Wie Bär Läsker als Neu-Veganer 45 Kilo abnahm

Andreas Bär Läsker, Manager der „Fantastischen Vier“, brachte einst 160 Kilo auf die Waage. Dann entschloss er sich, auf Fleisch, Fisch, Milch und Eier zu verzichten.
Andreas BärLäsker sitzt im Auto auf dem Weg nach Zürich, wo „Die Fantastischen Vier“ am Abend ein Konzert geben werden. Läsker ist Manager und Fotograf der Band – und seit zwei Jahren Veganer. Darüber hat der 51-jährige nunmehr das Buch „No need for Meat“  geschrieben, mit Rezepten und vielen Ratschlägen.

Auf die Frage, was er als Veganer essen würde, wenn er unterwegs ist, antwortete er in einem Interview: „Man findet letztlich immer etwas. An Raststätten gibt es meist Pellkartoffeln oder Gemüsesuppe. Was ich aber viel schlimmer finde: diese Paranoia. Die Leute tun immer so, als bräuchte man, wenn man von Stuttgart nach Hamburg fährt, drei warme Mahlzeiten.“

Seine Antwort auf die Frage, weshalb er zu einem Veganer geworden sei:
„Nachdem ich vor vier Jahren die ersten 200 Seiten der „China Studie“ gelesen hatte, habe ich spontan aufgehört, Fleisch zu essen. Das Buch beschäftigt sich mit allen Ernährungsformen der Welt, fasst alle Studien der letzten 50 Jahre zusammen. Wenn man das gelesen und verstanden hat, dann kann man kein Fleisch mehr essen, wenn man sich nicht umbringen will.“

Auf die Frage, ob ihn der Verzicht nicht manchmal nerven würde, entgegnete er:
„Ich nenne es nicht Verzicht, ich nenne es Vermeidung. Und stellen wir doch mal all die Kollateralschäden, die mit dem Fleischkonsum einhergehen, auf die eine Seite – er ist schlecht für die Gesundheit, schlecht für die Umwelt, schlecht für die Tiere – und auf der anderen Seite hört man das Argument: es schmeckt so gut. Da kann man, finde ich, schon mal sagen: Fuck it! Dann lass ich es eben.“

Frage: Wie hat denn ihr Umfeld reagiert, als sie Veganer wurden?
Andreas Bär Läsker: „Zum Teil mit Respekt, zum Teil mit Erstaunen. Es gab aber auch Leute, die sich von mir abgewendet haben, weil sie das vorgelebte schlechte Gewissen nicht ertragen konnten. Und viele dumme Fragen werden einem gestellt.“ Und als Beispiel für derartig dumme Fragen führt er an: „Wenn du jetzt an einen Strand gespült würdest und dort gäbe es nur Tiere, würdest du dann lieber verhungern oder Fleisch essen?“  Was ist das für eine schwachsinnige Hypothese? Oder es kommen Argumente wie: „Löwen essen doch auch Fleisch!“  Bist du etwa ein Löwe und rennst durch die Savanne?

Frage: Manche meinen, es sei auch unmännlich, kein Fleisch zu essen.
Andreas Bär Läsker: „Ich glaube, dass man einem 1,93 Meter großen und 105 Kilo schweren Typen wie mir, nicht zwingend Unmännlichkeit entgegenschmettert. Vielleicht sollte man diese Menschen mal von einem 250-Kilo-Gorilla, der sich ausschließlich von Pflanzen ernährt, an die Wand werfen lassen. Wenn sie das überlebt haben, finden sie Vegan bestimmt gar nicht mehr so unmännlich.“

Frage: Ihren Spitznamen Bär haben sie sich offiziell in den Pass eintragen lassen – und könnten ihn doch eigentlich jetzt mal in Gorilla ändern.
Andreas Bär Läsker: „Brauche ich nicht. Bären können problemlos von Wurzeln und Beeren überleben, tage-, monate-, jahrelang. Das können übrigens alle. Selbst Löwen könnten das. Der Löwe tötet unschuldig aus Instinkt. Wir aber töten schuldig, weil wir genusssüchtig sind.“

Eine Aussage und Wahrheit, an der es nichts zu rütteln gibt: Der Löwe tötet unschuldig aus Instinkt. Wir aber töten schuldig, weil wir genusssüchtig sind !!!

Interview mit Bär Läsker auf  www.welt.de

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0 Kommentare zu “Wie Bär Läsker als Neu-Veganer 45 Kilo abnahm

  1. Finde ich toll!
    Ein Mann, der verstanden hat, der Intelligenz besitzt und – so lese ich aus seinen Äußerungen – ebenso Mitgefühl für die Tiere.

    Ich wünsche mir, dass jeden Tag mehr Menschen Veganer werden.

    Ich habe – nach mindestens 5 Jahren als Veganerin – gerade ein Blutbild machen lassen: Fast alle Werte super, nur Vit. D ist am unteren Grenzwert, was aber kein Wunder ist, denn ich bin diesen Winter kaum draußen gewesen. Aber nun kommt ja der Frühling …

  2. Liebe Natur Freundin,
    ich bin ganz Deiner Meinung.
    Was das Vitamin D angeht sollte man es vor allen Dingen im Winter suplemieren.
    Gute Infos hierzu gibt es bei ProVegan.

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