Großartiger Film über Bernhard Grzimek


Von Tierfreund und Tierrechtler Dietrich Schwägerl:

Liebe Freunde,
am 3. August wurde in der ARD ein großartiger Film über Bernhard Grzimek gesendet; wer ihn nicht gesehen hat, kann ihn noch bis zum 10.4. hier in der ARD-Mediathek abrufen:
Zum Fernsehfilm „Grzimek“

Er zeigt das Leben dieses mutigen, weitblickenden Vorkämpfers für den Schutz der Wildtiere und ihrer Lebensräume und gegen die Ausbeutung der Tiere, gegen Robbenmord, Legebatterien und den Pelzhorror – zu einer Zeit, als noch kaum jemand diese Themen kannte. Gegen seine ursprüngliche Intention wurde er 1945 mit der Direktion des Frankfurter Zoos betraut; er nutzte diese Position, um den Menschen die Notwendigkeit des Schutzes der bedrohten Tierwelt nahezubringen.

In diesem Bemühen kannte er – auch schonungslos gegen sich selber – keine Kompromisse. Politische Begrenzungen waren für ihn bedeutungslos; dieser Satz von ihm  (im Zusammenhang mit dem Plan zur Rettung des einmaligen Tierparadieses Serengeti) zeigt das so anschaulich: „Wenn ich etwas für den Naturschutz erreichen kann, dann treff‘ ich mich auch mit dem Teufel.“
 
Sein Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ – gegen große Widerstände konzipiert! – wurde mit dem Oscar ausgezeichnet und „brachte Menschen auf der ganzen Welt dazu, allmählich Verantwortung für Tiere und Umwelt zu erkennen“ (Zitat aus dem Film).

Schon damals hatte er erkannt: „Jeden Tag verschwindet eine Tierart. Jeden Tag werden 100 000 Menschen mehr geboren als sterben. Die Überbevölkerung ist mittlerweile die größte Gefahr für die Tierwelt.“

Zusammen mit Herbert Gruhl hat er im Vorstand des BUND äußerst verdienstvoll zusammengewirkt; beide hatten als einzige Verbandsvorsitzende stets den Mut, die tödliche Bedrohung der Lebewesen durch die menschliche Überbevölkerung immer wieder zu thematisieren. Seine Briefe hat Grzimek daher stets mit dem Satz beendet: „Ceterum censeo progeniem hominum esse deminuendam“ (Im Übrigen bin ich der Auffassung, dass die Nachkommenschaft der Menschen vermindert werden muss). Obwohl diese Bedrohung seither noch katastrophal zugenommen hat, wagen es die Wortführer der Naturschutzverbände heute leider nicht, die Dinge beim Namen zu nennen – ebenso wenig übrigens die Vertreter von Parteien, die sich ein ,grünes‘ oder ,ökologisches‘ Mäntelchen umhängen. Welch ein Verrat an Naturschutz-Vorkämpfern wie Bernhard Grzimek und an allem Leben unserer Erde!“

(zitiert aus „Tödliche Bedrohung“)
   
Herzliche Grüße,
Dietrich Schwägerl

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0 Kommentare zu “Großartiger Film über Bernhard Grzimek

  1. Sehr guter Artikel.
    Vielen Dank für den Hinweis auf den Film, werde ihn mir gleich ansehen.

    Ich durfte als Kind seine Sendungen im Fernsehen ansehen. Prof. Grzimek hat mein Denken sehr geprägt.

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