig Verstümmelungen und fast immer mit dem Tod verbunden. Den Beweis, dass Tierversuche generell einen Nutzen haben (außer einem undefinierten „Wissensgewinn“), bleiben die Neugier- und andere „Forscher“ in den meisten Fällen schuldig. Tierversuche entspringen einem zutiefst anthropozentrisch-egoistischen Weltverständnis. Ich bin davon überzeugt, dass das Leid der Tiere in kaum einem Tierversuch objektiv gerechtfertigt werden kann. Der Artikel ist oberflächlich, einseitig, tendenziös in der Wortwahl und damit als journalistisch schlecht anzusehen.

Prof. Dr. med. habil. Klaus Hamper

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