Der Holocaust an den Tieren (Teil 1)

Ob Du es glaubst oder nicht, so ändert es nichts an folgender Tatsache:
Seit dem Öffnen dieses Blogs – also binnen nur weniger Sekunden – sind weltweit in Schlachthäusern bereits schon wieder mehr als 3.000 Tiere getötet worden. Und während du augenblicklich diese Zeilen liest, werden Millionen Tiere durch Menschen versklavt und gefoltert und befinden sich auf direktem Weg in die Schlachthäuser. Bist du dir der Tatsache bewusst, dass genau jetzt in diesem Moment Tausende Tiere für den Geschmack ihres Fleisches durch einen Kopfschuss mit dem Bolzenschussgerät hingerichtet werden? Gleichzeitg werden Tausende anderer Tiere getötet, weil ihr jahrelang misshandelter, ausgebeuteter Körper nicht mehr länger in der Lage ist, Milch oder Eier zu produzieren.

Und jetzt in dieser Sekunde werden ebenfalls Tausende Tiere durch Menschen vergast oder bei vollem Bewusstsein geschreddert, weil sie für die Eierindustrie das falsche, unbrauchbare Geschlecht aufweisen. Seit dem zweiten Weltkrieg sind Milliarden Tiere durch Menschen getötet worden.

Darf ich Dich einmal folgendes fragen?
Haben wir Menschen das Recht, jedes Jahr Tiere in milliardenenfacher Höhe zu ermorden und auszurotten, nur um unsere Gewohnheiten aufrechterhalten zu können und unsere Bedürfnisse zu befriedigen? Meine ganz persönliche Antwort auf diese Frage ist einfach und dennoch sehr deutlich: NEIN!
Wir Menschen haben absolut kein Recht, Tiere zu benutzen, sie zu misshandeln und für unsere Bedürfnisse zu töten. Die Tatsache, dass Menschen in der Lage sind, derartige Verbrechen an Tieren zu begehen, rechtfertigt ein solches Handeln keineswegs. Die Überlegenheit der Menschen über Tiere gibt uns nicht das Recht, Milliarden Tiere jedes Jahr durch die Hölle zu schicken.

Die Bezeichnung „Holocaust an Tieren“ wird seit über 20 Jahren von Tierrechtsaktivisten weltweit verwendet. Sie steht für die Versklavung, Ausbeutung, Ausrottung und endlose Tötung von Milliarden Tieren durch Menschen.

Im Dezember 1942 wurde das Wort Holocaust erstmals durch die britische Presse in Bezug auf Adolf Hitler’s Vernichtungsplan an Juden verwendet. Etliche Schriftsteller, einschließlich des jüdischen Nobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer, sowie auch viele Tierrechtsgruppen, haben einen Vergleich zwischen der Behandlung von Tieren durch Menschen und dem Holocaust der Nazis an Juden gezogen. Dieser Vergleich wird bis heute kontrovers diskutiert. Inhaltlich stützt er sich hauptsächlich auf parallele Verhaltensmuster im Sinne der Ausbeutung, Ausrottung und massenhaften Tötung.

Wenn Tierrechtler über den Holocaust an Tieren sprechen, beabsichtigen sie keinesfalls die Opfer des Holocausts an Juden, begangen durch die Nazis im zweiten Weltkrieg, zu diskreditieren. Durch die Anwendung des Begriffs Holocaust an Tieren wird das Leben beider Existenzformen, also des nicht-menschlichen Tieres und des Menschen, lediglich auf die gleiche Stufe gestellt. Gleichzeitig ist dies ein klares Bekenntnis gegen eine vom Menschen oft praktizierte speziesistische Denkweise.

Speziesismus bezeichnet die Ungleichbehandlung von Lebewesen aufgrund ihrer Art. Ein Großteil der Menschen lebt leider immer noch hinter dem Mond, glaubt die „Krone der Schöpfung“ zu sein und denkt und handelt dementsprechend speziesistisch, was sich in der Einstellung äussert, dass Tiere im Vergleich zum Menschen einer untergeordneten und weniger beachtenswerten Spezies angehören würden. Die Tatsache, dass Tiere uns Menschen physisch ganz klar unterlegen sind, erleichtert zusätzlich eine daraus resultierende Ungleichbehandlung der Menschen gegenüber seinen Mitgeschöpfen. In unserer Gesellschaft ist diese Ungleichbehandlung im Alltag zu einer unbewussten Selbstverständlichkeit geworden. Der Holocaust an Tieren hat seinen Ursprung in genau diesem Denken und Handeln.

Alltäglich werden Tiere millionenfach durch Menschen grausamst misshandelt und ausgebeutet. Und diese Ausbeutung der Tiere durch Menschen findet in folgenden Bereichen statt:

  • In der Produktion von Nahrung und Kleidung
  • In der Unterhaltung wie z.Bsp. in Zirkussen, Delphinarien, Zoos, Rodeos, Stierkämpfen, Sportangeln, Pferderennen, der Jagd u. anderen Dingen.
  • In Tierversuchen wie z.Bsp. in medizinischen und psychologischen Experimenten


Es ist schwierig, die exakte Anzahl der Tiere zu nennen, welche durch Menschen weltweit jedes Jahr getötet werden. Laut Statistiken der Food and Agriculture Organization of the United Nations sowie auch des US Departement of Agriculture werden weltweit jedes Jahr mehr als 150 Milliarden Tiere durch Menschen getötet.

Laut des National Agriculture’s Statistic Services wurden 2012 alleine in den USA 8,3 Milliarden Tiere für Nahrung getötet! Doch Achtung bitte, denn Fische, Meerestiere, Krebstiere, Kaninchen und weitere Landtiere, sowie auch Tiere, die für ihren Pelz (oder auch für Leder) getötet wurden, fehlen in dieser Statistik.

  • Über 65 Milliarden Landtiere werden weltweit jedes Jahr geschlachtet!
  • Über 90 Milliarden Meerestiere werden weltweit jedes Jahr getötet!
  • Über 200 Millionen Tiere werden allein in den USA durch Jäger jedes Jahr getötet!
  • Über 90 Millionen Tiere werden weltweit um ihres Pelzes wegen jedes Jahr getötet!
  • Über 3,1 Millionen Tiere sind in Deutschland in Laboren durch Tierversuche im Jahr 2012 getötet worden!


Hast Du angefangen, diese Zahlen einmal zu addieren? Das solltest Du einmal tun!

Und bedenke: All jene Tiere, die jedes Jahr in Folge von menschlicher Versklavung zum Zwecke unterschiedlichster Unterhaltungsformen, wie etwa bei Stierkämpfen, Rodeo-Shows, Hundekämpfen und Pferderennen, zu Tode geschunden werden und sterben müssen, sind in den oben aufgeführten Zahlen und Statistiken gleichsam nicht berücksichtigt. Auch all die vielen unschuldigen Straßenhunde, die weltweit jedes Jahr durch bestialische und gewissenlose Menschen massakriert und grausamst ermordet werden, sind in diesen Statistiken ebenso nicht mit berücksichtigt. Aber eines steht fest: Seit dem zweiten Weltkrieg hat die Menschheit buchstäblich Billionen Tiere ermordet. Und durch den Anstieg der menschlichen Population auf diesem Planeten nimmt dieses massenhafte Töten der Tiere mehr und mehr signifikant zu. Die Mechanismen des Holocausts an Tieren verbreiten sich dementsprechend in einem rasanten Tempo.

Fortsetzung im morgigen Blog-Beitrag ……

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0 Kommentare zu “Der Holocaust an den Tieren (Teil 1)

  1. Die „Dornenkrone der Schöpfung“ hat die Erde zu einem einzigen gigantischen Friedhof gemacht. Es starben und sterben viele wertvolle Tiere durch die Hand wertloser Menschen. Für die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze.

    Dazu noch ein Bibelspruch für alle gläubigen Christen:

    Denn das Schicksal der Menschen und das Schicksal der Tiere ist ein- und dasselbe: Die einen sterben so gut wie die anderen, und sie haben alle den gleichen Odem, und einen Vorzug des Menschen vor den Tieren gibt es nicht. Alles geht an denselben Ort; alles ist vom Staube geworden und alles kehrt zum Staube zurück. Wer weiß denn vom Lebensodem des Menschen, ob er aufwärts in die Luft emporsteigt und vom Lebensodem des Tieres, ob er nach unten zur Erde hinabfährt? (Prediger 3 : 19 – 21, Menge)

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