Über Hühner, die in der "Tier-Produktion" wie Müll behandelt werden

Mast ist niemals fair – weder in den kaum mehr als 30 Tagen, die ein „Masthuhn“ nur leben darf (und dies meist unter entsetzlichen Bedingungen, eingestallt mit oft mehr als 30.000 Stallgenossen), noch beim brutalen Einfangen der Tiere und erst recht nicht bei der Schlachtung.

Unter „Ausstallen“ versteht man das Einfangen der Hühner am Ende einer Mastperiode, damit die Tiere in Kisten gepackt zum Schlachthof transportiert werden können. Diese meist von Niedriglohnarbeitern von Hand ausgeführte Arbeit ist für die Tiere häufig mit roher Gewalt verbunden, beispielsweise wenn die Fänger mehrere Tiere an den Füßen packen und kopfüber in Transportkisten werfen.

Tierrechtsorganisationen wie PETA haben das Ausstallen daher wiederholt dokumentiert und als Tierquälerei ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Inzwischen hat sich die Tierindustrie eine weitere perverse Methode zum Einfangen der Hühner einfallen lassen: Fangmaschinen, welche die Tiere beim „Ausstallen“ über ein Fließband in die Kisten befördern sollen. Es gilt eben, die verbrecherische „Tier-Produktion“ noch effizienter zu machen und aus den Tieren so viel Profit wie möglich herauszuschlagen.
Eine dieser Fangmaschinen ist beispielsweise der „Hühnerstaubsauger“, der ähnlich wie eine Kehrmaschine funktioniert, ein Huhn nach dem anderen aufsaugt und letztlich über ein Fließband in Kisten schleudert, welche anschließend ins Schlachthaus abtransportiert werden.

Verdeckte Aufnahmen in mehreren Mastbetrieben dokumentieren, wie die Tiere zunächst mit Tritten zusammengetrieben werden. Mit hoher Geschwindigkeit wischt dann die Fangmaschine, ähnlich wie eine Kehrmaschine zum Aufnehmen von Schmutz, ein Huhn nach dem anderen auf und schleudert die Tiere über ein Fließband in die Kisten. Wenn mehrere Hühner auf engstem Raum in solch einer Kiste verladen sind, drückt ein Arbeiter den Deckel gewaltsam zu – ohne Rücksicht auf Verluste. Flügel, Beine und Köpfe werden eingeklemmt, Tiere werden übereinander geworfen, und wenn ein Tier die Kiste verfehlt, wird es wie ein Stück Dreck weggestoßen. Obgleich es sich bei diesen Hühnern um fühlende und intelligente Lebewesen handelt, werden sie behandelt, so wie der Müll von der Straße gekehrt oder das Gemüse vom Feld geerntet wird.

Video: Das wahre Leben der Hühner in der Eierindustrie

Immer mehr Menschen greifen aus Tierschutzgründen auf Eier aus alternativen Haltungsformen wie Freiland -, Boden – oder Biohaltung zurück – in der Annahme, dass diese Eier von „glücklichen“ Hühnern stammen, die weder Leid noch Schmerzen erfahren würden. Animal Equality ist dieser Annahme auf den Grund gegangen und hat sich einige der besten und bemühtesten deutschen Betriebe angesehen:

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0 Kommentare zu “Über Hühner, die in der "Tier-Produktion" wie Müll behandelt werden

  1. Tja, das ist mir alles bekannt und ich bin wieder einmal einfach nur heilfroh, vegan zu leben.
    Leider wissen das gerade diejenigen nicht, die es angeht.
    Wie kommt man an diese Leute heran? Wie erreicht man sie?
    Ich fand eine Idee der Albert-Schweitzer-Stiftung gut, die unbedingt Nachahmer finden sollte:
    Sie haben sich mit einem Video (ich weiß nicht mehr, worum es darin ging, ich glaube um Pelzfarmen) auf die Straße gestellt und jedem 1 Euro angeboten, der sich die Bilder anschaut.
    Die Menschen waren schockiert, einige weinten sogar. Nur wenige wollten überhaupt den Euro haben.
    Ich habe auch von einer Aktion gehört, in der eine Privatperson auf eigene Kosten zu einer kostenlosen Vorführung des Films „Earthlings“ eingeladen hat. Wirklich toll, solche Aktionen. Mehr davon wäre sehr wünschenswert, denn es gibt eine Menge Leute, die nicht wollen, was den Tieren angetan wird, die sich aber aus Trägheit oder auch egoistischen Motiven („Es schmeckt doch so gut“, „Es ist doch so kuschelig“) noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

  2. Bei dem 3-minütigen Video der Albert-Schweitzer-Stiftung ging es um Schlachthofszenen und das ist sicher eine sehr gute Möglichkeit den Menschen die Folgen ihrer fleischlichen Essgewohnheiten vor Augen zu führen.
    Eine noch viel effektivere Methode praktiziert zur Zeit der Verein gegen Tierfabriken Schweiz (VgT): Schon seit Wochen (noch bis einschließlich 14.4.2015) lässt er im Schweizer Fernsehen (SRF 1) einen Werbespot ausstrahlen mit der Aussage: „VEGAN – alles andere ist Tierquälerei“ mit entsprechend aussagekräftigen Bildern. Dieser Spot läuft 3x täglich zur besten Abendsendezeit (ca. 20:00, 21:00, 22:00 Uhr) und erreicht ein Millionenpublikum. Man kann ihn auch auf deren Webseite und auf der Facebook-Seite ansehen (mit entsprechenden Kommentaren, die bis zur Klagsandrohung reichen…).
    Ich finde, das wäre überhaupt d i e Lösung, wenn sich mehrere Tierrechtsgruppen/-organisationen und ev. auch Produzenten von tierleidfreien Lebensmitteln und Produkten zusammenschließen würden, um über diesen effektiven Weg der Fernsehwerbung ein Riesenpublikum erreichen zu können und damit auch Aufklärung betreiben und Lösungsvorschläge aufzeigen würden…..
    Es m u s s doch endlich einmal wenigstens ansatzweise ein Umdenkprozess der Menschheit angestoßen werden!!!
    Mit freundlichen, veganen Grüßen
    Hermann Kastner

  3. Vielen Dank Hermann Kastner für diesen wichtigen Beitrag.
    Das Projekt des VgT ist wirklich eine sehr effektive Möglichkeit, Millionen von Menschen zu erreichen.
    Ich nehme mir vor, die Albert-Schweitzer-Stiftung darauf hinzuweisen. Vielleicht würden ja auch PETA-Deutschland, Animal Equality usw. mitmachen, um ein solches Projekt zu finanzieren. Ich denke auch die Produzenten von veganen Lebensmitteln könnten gewonnen werden, denn sie würden ja auch profitieren können.
    Zumindest kann sich dann kaum jemand noch damit herausreden, er habe nichts von der Quälerei der Tiere gewusst.

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