Kaninchen oder Hamster?

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund,
wo kommen die vielen Hunderttausend Kleintiere wie Meerschweinchen, Vögel, Kaninchen, Hamster und Mäuse her, die jedes Jahr im Zoofachhandel als „Heimtiere“ über die Ladentheke gehen? Die Vorstellung der Käufer und die Realität könnten hier nicht weiter auseinanderliegen. Eine aktuelle PETA-Recherche deckt die branchenweit katastrophalen Zustände in den Massen – und Privatzuchten auf, wo Verzweiflung, Tod, Krankheit und Kannibalismus an der Tagesordnung sind.

PETA ermittelte monatelang im Zoohandel und deckte katastrophale Zustände bei Zulieferern von großen Ketten wie OBI, Hagebaumarkt, Fressnapf, Dehner, Das Futterhaus, Raiffeisenmarkt oder Zoo & Co auf. Auch Report Mainz, Spiegel und andere Medien berichteten erst kürzlich über diese Recherche und die aufgedeckten Missstände.

Unter http://www.PETA.de/Heimtierhandel erfahren wir, woher OBI, Hagebaumarkt, Fressnapf & Co. „ihre Ware Tier“ beziehen, unter welchen Umständen die Tiere leben müssen und was wir dagegen tun können.

In Deutschlands Wohnzimmern werden etwa 9,5 Millionen Kleintiere und Vögel gehalten. Eine mehrmonatige Recherche in den Zuchtanlagen für diese Tiere, die für den deutschen Heimtiermarkt „produziert“ werden, brachte erschütternde Ergebnisse zutage PETA-Ermittler fanden viele Tausend Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Vögel, Ratten und Mäuse in völlig überfüllten Käfigen oder winzigen Plastikboxen, die Regal über Regal aufeinandergestapelt waren. Unzählige Tiere mussten inmitten ihrer eigenen Ausscheidungen leben. Die Tiere wurden derart vernachlässigt, dass ein großer Teil von ihnen schon tot war, verdurstete oder Verletzungen und Erkrankungen aufwies.

Sowohl kleine Zoofachhändler als auch große Ketten wie OBI, Hagebaumarkt, Fressnapf, Dehner, Das Futterhaus, Raiffeisenmarkt und Zoo & Co. beziehen diese Tiere mittels zwischengeschalteter Großhändler aus den grauenvollen Zuchtanlagen in den Niederlanden, Tschechien und Deutschland. Ahnungslosen Kunden wird im Einzelhandel hingegen vielfach vorgetäuscht, die Tiere würden von lokalen Züchtern oder aus guten Verhältnissen stammen.

Der in den riesigen Zuchtstätten aufgedeckte Missbrauch ist kein Einzelfall: Stichprobenartige Ermittlungen bei kleinen Züchtern, die Tiere an kleine wie auch große Zoohandlungen lieferten, zeigten ebenfalls erschütternde Zustände. Bei den Undercover-Recherchen in etwa 15 Zucht- und Großhandelsbetrieben wurden dutzendfach Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dokumentiert. Gegen insgesamt 11 Züchter und Großhändler aus Deutschland und den Niederlanden wurde Strafanzeige erstattet.

Hier das Video über diese PETA-Recherche: „Massentierhaltung im Heimtierhandel“

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