In eigener Sache: Schlewitt´s Verlautbarungen über den Tod von Nowack´s Hühnern und geschächteten "Nutztieren"

Ja, leider nochmals in eigener Sache:

Schlewitt´s Auffassung über angebliche Tierquäler, die letztlich keine sind und über angebliche Gutmenschen, deren Tierquälerei tatsächlich in den Himmel stinkt

Hinsichtlich der Tierschutzaktion „Rettet das Huhn“, welche Hühner aus Hühnermast-Konzentrationslagern freikauft und diese dann an Menschen vermittelt, die ihnen fortan ein artgerechtes und glückliches Hühnerleben ermöglichen können, hatte sich einst auch Tierfreund Bernd Nowack solcher Hühner angenommen, die Dank seiner Obhut und Fürsorge erstmals ihrer Würde teilhaftig wurden und mit jedem neuen Tag mehr und mehr erleben durften, was Freiheit bedeutet.

Huhn Gretel in Bernd Nowack´s Garten

Und so wie ich meine Hündin Nicky liebe und zu ihr ein sehr liebevolles und inniges Verhältnis habe, so liebte B.Nowack seine Hühner nicht weniger und zwischen ihm und seinen Hühnern entwickelte sich von Tag zu Tag eine ebenso kameradschaftliche, liebevolle und innige Beziehung. Im Januar 2015 jedoch ereilte ein grosses Unheil in Gestalt eines Fuches das bisher glückliche Leben seiner Hühner, der in deren Voliere eindrang, die B. Nowack aufgrund einer gesetzlich angewiesenen Stallpflicht extra für seine Hühner errichtet hatte. Da es für die Hühner innerhalb dieser Voliere keine Fluchtmöglichkeit gab, wird sich sicherlich jeder vorstellen können, was jener Fuchs für ein Unheil anrichtete, denn 5 von 7 Hühnern wurden von ihm gebissen und mit einem Huhn in seinem Fang türmte er schliesslich wieder davon.  

Dieses schreckliche Schauspiel zufällig aus dem Fenster beobachtend und demzufolge auch schnellstens den Hühnern zu Hilfe eilend, vermochte B. Nowack leider nicht mehr zu verhindern, was bereits schon geschehen war, denn noch war keines der Hühner tot, jedoch drei Hühner lagen bereits schon im Sterben, eines war verletzt und zwei zum Glück unverletzte lediglich total verstört.  Wie verständlich, dass es B.Nowack anlässlich dieses Geschehens das Herz zusammenschnürte. Lassen wir ihn diesbezüglich kurz selbst zu Worte kommen:

„Das allerschlimmste war, daß die drei schwerstverletzten Hühner im Sterben lagen, schrien und zuckten. Besonders der Todeskampf von Sissi war grauenvoll. Immer wieder reckte sie ihren Hals zu mir und schaute mich mit bittenden Augen an, die eindeutig bedeuteten, ich möge ihr doch helfen. Man ist in so einer Situation ratlos und auch der Anruf beim Tierarzt half wenig, denn dieser konnte aus seiner Sprechstunde leider auch nicht weg. Nach einer halben Stunde waren alle drei Hühner nach grauenvollem Todeskampf tot.“

Und nun kommt ein R. Schlewitt ins Spiel, der B. Nowack persönlich kennt und auf dessen Blog Nowack´s Eintrag und Schilderung über das Leiden und Sterben der betroffenen Hühner entdeckte. Und diesbezüglich fiel ihm nichts Besseres ein, in einer Email zu schreiben, dass es seitens eines Herrn Nowack doch grässlichste und schlimmste Tierquälerei gewesen wäre, den sterbenden Hühnern nicht umgehend den Hals umgedreht bzw. ihnen mit einem Beil den Kopf abgeschlagen zu haben.

Und da ein Herr Schlewitt ja auch so ein „mitfühlender“ und auch „tierliebender“ Zeitgenosse ist, versäumte er natürlich auch keineswegs, dann auch noch anzumerken, dass das Sterben der Hühner ganz gewiss eine weit grössere und schlimmere Tierquälerei gewesen sei als die vermeintliche Tierquälerei beim Schächten, die ja weit weniger schlimm sein würde, insofern das Schächten nur richtig praktiziert werden würde, denn in diesem Fall wäre ja innerhalb von 15 Sekunden für die betroffenen Tiere alles „erledigt“ und ausgestanden.

Tatsächlich?
Schächten ist die wohl grauenhafteste Art, ein Tier zu Tode zu bringen.
Das Tier wird mit Ketten fixiert. Der Hals wird aufgeschnitten. Der Kopf wird zurückgerissen. Der Schnitt mit dem Messer wird bis zu einem Dutzend Mal wiederholt, weil das Blut rasch gerinnt. Die durch die Halswirbel geschützten Arterien zum Hirn, verhindern den Eintritt von Bewußtlosigkeit und dieser entsetzlich grausame Todeskampf dauert etliche Minuten. Das Tier stirbt schliesslich an Blutverlust und Erstickungsanfällen, bei vollem Bewußtsein. Schächten ist ein schreckliches Foltern bis zum Tode.

Dr. med. Werner Hartinger schreibt über die anatomisch – physiologischen Vorgänge beim Schächten folgendes:

„Wenn die Schächtung am gefesselten und niedergeworfenen Tier, entsprechend den Vorschriften, durch einen Schnitt mit einem scharfen Messer vorgenommen wird, durchtrennt man zunächst die vordere Halshaut. Dann folgen die vorderen Halsmuskeln, die Luftröhre und die Speiseröhre. Jeder Mediziner oder Anästhesist mit operativer Erfahrung weiss, wie schmerzempfindlich Luftröhre und Speiseröhre sind, besonders aber der betroffene Kehlkopf, deren Verletzung selbst bei tiefer Narkose noch zu schweren reflektorischen Atemstörungen und Kreislaufreaktionen führt. Danach werden die darunter und seitlich liegenden, mit spezifischer Sensitivität ausgestatteten beiden Halsschlagadern durchschnitten, die eine relevante Gesamtreaktion auf Blutdruck und Kreislauf haben.

Daneben werden auch die Nervi accessori und der Vagus sowie das Nervensystem und die das Zwerchfell motorisch versorgenden Nervi phrenici durchtrennt. Hierdurch kommt es zu einem immobilen Zwerchfellhochstand mit stärkster Beeinträchtigung der Lungenatmung, so dass das Tier neben seinen unerträglichen Schnittschmerzen auch noch zusätzliche Todesangst durch Atemnot erleidet. Diese Atemnot versucht es durch Hyperventilierung des knöchernen Thorax vergeblich zu kompensieren, was weitere Schmerzen verursacht und zu den schmerzhaft-angstvoll aufgerissenen Augen führt. Durch die angst- und atemnotbedingten verstärkten Atemreaktionen wird das Blut und der aus der Speiseröhre austretende Mageninhalt in die Lungen aspiriert, was zu zusätzlichen schweren Erstickungsanfällen führt. Während des langsamen Ausblutens thrombosieren und verstopfen vielfach die Gefässenden der vorderen Halsarterien, so dass regelrnässig nachgeschnittenwerden muss. Und das alles bei vollem Bewusstsein des Tieres, weil beim Schächtschnitt die grossen, das Gehirn versorgenden Arterien innerhalb der Halswirbelsäule ebenso wie das Rückenmark und die 12 Hirnnerven nicht durchtrennt sind und wegen der knöchernen Ummantelung auch nicht durchtrennt werden können.

Diese noch intakten Gefässe versorgen über den an der Basis des Gehirns liegenden Circulus arteriosus weiterhin das ganze Gehirn noch ausreichend, so dass keine Bewusstlosigkeit eintritt. Hängt man dann entsprechend den «Vorschriften» das Tier noch an den Hinterbeinen auf, so bleibt es infolge der noch ausreichenden Blutversorgung des Gehirns, des orthostatisch verstärkten Blutdruckes und des allgemein bekannten lebensrettenden physiologischen Phänomens, dass der blutende Organismus seine periphere Durchblutung zugunsten von Gehirn, Herz und Nieren bis auf Null reduziert, praktisch bis zum Auslaufen der letzten Blutstropfen bei vollem Bewusstsein. Der Beweis hierfür wurde vielfach erbracht, indem man das Tier nach dem Ausbluten entfesselte. Mit der entsetzlich klaffenden Halswunde strebte es meistens voll orientiert bewegungsfähig und angstvoll dem Ausgang des Schlachtraumes zu und musste durch den Bolzenschussapparat endgültig getötet werden.“
(Dr. med. Werner Hartinger)

Und solch ein schreckliches und grausames Schicksal widerfährt all jenen Tieren, die einzig und allein um religiöser Verblendungen und Absurditäten wegen geschächtet werden. Und da meint ein Schlewitt, dass dieses Schächten weniger tierquälerisch sein würde als das Sterben von Hühnern, die von einem Fuchs zu Tode gebissen wurden?
Ach, ihr engstirnigen Tierschützer – lautet letztlich die Botschaft eines Herrn Schlewitt – müsst ihr denn immer alles so übertreiben und den Teufel immer sogleich an die Wand malen? Das Schächten ist doch gar nicht so schlimm und die Tiere müssen auch nicht sonderlich leiden, wenn es nur richtig gemacht und durchgeführt wird! Tatsächlich nicht??? Welch eine Schizophrenie, einerseits mit sterbenden Hühnern heuchlerisches Mitgefühl zu bekunden und andererseits weit weniger Mitgefühl mit geschächteten Tieren zu empfinden, deren entsetzliches Leid zu verharmlosen und sich stattdessen weit mehr für diesbezüglich religiöse Vorschriften zu interessieren und diesen etwas Positives abgewinnen zu wollen.

Was die Sache mit Nowacks Hühnern betrifft, so kann ich mich sehr gut in Nowacks Lage und Dilemma hineinversetzen, denn auch ich hätte es nicht über mich gebracht, den vom Fuchs attackierten Hühnern den Hals um
zudrehen oder ihnen mittels eines Beils den Kopf abzuschlagen. Da wäre ich mit Sicherheit auch ein sogenanntes „Weichei“ und ein sogenannter und vermeintlicher „Schlappschwanz“ gewesen, wie diesbezüglich B. Nowack von einer katholischen Betschwester namens C. Mischwitz tituliert wurde. Und wie gut auch, dass Nowack nicht sogleich ein Beil herbeiholte und dem Leiden besagter Hühner nicht umgehend ein Ende setzte, denn in diesem Fall würde z.Bsp. sein Huhn Gretel heute nicht mehr leben, welches mühsam und liebevoll von Nowack wieder gesund gepflegt wurde.

Ein arg verletztes und leidendes Tier nicht sogleich zu töten, sondern möglichst dessen Leben zu erhalten und retten zu wollen, wird in der Tat nicht selten von vielen nicht sonderlich tierliebenden Menschen als „bestialische Tierquälerei“ gebrandmarkt und verurteilt. Aber wenn diese Sicht – und Denkweise stets richtig wäre, dann wäre es ja auch pure und bestialische Menschenquälerei, einen Menschen, der beispielsweise von einem PKW angefahren und überrollt wird und somit verblutend und mit unvorstellbar grossen Schmerzen auf der Fahrbahn liegend schreckliche Qualen erleidet, nicht umgehend zu töten. Wird da nicht auch alles versucht und unternommen, um das Leben dieses sich in seinen Schmerzen windenden Menschens zu retten? Handelt es sich allerdings um verletzte und schmerzgeplagte, leidende Tiere, so meint und glaubt der speziesistisch denkende Mensch, betreffs diesbezüglicher Rettungsmaßnahmen umgehend das Wort „Tierquälerei“ in seinen Mund nehmen zu dürfen.

In einem bulgarischen Dorf wurden im März 2010 einer fünfjährigen Hündin namens Mima von einem tollwütigen Sadisten alle vier Pfoten abgehackt. Was tun mit einem Hund, dem solch ein schreckliches und grausames Schicksal widerfahren ist? Umgehend zu einem Beil greifen und ihm den Kopf abschlagen? Sofort einschläfern, um ihn von seinem Leid und unerträglichen Schmerzen zu erlösen??? Nein, die in diesem Fall von Nachbarn umgehend zur Hilfe gerufenen Tierschützer entschieden sich für eine andere Lösung und nahmen somit in Kauf, von vielen Menschen in Internet-Foren als „Tierquäler“ beschimpft zu werden, denn Mima erhielt weder eine Todesspritze noch wurde ihr umgehend mit einem Beil der Kopf abgeschlagen. Nähere Einzelheiten zu dieser wahren Geschichte in einem meiner älteren Blog-Beiträge aus dem Jahre 2011 unter dem Titel „Mima – die Geschichte einer Überlebenskämpferin“

Dementsprechend kann auch ich einem Herrn Schlewitt niemals zustimmen, derartige Rettungsmaßnahmen als „Tierquälerei“ zu deklarieren und solch eine vermeintliche „Tierquälerei“ mit dem grausamen Schächten auf ein und dieselbe Stufe stellen zu wollen oder gar das Schächten als weit weniger grausam zu verharmlosen, „wenn es nur richtig gemacht“ werden würde. In den allermeisten Fällen wird es eben keineswegs „richtig gemacht“ und selbst wenn es fachmännisch gemacht werden würde, wäre dies keine Rechtfertigung für diese grausamste und schrecklichste aller Schlachtmethoden, denn jedes Tier hat ein Recht auf sein Leben und es ist und bleibt eines der übelsten Verbrechen der Bestie Mensch, Tiere auszubeuten, zu quälen und deren Leben um eines Gaumenkitzels wegen hemmungslos auszulöschen.

Und mag eine engagierte Tierschützerin und Kommentatorin dieses Blogs auch noch so sehr hinsichtlich einer ihrer jünsten Wortmeldungen über meinen vermeintlich ungehobelten und „respektlosen“ Umgang mit einem Herrn Schlewitt entsetzt und enttäuscht sein und ihm daher auch unendlich viel Sympathie und Mitgefühl seitens dieser Blog-Leserin zuteil werden, so vermag ich dennoch nicht aus meiner Haut zu schlüpfen und derartigen Zeitgenossen auch noch mit zärtlichen Streicheleinheiten zu begegnen, denen religiöse Sitten und religiöser Wahnsinn scheinbar hundertmal mehr am Herzen liegen als das unsägliche Leid und Elend all unserer Mitgeschöpfe. 

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