Comedian Atze Schröder als neuer Werbebotschafter für Wiesenhof


Auch wenn die Zeit zum Grillen noch etwas auf sich warten lässt, stellt sich Wiesenhof schon einmal auf die in wenigen Monaten beginnende Grillsaison ein – mit einem neuen Testimonial, das durchaus gut zur Marke passt: Atze Schröder. Der Comedian wird in den nächsten drei Jahren für den Hersteller auf allen Kanälen die „Bruzzler“ wenden und löst damit einen „prominenten“ und nicht weniger tierunfreundlichen Vorgänger ab, nämlich Torwart-Titan Oliver Kahn, dessen Vertrag mit dem tierquälerischen Unternehmen nunmehr ausgelaufen ist.

Diesbezüglich ein mir abermals sehr aus dem Herzen sprechender Brief von Herrn Prof. Klaus Hamper an Comedian Axel Schröder, dem ich von Anfang bis Ende und von Zeile zu Zeile nur voll und ganz zustimmen kann:

„Sehr geehrter Herr Atze Schröder,

Sie fungieren als neuer Werbepartner für die „Bruzzler“-Grillwurst der Firma Wiesenhof. Die Wesjohann-Gruppe, zu der die Marke „Wiesenhof“ gehört, erwirtschaftet ihren  inzwischen milliardenschweren Umsatz mit der systematischen Ausbeutung und Tötung von fühlenden Lebewesen, die in kürzester Zeit in völlig überfüllten Fabrikställen (und nicht auf dem „Wiesen“hof!) mit südamerikanischem Futtersoja zur „Schlachtreife“ gemästet werden und zerstört damit massiv unsere Umwelt und die tropischen Regenwälder.

Vornehmlich osteuropäische Werkvertragsarbeiter werden in den Schlachtfabriken nach Sklavenart ausgebeutet und Kleinbauern in Südamerika und Afrika wird wegen des Futtermittelanbaus (in Südamerika) und des steuersubventionierten Exports der Abfallprodukte (nach Afrika) die Lebensgrundlage geraubt. Unser Grundwasser wird durch die immensen Mengen an Geflügelkot, die auf den Feldern „entsorgt“ werden, bereits jetzt schon über Gebühr mit Nitraten belastet. Die Zukunft unseres sauberen Trinkwassers steht bei uns in Deutschland auf dem Spiel. Und immer noch werden neue Ställe gebaut, um noch mehr Fleisch für den Export (und den Profit der Firma Wiesenhof) zu produzieren.

Sie werden auf der Wiesenhof-Website wie folgt zitiert: „Im Vorfeld seines Engagements hatte sich der Comedian ein Bild von moderner Nutztierhaltung gemacht und einen Vertragslandwirt von WIESENHOF besucht. In einem intensiven persönlichen Gespräch mit der Landwirtsfamilie informierte sich Schröder direkt vor Ort über Haltungsbedingungen und wie es heute ist, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen: “Der persönliche Einblick in die Nutztierhaltung war mir wichtig. Großen Respekt! Die Landwirte wissen genau, was für eine Verantwortung sie für die Tiere und den Verbraucher tragen. Die Leidenschaft, mit der der Landwirt seine Arbeit ausübt, hat mich beeindruckt – und mit Leidenschaft kenn ich mich aus“, erklärte Atze Schröder mit einem Augenzwinkern im Anschluss an seinen Besuch.“

Wollen Sie sich durch diesen sicher lukrativen Werbevertrag mit Wiesenhof mitverantwortlich machen für massive Umweltzerstörung, für tierquälerische Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe und für sklavenähnliche Arbeitsbedingungen von Werkvertragsarbeitern durch die Firma Wiesenhof? Wenn Sie nur den Hauch eines ethischen Gewissens haben, sollten Sie Ihre Popularität dafür einsetzen, diese Verhältnisse zu bekämpfen, anstatt von Ihnen zu profitieren. „Verantwortung für die Tiere und den Verbraucher“ ist bei den Mastverhältnissen inklusive massivem Antibiotikamissbrauch eine groteske Verdrehung der Tatsachen! Diese Firma ist moralkriminell! Vor der hat man keinen „Respekt“!

Ich bitte Sie: Kündigen Sie den Werbevertrag mit Wiesenhof umgehend, wie es auch schon Ihr Werbe-Kollege Dieter Bohlen seinerzeit getan hat, als er von den Vorwürfen gegen Wiesenhof erfuhr und machen Sie diese Kündigung öffentlich! Das sind Sie Ihren Fans, unserer Umwelt und den Tieren schuldig. Für eine Stellungnahme wäre ich Ihnen dankbar.“

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Klaus Hamper

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0 Kommentare zu “Comedian Atze Schröder als neuer Werbebotschafter für Wiesenhof

  1. Atze Schröder, nicht jedermanns Liebling, aber sein derber Humor hat mich oft zum Lachen gebracht. Wie den meisten Comedians, kann man Ihm eine gute Beobachtungsgabe und der damit verbundenen phantasievollen Interpretation bestimmter menschlicher Eigenschaften oder Situationen bescheinigen. Daher um so schlimmer, dass er seine Bekanntheit einem ausbeuterischem Unternehmen wie Wiesenhof zur Verfügung stellt und offenbar wider besseren Wissens die wahnsinnigen und bekannten Zustände in der Massentierhaltung herab spielt.
    Es zeigt sich wieder einmal, die Macht des Geldes siegt über den Verstand. Sehr schade um ihn.

  2. Mit solch einer dummschwätzigen Antwort hat sich Comedian Atze Schröder wohl selbst den Ast abgesägt, auf dem er bisher thronte und sich – jedenfalls für mich – als tierliebender und verantwortungsbewusster „Mensch mit Herz und Verstand“ leider selbst disqualifiziert. Jeder blamiert sich eben letztlich so, wie es ihm beliebt und recht ist.

    Hier seine Antwort, vermutlich abgesegnet von einer Mitarbeiterin seiner Agentur MTS GmbH namens Susanne Nowak:

    Guten Tag und vielen Dank für Ihre Mail.
    Bevor ich mich entschieden habe, für den Bruzzler zu werben, habe ich mich intensiv mit dem Unternehmen Wiesenhof auseinandergesetzt. Das war sowohl für Wiesenhof als auch für mich ganz klar, dass ich mir genau anschaue, wie moderne Nutztierhaltung heute funktioniert. Ich habe mir eine konventionelle Geflügelfarm in Niedersachsen angeschaut und lange mit dem Landwirt und seiner Familie gesprochen. Das ist aus meiner Sicht moderne Landwirtschaft und die Bauern wissen genau, was für eine große Verantwortung sie haben – sowohl für uns Menschen als auch für die Tiere. Immer nur die Landwirte oder die Haltungsformen zu kritisieren, dann aber regelmäßig Fleisch essen zu wollen, ist für mich ein Widerspruch. Da sollten wir alle fair sein. Vor diesem Hintergrund respektiere ich natürlich die Einstellung von Vegetariern und Veganern zur Ernährung. Ich selbst aber esse Fleisch. Darüber hinaus hat sich gerade bei Wiesenhof und seinen Partnern in den letzten Jahren sehr viel getan. Man begrüßt und fördert dort zahlreiche Initiativen in Sachen Tierschutz und tauscht sich hierzu auch regelmäßig mit dem Deutschen Tierschutzbund aus.
    Beste Grüße
    Atze Schröder

    MTS GmbH
    Susanne Nowak
    Pleistermühlenweg 194
    48157 Münster

    Vortrefflich gute Antwort von Gudrun Enders:

    Hallo Frau Nowak,
    entweder leben wir oder Herr Atze in getrennten Welten. Wiesenhof ist bekannt für seinen beklagenswerten Umgang mit seinen Hühnern. Schauen Sie doch mal ins Internet und recherchieren Sie ein bisschen. Über Wiesenhof und seine Praktiken im Umgang mit Lebewesen. Sie werden dort jede Menge Berichte über Wiesenhof und seine Tierhaltung finden. U. a. bei Merkur-online.de vom 09.03.2015 : „Tierquälerei in der Putenmast; Tierschützer decken Skandal auf“ oder „Tierhaltung: So schlecht geht es den Hühnern im Stall“ vom 09.03.2015 – Frankfurter Allgemeine Wirtschaft – Wissenschaftler wollten zeigen, wie gesund Hühner vom „Wiesenhof“ sind. Aus der Studie lässt sich aber das Gegenteil ablesen. Ein Großteil der Hühner ist krank. So die Zeitung.

    Es bleibt natürlich Herrn Atze überlassen, für was und für wen er Werbung macht. Ebenso bleibt es ihm überlassen, wie er sich ernährt und ob er Fleisch isst oder nicht, aber für eine Firma Werbung zu machen, die nicht erst seit gestern, sondern seit vielen Jahren und immer wieder aufs Neue in den Schlagzeilen steht, schadet nicht nur der gequälten Kreatur, sondern auch seinem Ansehen bei seinen Fans.
    Freundlichen Gruß
    Gudrun Enders

  3. Wiesenhof ist ein absolutes No-Go. Ich frage mich immer, ob sich die Promis nicht bewusst sind, wie stark sie ihrem eigenem Imageschaden, wenn sie für die falsche Firma modeln.

  4. Ja, tatsächlich mit dieser Antwort ist er unten durch. Wobei ich zu unterstellen wage, dass diese Antwort nicht von ihm selbst diktiert wurde. Egal, wenn er sich nicht von diesem Unternehmen distanziert, verliert er wahrscheinlich bei einigen wenigen Fans das Ansehen. Ob ihm das was ausmacht? Wer weiß, vieleicht „veräppelt“ er ja nun noch die ganzen Veganer, Vegetarier, Tierschützer und Tierrechtler. Bei seiner Auffassung von Humor wäre es nicht verwunderlich….
    Wie schon mal erwähnt: Schade!

  5. Der Mehrheit der Fans von diesem Atze Schröder (habe mir ihn bewusst noch nie angeschaut, da er mir unsympatisch ist, im Nachhinein eine gute Entscheidung) ist es gleichgültig, wie es den Tieren bei Wiesenhof geht. Hauptsache billiges Fleisch und genau diese Zielgruppe möchte Wiesenhof mit dem Werbeträger Atze erreichen. Ich fürchte dieses Ziel werden sie auch schaffen. Leider sind die meisten Menschen nach wie vor abgestumpft gegenüber Tierleid. Atze Schröder geht es in erster Linie um seinen eigenen Gelbeutel, also purer Egoismus. Eine kranke Gesellschaft kann auch nur kranke Menschen hervorbringen.

  6. Vermutlich hat dieser Atze außer lustigen Sprüchen nicht mehr Verstand im Kopf, als eine Bratwurst und er wird sich in dieser Sache nicht umstimmen lassen. Es ist eben wie es ist: Traurig.
    Nur Weise reisen vom Irrtum zur Einsicht. Und Atze macht nicht den Eindruck eines Weisen – eher den, eines billigen Hanswurst´s.
    Wichtig trotzdem ihn auf sein schäbiges Verhalten hinzuweisen, sonst denkt er noch alles wäre bestens, mit seinem unwürdigen geldgeilen-Schmierentheater-Verhalten – der Jagd nach Werbeeinnahemen – das sich einen Dreck um Tierschutz schert…

  7. Das ist ja wohl der Hammer!
    Der Atze Schröder macht Werbung für diesen Mastbetrieb.Das ist nur krank! Der Schröder muß ja sehr in finanziellen Schwierigkeiten sein,um so einen Werbevertrag zu unterschreiben. Da fällt einem wirklich nichts mehr ein.Was für eine Zeit! Dieser Typ ist nur noch ein Grund,umzuschalten…

  8. Ich hatte mal in einem interview mit ihm gelesen,dass er durch verdorbenes fleisch eine schlimme lebensmittelvergiftung bekommen hat. Daraufhin ist er,seiner aussage nach, vegetarier geworden… Deswegen ist mir wirklich die fresse runtergefallen als ich den spot gesehen habe. Was ein armseliger typ. Ein fähnlein im wind, und geldgeil oder vermutlich in geldnöten. Was auch immer er ist, ich wunsche ihm noch viele wunderbare lebensmittelvergiftungen in seinem leben!!!!!

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